Gartenfreuden – Oder: Heute kommt dein Kopf ab!

Ein Garten macht Freude. Ihn zu erstellen viel Arbeit. Ihn zu betreuen … tja, da rollen auch schon mal die KÖPFE! 😉

Garteln ist das neue Freizeitvergnügen der Wiener. Man tut es mittlerweile schon fast überall. In städtischen Baumscheiben verwirklichen sich Möchtegern-Grünpfleger, Jungfamilien und alle, die’s einfach mal  probieren wollen. Leute, die das Garteln ernsthafter betreiben wollen mieten sich in Gemeinschaftsgrünflächen ein, wie zum Beispiel im Filmarchiv-Bürgergarten. Hier wachsen  Zucchini, Melanzani, Erdbeeren, Brombreeren, eben alles, was man schon mal in der Küche ab und an gut verarbeiten kann.

Und dann gibt’s Leute wie meine Frau Mama, die gleich aufs Ganze gehen. Bei ihr musste es ein Garten auf etlichen hundert Quadratmeter Grundfläche im Grüngürtel Wiens sein. Nicht zu viel, als dass es in ernsthafte Plackerei ausufert aber doch genug um … ja, Arbeit zu machen.

Das Anlegen des Garten erfordert schon einer fast napoleonische Planungsgesinnung:

Hier kommen die Gräser hin, gemischt mit ein paar Sträuchern, ein paar Blumen da und dort.

In das Beet gegenüber wird Gemüse gepflanzt – ganz ernsthaft, weil es in unserer Küche in unseren Kochtöpfen und Salatschüsseln glänzen soll. Natürlich alles total Bio. Echt Bio.

In der Mitte der heimischen Grünanlage dürfen sich Kräuter, Gewürze, mein heißgeliebter Lavendel und prachtvoll gedeihende Katzenminze die Ehre geben. Dazwischen wachsen die herrlichsten Blumen. Ein besonderer Neo-Favorit meinerseits: Die übermannshohe Stockrose, ein sehr imposantes Gewächs, das vor allem den Insekten äußerst gut gefällt.

Kurz: Es summt und brummt in unserem Garten. Es blüht. Es gedeiht. Ein kunterbuntes Miteinander, das sowohl zum Schauen als auch zum Ernten und Verkochen einlädt.

Doch bekanntlich hat alles einmal ein Ende. Da und dort lassen die ersten Blumen ihre Köpfchen hängen. Nein. Schön schaut das dann nimmer aus. Also schnappe ich mir Kübel und Gartenschere und es geht ans fröhliche Köpfen! Schnipp, schnapp, ja, es macht so richtig Spaß! Ab und an erwische ich ein bisschen zu viel. Diese Schnipp-Opfer landen in einer schönen Vase am Küchentisch.

Nach einiger Zeit schmerzt das Kreuz, der Schweiß fließt in Strömen … wer hätte gedacht, dass Köpfen solche Arbeit macht? Aber wer ein typischer Wiener Freizeitgärtner sein mag der bückt sich wieder und wieder und wieder, bis auch die letzte angebräunte einstige Blütenpracht von ihrem Stängel ab ist.

Trotz der schmerzenden Rückenpassage und dem Schweiß in meinem Angesicht ist mir eines dabei gewiss: Diese Köpfe-ab-Aktion, diese Plackerei wird letztendlich durch die Ansicht eines wieder behübschten Gartens belohnt!

 

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Kategorien:Garten, Gärten, Urban Gardening

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  1. Lustige Darstellung, gut gelungen! 💚

  2. Schöne Bilder von Mamas Garten! Freut sich sicher, wenn du ihr so fleißig hilfst. Anschaulich und lustig geschrieben👍

    • Ja, Mamas Garten kann sich sehen lassen. Und der Regen, den’s momentan vom Himmel schießen lässt, tut sein Selbigs dazu. Natürlich lockt das Nass unendlich viele Nacktschnecken aus dem Boden hervor – weniger Mutters Freunde und Freude. Aber so was gehört halt dazu wenn man sich grüntechnisch verwirklichen will! 😉
      Und danke für das schöne Lob!

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