Neue Tanzprofis bei Dancing Stars

Das Profitanzpaar Danilo Campisi und Julia Burghardt steigen neu als Promi-Tanzlehrer bei Dancing Stars ein!

Das Profitanzpaar Danilo Campisi und Julia Burghardt steigen neu als Promi-Tanzlehrer bei Dancing Stars ein!

Dancing Stars ist das Erfolgsprodukt des ORF. Im Vorjahr verfolgten jede Woche rund 833.00 Zuschauer welcher Prominente sich mit seinem Profisporttanzlehrer in die Herzen von Jury und Zuschauer und damit in die nächste Runde tanzte. Das Finale lockte sogar 1,06 Millionen Zuschauer vor die Fernseher! Heuer frisch als Tanzlehrer mit dabei ist das sympathische Profisporttanzpaar Danilo Campisi und Julia Burghardt. Kipet führte ein Interview mit den beiden sympathischen Neo-Dancing Stars!


Am 7. März 2014 um 20:15 Uhr gibt’s auf ORF 1 den Startschuss zur bereits 9. Auflage der Tanzshow Danicing Stars. Erstmals als Profitänzer mit dabei sind Danilo Campisi aus Wien Simmering und Julia Burghardt aus Wien Favoriten. Das sympathische Tanzpaar, das seit 2007 gemeinsam die nationale und internationale Tanzsportszene aufmischt, freut sich auf die neue Herausforderung: „Wir haben sehr viel Respekt vor den Promis. Es ist sicherlich nicht einfach in kurzer Zeit einen Tanz-Crashkurs zu machen und in einer Liveshow tolle Choreografien mit Hebefiguren zu zeigen!“ – Ein Interview:

Kipet: Sie tanzen seit 2007 gemeinsam. Haben sie sich vorher schon gekannt?
Danilo Campisi (26, geboren auf Sizilien): Ich bin nicht einfach so nach Wien gekommen und habe nach einer Tanzpartnerin gesucht. Wir wurden vorher von unseren jeweiligen Trainern empfohlen und haben an unserem Trainingsstützpunkt in Italien ein Probetraining gemacht. Wir haben uns schon gekannt.
Julia Burghardt (24, geboren in Wien): Ich habe damals eigentlich auch mit meinem früheren Partner schon an internaitonalen Turnieren teilgenommen. Man kommt einfach in die Szene rein, kennt die internaitonalen Trainer schon und eben über unsere Trainer wurden wir quasi vermittelt (lacht).

Kipet: Wie lange tanzen Sie schon?
Burghardt
: Seit meinem 7. Lebensjahr.
Campisi: Ich habe auch mit 7 angefangen. Am Anfang war es eher Spiel, mal ein bisschen neben der Schule Sport zu betreiben und sich zu bewegen. Als ich mit den ersten Turnieren wirklich angefangen habe, ist auch der Ehrgeiz gekommen. Und ab da hatte ich auch das Turniertanzen im Visier und konnte nicht mehr aufhören. (lacht). Ich habe parallel meine Schule gemacht. 2007 war für mich das Jahr, in dem sich mein Leben verändert hat. Ich habe meine Matura gemacht und bin vier Tage später nach Österreich gezogen.
Burghardt: Das war ein großes Entgegenkommen seinerseits. Das weiß ich heute noch zu schätzen, das macht sicher nicht jeder!
Campisi: Das würde ich immer wieder machen – mit 19 Jahren dann plötzlich von seiner Familie wegzugehen und in einem anderen Land zu wohnen, ich habe Deutsch nicht gekonnt. Ich bin ein Typ, der immer seine Herausforderung braucht, damit das Leben ein bisschen spannender ist. Ich habe hier in Österreich eine Chance gesehen und bin von meiner kleinen Stadt in Sizilien gleich in eine europäische Hauptstadt gezogen. Ich war sehr fasziniert und würde es immer wieder machen. Es war die richtige Entscheidung.

Kipet: Danilo, ich habe gelesen, Sie sind seit kurzem stolzer Papa?
Campisi (stolz): Ja, ich habe einen Sohn! Er kam am 27. 12, 2013 auf die Welt. In der nächsten Zukunft sehe ich mein Leben hier in Wien. Ich fühle mich sehr wohl hier. Mir gefällt die Sprache, mir gefällt die stadt. Mit den Menschen, wie man hier lebt… Mit der Kultur habe ich mich ein bisschen konfrontieren müssen weil in Sizilien haben wir eine ganz andere Lebensart. Aber ich will nicht positiv oder negativ werten – es ist einfach anders. Viele Sachen finde ich hier besser, vor allem was die Pünktlichkeit anbelangt – ich bin ein ungewöhnlicher Italiener (lacht). Ich bin pünktlich, ich mag Organisation. Ich mag es, wenn ich in der Früh aufstehe und weiß, was bis zum Abend passiert. Ich brauche nicht die nächsten 10 Jahre vorausplanen, ich mag es aber, wenn ich weiß, was ich diese Woche zu tun habe.

