Der Wiener Linienwall. Vom Schutzbau zur Steuergrenze

Der Linienwall auf einem historischen Aquarell von A. S. Kronstein | (c) Wien Museum

Der Linienwall auf einem historischen Aquarell von A. S. Kronstein | (c) Wien Museum

Spannende Posterschau über die archäologischen Grabungsergebnisse der Stadtarchäologie Wien am ehemaligen Linienwall.

Zwischen 1672 bis 1711 probten die ungarischen Kuruzzen im Habsburgerreich den Aufstand. Als 1703 die Rebellen immer wieder in Niederösterreich einfielen und sogar gegen Wien zogen, empfahl Prinz Eugen die Errichtung eines Linienwalls. Die Mauer sollte Stadt und Vorstädte schützen – aber auch der Abschreckung dienen.

Am Ende kam die Befestigungsanlage Wiens nur ein einziges Mal zur Anwendung. Nach dem Frieden von Szatmár (1711) wurde aus der zum militärischen Zweck errichtete Linienwall zur Steuergrenze umfunktioniert. Ende des 19. Jahrhunderts kam das finale Aus für den Schutzwall. Anstelle dessen wurden die sogenannte Gürtelstraße und die Stadtbahntrasse errichtet.

Posterschau zu den Grabungen am Linienwall
Der Stadtarchäologie Wien gelang es in mehreren Grabungsmissionen den Verlauf des Linienwalls zu dokumentieren. In einer spannenden Posterschau vom 13. Jänner bis 13. April 2017 im Bezirksmuseum Wieden können archäologisch Interessierte die Ergebnisse aus den Grabungen der Wissenschaftler um Mag. Karin Fischer-Ausserer bewundern.

Buch-Tipp: „Der Wiener Linienwall. Vom Schutzbau zur Steuergrenze“ erschienen. („Wien Archäologisch 9“, Wien 2012. 80 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen. EUR 15,90. ISBN 978-3-85161-064-2)

Ort: Bezirksmuseum Wieden, 1040 Wien, Klagbaumgasse 4
Ausstellungsdauer: 13. Januar bis 13. April 2017
Öffnungszeiten: Dienstag von 10 bis 12 Uhr und Donnerstag von 18 bis 20 Uhr (in den Schulferien geschlossen)
Führungen nach vorheriger Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten
Eintritt: frei

Infos auch auf www.wien.at/archaeologie

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Kategorien:Archäologie, Ausstellungen, Buch-Tipp, Geschichte, Wien

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1 reply

  1. Schau, schau.
    Zum Schutz und zur Abschreckung wurde bereits 1703 ein Schutzwall errichtet …
    Sicher interessant! 🙂

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