Die Hobbyköchin, die auf den Gewürzolymp stieg und mit Harissa zurück kam

Jamie Oliver. Ein Mensch, der mich – kochtechnisch – mehr als inspiriert, hat mich durch eines seiner 5-Zutaten-RezepteHarissa chicken tray-bake“ diesmal dazu gebracht mich auf den Olymp der Gewürzpasten zu wagen: ich zauberte mir (nach Anleitung) mein eigenes Harissa in die Küche!

Das Rezept dazu ergoogelte ich mir und wurde bei www.zentrum-der-gesundheit.de fündig: Harissa – Einfach selbermachen. Die Anleitung erschien mir leicht nachvollziehbar und da dieser Dipp leider sehr selten in den diversesten Geschäften angeboten wird und Lockdown sei Dank genügend Zeit und Muße vorhanden ist, macht sich Frau einfach ans Selbermachen!

Zutaten für 250g Harissa

  • 125 g milde rote Chilischoten – waschen und mit Kernen jeweils in 3 Stücke schneiden (also ich schnappte mir alles an farbigen Chilis, die wir da hatten: rote, grüne, gelbe … alles eben)
  • 2 kleine Knoblauchzehen – pressen
  • 80 ml Olivenöl, hitzebeständig
  • 1 Bio-Zitrone – davon 2 EL Saft + ½ TL Abrieb
  • 1 TL Kreuzkümmelpulver
  • 1 TL Korianderpulver
  • 1 TL Kümmelpulver
  • 2 EL gehackter Koriander
  • Kristallsalz

Die meisten Zutaten haben wir noch von unserer letzten Ernte lagernd. Nur Kümmel- und Kreuzkümmelpulver, sowie Kristallsalz und Olivenöl mussten wir zukaufen. So ein eigener Garten hat schon was!

Und so wird’s gemacht:

Die gedrittelten Chilischoten samt Kerne (ohne Stängel) in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Das alles soll nun so zirka zehn Minuten fesch vor sich hin köcheln. Ist die Zeit um, gießt man das Wasser ab.

Als nächstes (oder wenn man ein gut getimter Koch/eine gut getimte Köchin ist geht das natürlich auch parallel zum Chilischotenköcheln) gibt man das Olivenöl in einen Topf und dünstet dort rund eine Minute den gepressten Knofl an. Danach addet man Kreuzkümmel (mildert die zu erwartende Schärfe überraschend brav ab), Koriander, Kümmel und dünstet das alles wieder zirka eine Minute mit.

Jetzt – ja, genau – kommen die vorher gedünsteten Chilischoten dazu und werden mitgedünstet. Diesmal aber rund satte zwei Minuten.

Der Duft, den das Gemisch dabei in den eigenen vier Wänden verströmt ist … einmalig, gigantisch und extrem fernwehfördernd. Wer also grad wirklich darunter leidet, dass uns Corona in unseren eigenen Ländern festhält, sollte das Harissa-machen noch ein paar Wochen aufschieben!

Finale Grande

Jetzt wird alles in eine Schüssel gefüllt, der Zitronensaft und -abrieb eingerührt, mit Salz abgeschmeckt und lässt die Sauce erkalten.

Zum großen Finale schnappe man sich einen Pürierstab und beamt die Masse ein wenig durch. Meiner Meinung nach muss es nicht ganz cremig werden, so ein paar delikate Leftovers, die einen Hinweis darauf geben was sich alles in der Paste befindet, macht’s fürs Auge sehr bekömmlich. Danach hebt man noch den Koriander unter.

Am Ende füllt man die Paste in ein gut schließendes Glas, toppt das Gemisch mit Olivenöl und hält so seine Home-made-Harissa ein ganzes Monat im Kühlschrank frisch.

Nährwerte pro 250g

  • Kalorien: 741 kcal
  • Kohlenhydrate: 19 g
  • Eiweiss: 5 g
  • Fett: 69 g

Abstammung

Harissa ist eine aus dem Maghreb stammende beliebte Gewürzpaste, die mittlerweile ihren Siegeszug vom Atlasgebirge über Nordafrika bis Israel und in die weite Welt hinaus gestartet hat!

Anwendung von Harissa:

  1. als Beize für jedes Fleisch- und so manches Fischgericht
  2. als Beize für Gemüse wie Zucchini, Melanzani etc.
  3. zum Garen im Ofen oder zum Grillen
  4. zum Dippen
  5. in Suppen und Saucen
  6. Reis, Couscous und Teigwaren
  7. in Tunesien wird Harissa (angeblich) auch als Brotaufstrich gegessen – Holla, die Waldfee, sag ich nur! Aber ich denke mir ein gutes Mittel um gegen die vorherrschende Sommerhitze anzukämpfen.

Also: viel Spaß beim Nachkochen! Wagt euch dran, Harissa ist gar nicht so super scharf wie man meinen könnte …



Kategorien:Fisch auf den Tisch, Leckeres

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