Kipet: Blöde Frage, aber als alter Meer-Fex muss ich Sie das fragen: Fehlt ihnen nicht das Meer?
Campisi: JA! Die Dinge, die ich sehr stark von meiner Heimat vermisse sind meine Familie, ein bisschen die Herzenswärme, die Sonne und das Meer! Jetzt fliege ich ein, zweimal im Jahr nach Sizilien und genieße es umso mehr, weil ich das alles nicht mehr jeden Tag haben kann. Ich schätze heute meine Familie und meine Heimat viel mehr als vorher. Sie sind nicht mehr Alltag.

Kipet: Wie ist es so mit 7 Jahren mit dem Training zu beginnen? Hat man da nicht andere Dinge wie Fußball oder Puppen im Kopf?
Campisi
: Man beginnt damit spielerisch. Es gibt jedoch Familien, die in ihren Kindern gleich die Weltmeister sehen, das ist vor allem in Ländern wie Russland der Fall. Da erhalten die Kinder gleich von Anfang an eine ganz andere Art von Erziehung und Disziplin. Deswegen bringt Russland im Vergleich zu Österreich und Italien viel mehr gute Tänzer hervor.
Burghardt: Aber nur  im jugen Alter…
Campisi: Stimmt. Es ist das ganz interessant, dass diese jungen Leute, wenn sie älter sind, aufhören mit dem Tanzen. In Italien gibt es sehr gute Paare zwischen 20 und 30 Jahren. In Russland sind in diesem Alter nur noch wenige Tänzer aktiv.
Burghardt: Sie halten das halt körperlich oft  nicht so lange aus. Wenn man als Kind so früh so intensiv trainiert, hat man später oft auch keine Lust mehr. Ich habe das aus der Perspektive einer Trainerin kennen gelernt, weil ich selber Kinder unterrichte. Mir macht das irrsinnigen Spaß, aber man muss darauf achten, dass man alles sehr spielerisch gestaltet. Man darf die Kinder nicht überfordern. Man soll sie schon ein bisschen mit dem Leistunsgedanken konfrontieren, aber es soll trotzdem im jungen Alter in erster Linie Spaß machen.
Campisi: Genau. Für die Kinder ist der Spaß das Wichtigste. Wenn der Tanzsport neben der Schule und anderen Aktivitäten Stress bedeutet, werden die Kinder irgendwann damit aufhören. Wir versuchen mit unseren Kinderpaaren den Spaßfaktor im Vordergrund zu halten. Wir haben Kinder, allgemeine Klassen und auch Senionren. Es ist ganz spannend, wenn man einen langsamen Walzer oder Chachacha unterrichtet. Man muss als Trainer immer abschätzten, habe ich ein Kinderpaar oder ein Seniorenpaar vor mir. Das sind komplett zwei verschiedene Welten. Und da muss man schon ein bisschen Erfahrung haben.

(c) campisi

(c) campisi

Kipet: Wo unterrichten sie?
Campisi
: Wir unterrichten im 10. Bezrik, im Tanzsportklub Schwarz-Weiß-Wien.
Burghardt: Mittlerweile arbeiten wir aber auch zum Beispiel in Graz in einem Verein und in Tirol als Trainer. In Graz sind wir 1-2 Mal im Monat. In Tirol unterrichte ich eher geblockt über ein paar Wochen hinweg. Das hat sich Gott sei Dank ganz gut entwickelt.
Campisi: Vergangenes Jahr hatten wir auch eine schöne Unterrichtsmöglichkeit gehabt, indem wir 3 Mal vom chinesischen Tanzsportverband nach China eingeladen wurden.
Burghardt: Das war toll!
Campisi: Innerhalb 12 Monaten sind wir 3 Mal nach China eingeladen worden. Wir waren in mehreren Städten. Jede Reise haben wir sicher in 4-5 verschiedenen Städte unterrichtet. Wir haben China auch ein bisschen gesehen…
Burghardt: Wir haben dort auch Shows getanzt…
Campisi: Es war schön zu sehen wie das Tanzen, die Körpersprache auch verschiedene Kulturen verbinden kann. Das ist das, was uns an unserem Sport und Job fasziniert. Egal in welcher Sprache – unterrichtet man einen Chachacha in Wien, in Italien oder in China, die Körpersprache überwindet diesen Unterschied. Wir wurden in China wie zwei Götter behandelt (grinst).
Burghardt: Vor allem diese Entwicklungen sind interessant. Früher stand das aktive Tanzen im Vordergrund. Als Danilo nach Wien kam haben wir sehr viel ins Training gesteckt. Es habe sich aber durch die teilweise schönen Erfolge neue Dinge aufgetan…

