Labin – Zwischen Charme und Geschichte

labin_0058Die kroatische Halbinsel Istrien ist immer eine Reise wert: Gastfreundliche Menschen, die wissen, wie man den Kochlöffel schwingt. Kristallklares Meer, das zum Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen und Bootfahren einlädt. Und eine Geschichte, die weit in die dunkle Vorzeit der Menschheit reicht. Über all dem thront die bestechende Schönheit kleiner, auf Anhöhen gelegenen Dörfer, die in ihrer Schlichtheit und leisen Morbidität einfach nur bestechen, faszinieren…

labin_googlemapsEine dieser romantischen Ansiedlungen ist die auf einem die Bucht von Rabac und weit ins Land einblickenden Plateau gelegene Altstadt von Labin.

Romantisches Gassengewirr

Enge, von verwunschenen Häusern gesäumte verwinkelte Gassen, die im Sommer vor Leben und dem Geschnatter Einheimischer und Besuchern aus aller Herren Länder regelrecht pulsieren.

Labin besitzt eine noch perfekt vorhandene mittelalterliche Stadtbefestigung samt Stadttoren, Palästen, Kirchen, ein kleines Theater, einem archäologischen Museum und Galerien, die die Künstler der Umgebung präsentieren. Dazu gibt es Cafés und Restaurants, die sowohl kroatische aber auch, der historischen Vergangenheit erwachsen, italienische Spezialitäten kredenzen.

Mein Tipp: Einfach drauf los gehen! Man kann sich nicht verlaufen! Labin lädt zum Lustwandeln, zum Fotografieren, zum künstlerischen Schmökern, schlicht zum Verweilen ein.

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Info-Plus: Geschichte Labins

Labin, dessen alter Name Albona war, wurde bereits 285 urkundlich erwähnt. Der Name Albona (oder Alvona) deutet darauf hin, dass auf dieser Anhöhe wahrscheinlich schon ab dem 4. Jahrhundert vor Christus eine Siedlung bestand. Archäologische Funde jedenfalls beweisen, dass bereits Menschen der Jungsteinzeit und Bronzezeit dort hausten.

Über die Jahrhunderte herrschten Römer, Ostgoten, Byzantiner, Langobarden, die Deutschen und Italiener über die Gegend. Formgebend für die Architektur der heutigen Altstadt war die Zeit, als Labin zur Republik Venedig gehörte (1420-1797). In dieser Zeit erlebte die Stadt einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Dann hatten für kurze Zeit die Franzosen und danach die Österreicher über Istrien das Sagen.

Einen neuerlichen Wirtschaftsboom erlebte Labin im 19. Jahrhundert, als die Kohlevorkommen der Umgebung abgebaut wurden. In der Zwischenkriegszeit wurde Labin wieder den Italienern zugesprochen.

Am 2. März 1921 traten die Bergarbeiter Labins wegen der schlechten Arbeitsbedingungen in Streik. Diese nur 36 Tage dauernde gewaltsame Episode ging als Labinska Republika (Republik Labin) in die Geschichte Istriens ein.

1945-1991 war Istrien Teil Jugoslawiens und gehört seit 1991 zur Republik Kroatien.

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Kategorien:Reisen

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4 replies

  1. Wunderschöne Fotos!
    Muss sehr idyllisch sein.

  2. Dort macht mein Bruder mit seiner Familie seit etlichen Jahren schon Urlaub, er schwärmt sehr von diesem Ort und der umliegenden Gegend.

    • Es ist wirklich wunderschön dort. Ganz Istrien hat wirklich Charme. Antike, österr. Kaiserstadtfeeling, Venedig (in Labin gibt’s Gebäude, die den venezianischen Löwen als Skulpturen außen drauf haben), dazwischen kroatische Hausromantik… Das Essen ist so und so grandios. Das Meer erst recht …. einzig die Hotelbunker, die sollten sie sich wirklich noch mal gut überlegen. 🙂

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