„Einfach öffnen!“ – warum nicht?!

werbegagQuietschgrüne Türen mit dem herzlich einladenden Schild „Einfach öffnen!“ zieren momentan drei zentrale Locations in Wien. Was dahinter steckt: Ein Werbegag eines österreichischen Telefon-, Web-, Handy- und TV-Anbieters!

Irgendwie cool, die neue Installation vor der Wiener Staatsoper. Mitten am Trottoir zu den Straßenbahnen D, 1, 2 und 71 steht ein Tor, monolithartig und von der Größe eines leicht ausladenden Türstocks. Quietschgrün und einfach unübersehbar. Die Passanten wundert’s: ‚Was soll das? Wieso steht da eine Tür?‘

Dem Mutigen gehört die Welt. Auch die Werbewelt. Öffnet man Dank der Einladung ‚Einfach öffnen!‘ eben jene Tür, entdeckt man einen mannshohen Screen. Zu sehen sind in vier Kurzfilmen mehr als zufriedene Menschen, die aus Alltagssituationen heraus – gespickt mit kleinen Pannen – aus lauter Freude über ihren Festenetz-Internet-Anbieter einen sprichwörtlichen Freudentanz aufführen.

Also was steckt dahinter?

Telefon-, Web-, Handy- und TV-Riese A1 hat sich gemeinsam mit der Agentur Nitsche (Mediaagentur: OmniMedia) zu einer sogenannten Out of Home-Sonderwerbeform entschlossen. In Zusammenarbeit mit Gewista CityLight stehen nun am Opernring, auf der Meidlinger Hauptstraße Nummer 56 und auf der Mariahilferstraße insgesamt drei ebensolche grüne Türen. Beworben wird damit die aktuelle Kampagne für A1-Festnetz-Internet-Kunden.

Hat was, dieser Gag. Zumindest verkürzt es die Wartezeiten an der Straßenbahnhaltestelle Oper!

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Kategorien:Medienreportagen, Wien

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1 reply

  1. Vielleicht wäre es eine viel bessere Werbung für A1 bzw. BOB sich nach den neuen EU-Verbraucherrichtlinien zu halten.

    Für Geschäfte mit Konsumenten innerhalb der europäischen Union (EU) ist für Unternehmen ab dem 13. Juni 2014 die EU-Verbraucherrechterichtlinie 2011/83/EU http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:304:0064:0088:de:PDF zu beachten. Diese legt verbindliche Standards für Verbraucherrechte bei Fernabsatz- und sog. Haustürverträgen fest. Betreiber einer Servicerufnummer müssen in Zukunft vor allem zwei Richtlinienbestimmungen besonders beachten:

    1. „Bevor der Verbraucher durch einen Vertrag im Fernabsatz oder einen außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Vertrag oder ein entsprechendes Vertragsangebot gebunden ist, informiert der Unternehmer den Verbraucher in klarer und verständlicher Weise über Folgendes: […] (f) die Kosten für den Einsatz der für den Vertragsabschluss genutzten Fernkommunikationstechnik, sofern diese nicht nach dem Grundtarif berechnet werden“ (Seite L 304/75, Artikel 6).

    Konsumenten müssen somit zukünftig vor Abschluss eines Vertrages oder vor Annahme eines Angebotes über die Kosten einer Telekommunikationsverbindung für den Vertragsabschluss klar und verständlich informiert werden. Im Vordergrund steht nicht die Reduktion der Kosten für die Verbindung, sondern die Informationspflicht und die Kostentransparenz für den Endverbraucher.

    2. „der Verbraucher nicht verpflichtet ist, bei einer telefonischen Kontaktaufnahme mit dem Unternehmer mehr als den Grundtarif zu zahlen, wenn der Unternehmer eine Telefonleitung eingerichtet hat, um mit ihm im Zusammenhang mit dem geschlossenen Vertrag telefonisch Kontakt aufzunehmen.“ (Seite L 304/81, Artikel 21)

    Für die Kommunikation nach einem Vertragsabschluss (gemeint ist damit die klassische „Kunden Hotline“) müssen Unternehmen demnach zukünftig eine Nummer einrichten, die „zum Grundtarif“ erreichbar ist. Dies gilt auch und insbesondere für Abos (= Verträge mit regelmäßig wiederkehrenden Zahlungen), namentlich auch für Verträge über die Lieferung von Wasser, Gas, Strom oder Fernwärme, sogar für öffentliche Anbieter, sofern diese Güter auf vertraglicher Basis geliefert werden. Ausgenommen von der Richtlinie sind jedoch u.a. Verträge über soziale und Gesundheitsdienstleistungen; Finanzdienstleistungen; die Begründung, der Erwerb oder die Übertragung von Eigentum oder anderen Rechten an Immobilien sowie über den Bau von neuen Gebäuden, erhebliche Umbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden oder die Vermietung von Wohnraum; Pauschalreisen; die Lieferung von Lebensmitteln, Getränken oder sonstigen Haushaltsgegenständen des täglichen Bedarfs.

    Von den Bestimmungen der Richtlinie nicht umfasst sind „technische Support Hotlines“, deren Leistungen auch weiterhin über den Anruf bezahlt werden dürfen.

    In den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten haben sich im Zuge der Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht durch die nationalen Gesetzgeber bzw. Regulierungsbehörden teilweise unterschiedliche Regelungen und Vorschriften ergeben, die jeweils einzuhalten sind. Wir empfehlen Ihnen zu prüfen, ob die von Ihnen angebotene Dienstleistung prinzipiell den Bestimmungen der EU-Verbraucherrechterichtlinie 2011/83/EU unterliegt.

    Aus meiner Sicht wäre das auch ein guter Aufmacher für eine Werbung …

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