Kipet: Und Ihre Erfolge sind ja schon beachtenswert! (*)
Burghardt
: Ja, wir haben uns beide dafür entschieden. Wir haben beide gesagt, wir machen nur mehr das.
Campisi: Wenn man sich dafür als Beruf entschiedet, wird schon jeden Tag trainiert. Auch wenn man vielleicht heute mal keine Lust hat. Das ist das Schwierige. Wir sind zwei Menschen und von der Persönlichkeit sehr unterschiedlich.
Burghardt (lacht).

Kipet: Kracht es manchmal auch?
Burghardt: Ja, das ist normal (lacht)!
Campisi: Da muss man sich zusammenreißen und das Training so gut wie möglich beenden. Wenn man Tanzen auf höchstem Niveau macht, muss man wirklich konstant dran bleiben. Bestimmte Feinheiten kann der Körper sehr schnell verlernen. Das ist genau das gleiche, wenn sie mit Schwimmer sprechen, der würde auch sagen, dass er jeden Tag ins Wasser gehen muss weil er sonst dieses Gefühl für das Wasser verliert. Und das ist für uns das gleiche. Man hat eine ganz bestimmte Körperhaltung. Je weniger man diese Körperspannung übt, desto schwieriger ist es sie zu halten. Es muss Gewohnheit werden.
Burghardt: Der Tanzsport ist eine technische Sportart und da ist es wichtig, dass man diese Technik auch jeden Tag trainiert. Nur so wird es wirklich ausgereift.
Campisi: …Man muss sich gleichzeitig zur Musik bewegen. Das wichtigste ist die Harmonie. Man spürt  sofort wenn die Harmonie nicht stimmt. Wenn ein Mann viel größer als die Frau ist zum Beispiel, das funktioniert nicht perfekt.

Kipet: Wie viel trianieren sie pro Woche?
Campisi: Es ist so, dass man auf einem bestimmten Niveau nicht nur Tanzsporttraining macht. Da kommt dazu Fitnesstraining, Rumpfkrafttraining, Krafttraining und auch Konditionstraining. Im Schnitt kann man sagen 2-3 Stunden am Tag. Mindestens. Am Wochenende finden meistens die Turniere statt. Oder wir sind als Wertungsrichter tätig. Selten haben wir am Wochenende frei.
Burghardt: Ich würde auch sagen, das hängt wirklich sehr stark von der Phase ab, in der man sich als Sportler befindet. Wenn man gerade in der Aufbauphase ist wird man auch mehr trainieren, vor allem die allgemeinen Komponenten – Kraft und Fitness – umso mehr man zu den Turnieren kommt, umso eher wird das Techniktraining und das Durchtanztraining wichtig. Es geht auf jeden Fall viel Zeit drauf.
Campisi: Manchmal trainiert man mehr Kaft, dann mehr Technik.
Burghardt: Anfangs war das schon spannend. Das hat sich erst finden müssen. Jeder hat seinen Charakter und seine Vorstellungen. Ich glaube mit der Zeit schafft man das auch, wenn man wirklich will. Man muss dran arbeiten.

