Am Anfang war das Feuer – im römischen Wien

3D-Rekonstruktion des Heizsystems einer römischen Therme (Ausschnitt). (c) 7reasons Medien GmbH

3D-Rekonstruktion des Heizsystems einer römischen Therme (Ausschnitt). (c) 7reasons Medien GmbH

Die Zähmung von Wildfeuern und die Kunst unserer prähistorischen Vorfahren Feuer selbst zu entfachen waren wichtige Schritte in der Entwicklung zum heutigen Menschen. Wie essentiell noch vor 2.000 Jahren das Feuer im römischen Vindobona war, können Archäologie-Fans beim diesjährigen Tag des Denkmals, 27. September 2015 am Michaelerplatz erfahren!

Karin Fischer Ausserer (Leiterin Stadtarchäologie Wien) auf dem Michaelerplatz. (c) Stadtarchäologie Wien

Karin Fischer Ausserer (2.v.re.; Leiterin Stadtarchäologie Wien) auf dem Michaelerplatz.
(c) Stadtarchäologie Wien

Zwischen dem 1. bis 5. Jahrhundert nach Christus errichteten die Römer am Donaulimes – dort, wo sich das heutige Wien befindet – ein zirka 18 Hektar großes Legionslager, eine Militärsieldung und eine Zivilstadt. Das am weitesten im Westen der römischen Provinz Pannonia gelegene Legions- und Flottenkastell Vindobona diente dem Schutz der Reichsgrenze.

Am Anfang war das Feuer
Schon bei der Entstehung des Legionslagers Vindobona war die Urgewalt Feuer als effektivstes Hilfsmittel zur Rodung des Landes an den Donauufern nicht wegzudenken. Natürlich wurde auch zur Essenszubereitung, zum Heizen und zur Beleuchtung von Häusern und Straßen Feuer genutzt.

Vor allem Schmiede, Bäcker, Töpfer und Ziegelbrenner benötigten zur Ausübung ihres Gewerbes das Feuer. Archäologen entdeckten bei ihren Grabungen im Wiener Erdreich unterschiedlichste Ofentypen und konnten sie den diversen Handwerkssparten zuordnen.

Berühmt waren die Römer vor allem für ihr fortschrittliches Heizungssystem für ihre Gebäude und Thermenanlagen – wovon zahlreiche Funde sprechen.

Doch die schon in antiker Zeit größte Gefahr für Siedlungen und Städte waren Schadfeuer und deren verheerenden Auswirkungen. Katastrophen wie diese konnten ebenfalls von den Archäologen bei ihren Grabungsmissionen belegt werden…

Programm am 27.9.2015 von 10–18 Uhr, Michaelerplatz vor dem Looshaus, 1010 Wien
· Infoscreens mit Filmen und 3D-Animationen lassen das römische Wien lebendig werden.
· Legionär und Matrone erzählen vom Alltag der römischen Legionäre in Vindobona vor ca. 2000 Jahren.
· „Echte RömerInnen“ auf Besuch in Vindobona.
· Kostproben von Wein, römischem Brot, Käse etc. beim Tavernenwirt.

Informationen unter:
www.tagdesdenkmals.at

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Kategorien:Archäologie, Geschichte, Wien

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