Neues aus der Welt der Archäologie

(c) Wikipedia

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(1) Rom: Speicher aus altrömischer Zeit entdeckt
(2) Griechenland: Prunkgrab aus der Zeit Alexander des Großen ausgegraben
(3) Sudan: Das Naga-Projekt

(1) Rom: Speicher aus altrömischer Zeit entdeckt

archaeologyROMDer Ausbau der römischen Untergrundbahn machte eine archäologische Sensation möglich: In rund 20 Metern Tiefe, unweit der St. John-Basilika in einem modernen Stadtviertel Roms, fanden Wissenschafter den wahrscheinlich größten Speicher der antiken Metropole.

Ersten Untersuchungen nach stammte der Hof aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. und hat ein Ausmaß von guten 35 mal 70 Metern. Eine Besonderheit ist, dass bislang kein anderer Speicher so nah zum Zentrum der antiken Stadt angesiedelt war.

In den Amphoren fand man überwiegend Luxusartikel, die für die vornehme Gesellschaft Roms vorbehalten waren. Sensationell: Die ältesten Spuren datieren bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. zurück!

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(2) Griechenland: Prunkgrab aus der Zeit Alexander des Großen ausgegraben

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Alexander der Große im Schlachtgetümmel (Mosaik, Pompeji, ca. 150–100 v. Chr.)

Das griechische 200-Seelen-Bergdorf Amphipolis geriet Anfang August ins Blickfeld des archäologischen Weltinteresses: Vor den Toren der kleinen Gemeinde wurde die bislang größte Grabanlage, die je in Griechenland entdeckt wurde den Fängen des Vergessens entrissen. Sie soll aus der Zeit des großen Makedonenkönigs Alexander des Großen stammen – geschäftstüchtige Dorfbewohner hoffen die sterblichen Überreste des großen Makedonen selbst in diesem Grabhügel zu finden.

Amphilpolis liegt zirka 100 Kilometer von der Hafenstadt Thessaloniki entfernt. Die Anlage hat einen Umfang von 500 Metern und ist 33 Meter hoch. Bislang konnten die Archäologen vier Grabkammern, ein Bodenmosaik und zwei Sphingen freilegen. Weiters wurde eine 3,4 Meter hohe Frauenstatue, eine sogenannte Karyatide, gefunden.

Ob Alexander der Große selbst in diesem Grab liegt, kann wahrscheinlich nie wirklich festgestellt werden. DNA-Proben können Geschlecht und Alter der Leiche bestimmen und lassen Rückschlüsse auf die Ernährung des Toten zu.

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(3) Sudan: Das Naga-Projekt

Die Metropole Naga ist für Archäologen ein besonderer Glücksfall. Die Metrpolole, die zwischen 200 v. Chr. bis 250 n. Chr. Zentrum des Königreichs Meroe war, liegt im heutigen Sudan und blieb von Plünderungen großteils verschont. 2011 wurde Naga zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Naga liegt rund 30 Kilometer vom Nil entfernt und beherbergt auf einem Quadratkilometer Fläche prachtvolle Bauten, Skulpturen und Reliefs. Ferner konnten über 15 Tempel- und Palastanlagen der Steppe entrissen werden, darunter ein Amun-Tempel mit einer imposanten Widder-Allee, die sich allesamt in gutem Zustand befinden sollen.

Zusätzliche Informationen rund um das Naga-Projekt finden Sie hier.

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Kategorien:Archäologie, Geschichte, Wissenschaft

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2 replies

  1. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich solche Informationen von dir hier lesen kann.
    Ich wüsste nicht, wie ich sonst so einfach dazu käme.
    Danke! 🙂

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