Kipet: Es ist ja eine schöne Sache, wenn man das Hobby zum Beruf macht.
Burghardt: Genau, das ist es.
Campisi: Für mich war es wie ein Lottosechser.  Ich hätte auch in Sizilien die Möglichkeit gehabt zu tanzen. Ich bin froh, dass ich mich dazu entschlossen habe den Tanzsport als Beruf ausüben zu wollen. Für mich war es das Risiko wert. Für mich gibt es nichts Schöneres als wenn man mit der eigenen Leidenschaft arbeiten kann. Deswegen sage ich nie, ich gehe arbeiten. Ich unterrichte, oder ich gehe tanzen.
Burghardt: Wenn man das so umsetzen kann ist das schon was Tolles, keine Frage.
Campisi: Wir hatten das Glück, dass unsere Eltern uns finanziell unterstützt haben. Die Reisen, Hotels, das ist nicht billig.
Burghardt: …auch das Gewand…
Campisi: …für Damen kostet das gleich dreimal so viel wie für Herren.
Burghardt: Es muss man halt wirklich wollen. Es muss eine Leidenschaft sein, weil man muss auch ganz ehrlich sein, als Turniertänzer selbst, als aktiver Sportler, verdient man beim Tanzen so gut wie nichts. Und das was man vielleicht einnimmt als Preisgeld ist auch gleich wieder draußen fürs nächste Training. Man muss das wirklich lieben, was man da auf sich nimmt.
Campisi: Auch wenn man zu unterrichten anfängt kommt man am Ende des Monats immer auf Null. Man verdient eingentlich nichts solange man das aktiv betreibt. Wo man wirklich verdienen kann ist beim Unterricht und beim Showtanzen.
Burghardt: …wenn man sich halt ausschlißelich darauf konzentriert. Aber wenn man wirklich als aktiver Tänzer tätig ist, hat man dann nicht sehr viel Spielraum.
Campisi: … oder TV-Sendungen wie Dancing Stars

Kipet: Das war ja die perfekte Überleitung. Wie sind sie zu Dancing Stars gekommen?
Burghardt: Man ist tatsächlich vom Österreichischen Tanzsportverband ÖTSV aus an uns herangetreten. Die Kadertrainer haben gemeint, es gäbe ein Casting und die haben einige der besten Profi- und Amateurtänzer ausgewählt, die haben daran teilngenommen.
Campisi: Es waren zirka 15 Tänzer und Tänzerinnen beim Casting. Das war Anfang Dezember. Dann haben wir vor Weihnachten einen Anruf bekommen, das war für mich wie ein Weihnachtsgeschenk. NOCH ein weiteres Weihnachtsgeschenk. (lacht). Zuerst das und dann der Bub. Man hat uns eben gesagt, dass wir beide die neuen Profitänzer bei der nächsten Dancing Stars-Staffel wären. Das hat uns wirklich sehr gefreut, weil es eine tolle TV-Sendung ist…

Kipet: Dancing Stars ist ja der Quotenbringer des ORF schlechthin!
Burghardt: Eigentlich ja. Und das hält sich auch schon sehr lang. Oft ist es ja so, dass die erste Staffel gut ankommt und dann flaut die Begeisterung beim Publikum wieder ab.
Campisi: Es läuft ja weltweit. In Österreich ist der Tanzsport zu einer schönen Unterhaltungsform avanciert.

Kipet: Ich glaub, durch die Sendung hat der Tanzsport noch einmal so einen Aufschung bekommen. Es ist ja so, dass heute viel mehr Menschen tanzen wollen…
Burghardt: Zumindest am Hobbylevel. Die Tanzschulen profitieren bestimmt davon. Der Leistunsgedanke muss einem halt von grundauf liegen. Das ist nicht etwas, was jeder auf sich nehmen möchte und das ist auch in Ordnung so. Prinzipiell glaube ich schon, dass sie Show auch dazu beigetragen hat, dass die Sportart jetzt so erfolgreich ist.  

Kipet: Danilo, Sie haben die Schwester von Moderatorin Mirjam Weichselbraun, die …
Campisi: …die Zwilllingsschwester. Melanie Binder und ich trainieren seit Montag, gleich nach der Pressekonferenz haben wir angefangen. Das zeigt viel von unseren Persönlichkeiten. Melanie ist, glaube ich, auch ein sehr ehrgeiziger Typ. Das Training läuft ganz gut. Ich habe wirklich sehr viel Respekt vor allen Promis. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einfach ist plötzlich sich in einer Livesendung von einer ganz anderen Seite zu zeigen. Und in so kurzer Zeit einen Crashkurs zu machen, gleich tolle Choreografien mit Hebefiguren dazu, auf diesem Niveau. In dieser Staffel sind ganz tolle Persönlichkeiten dabei. Wir konnten uns auch schon mit den Promis ein bisschen anfreunden. Von Hubert Neuper, der Erik Schinegger… Das sind alle liebe Menschen. Sie haben so schöne Geschichten. Ich habe mit dem Neuper ein bisschen getratscht und er hat gleich über seine Kinder erzählt und über seine Karriere. Alles liebe Menschen. Die Atmosphäre ist auch gut. Man kommt ins ORF-Zentrum zum Training und – es ist fast noch ein bisschen früh es zu sagen – aber es ist beinahe so wie in eine Familie zu kommen. Und das ist ganz schön.

Kipet: Und Sie, Julia, haben den Schauspieler Morteza Tavakoli als Promitanzpartner bekommen…
Burghardt (lacht): Ja, sein Name ist ein bisschen schwierig auszusprechen. Ich darf ihn Gott sei Dank Morteza nennen! Uns geht es auch sehr gut im Training. Wir haben nicht gleich am Montag nach der Pressekonferenz damit begonnen. Ich wollte ihn erst kennen lernen. Worum geht’s, was stellen wir uns vor. Ein bisschen verbal austauschen. Wir haben uns einen Nachmittag frei gegeben und ein bisschen alles setzen lassen. Wir haben dann am Dienstag mit dem Training begonnen. Ich hab alles schon ein bisschen auf mich zukommen lassen. Ich habe mir die Musik angehört und meine Ideen dazu entworfen, welche Choreografie kann man dazu machen… Da habe ich mir schon meine Gedanken gemacht, aber letztlich wollte ich wirklich mal ertasten wie er damit umgeht und wie schnell er etwas lernt. Und da war ich schon sehr überrascht, weil wir gleich in der ersten Einheit in die Choreografie, die ich mir ausgedacht habe, hineinschnuppern konnten. Das war auch für mich sehr überraschend, weil das war relativ rasch! Er hat sich da voll drauf eingelassen, es hat gut funktioniert. Wir verstehen uns auch sehr, sehr gut. Da ist gar nicht so diese Distanz – wir konnten uns da gleich austauschen.

Kipet: Haben Ihre Promis Vorerfahrung?
Burghardt: Bei Morteza weiß ich nur, er wollte tatsächlich einmal Tänzer werden. Tänzer ist jetzt auch ein weiter Begriff, weil es ja viele Richtungen gibt. Also es dürfte ihn schon interessieren, er hat aber dieses Projekt wahrscheinlich nie wirklich in Angriff genommen.
Campisi: Melanie hat Tanzschulerfahrung, ja. Ich glaube, sie hat die besten körperlichen Voraussetzungen. Melanie ist sehr schlank, passt auch von der Größe her sehr gut zu mir. Die Proportionen passen gut. Das sind schon die besten Voraussetzungen. Jetzt wird meine Aufgabe sein ihre Stärken und Schwächen in den nächsten Trainings herauszufinden und dementsprechend eine passende Choreografie, eine passende Strategie zu finden. Hoffentlich für viele kommende Wochen (lacht). Wir werden uns bemühen mit unseren Tanzpromis unser Bestes zu zeigen! Melanie und ich sind ein Team und wir möchten das, was wir uns vorgenommen haben – die Choreografie, mit diesen Effekten, die wir drinnen haben möchten – auch bringen. Wie das dann bewertet wird, das überlassen wir der Jury und dem Publikum.

Kipet: Es ist ja auch schon ein Sieg, wenn man das schafft, was man sich vornimmt.
Campisi: Richtig. Für mich als Trainer und Profitänzer und für die Promis in einer Livesendung mit einem Tanzkleid, 1 Minute 40 Chachacha zu tanzen, für mich ist das schon der richtige Sieg. Wenn das dann auch von der Jury im Studio und vom Publikum zu Hause gut bewertet wird, umso besser! Ich glaube auch, dass Dancing Stars für uns auch eine sehr große und neue Herausfordeurng ist. Wir haben auch schon mit Anfängern zu tun gehabt, aber diese Kombination Anfänger trainieren und dann in kurzer Zeit präsentieren und nach außen tragen, das ist auch für uns was Neues.

Kipet: Sie sind ja jetzt Konkurrenten…
Campisi: Ja klar, natürlich (lacht)!
Burghardt (lacht)
Campisi: Irgendwie schon. Es ist natürlich eine Unterhaltungsshow. Natürlich möchte man gewinnen. Aber ganz ehrlich, wer möchte Letzter werden? Keiner will gleich in der 3. Sendung rausfliegen. In den ersten 2 Sendungen wird so und so kein Paar eliminiert werden. Alle werden versuchen ihr Bestes zu geben und es wird bestimmt eine coole Staffel werden, weil die Persönlichkeiten so schön sind. Auch die Tanzprofis haben ihre eigene Persönlichkeit, dadurch werden sich ganz unterschiedliche Choreografien entwickeln, Bewebungsabläufe, Figuren. Die Show wird spannend!  

Kipet: In der 6. Show gibt es auch einen Tanzmarathon, das ist ja nicht ohne!
Burghardt: Das ist neu dazu gekommen, das gab’s bisher nicht. Dabei wird ein Musikstück vorgegeben und der Reihe nach werden  von der Jury die Paare herausgewählt. Und einer bleibt zuletzt über. Sollte es so weit kommen, und das hoffe ich natürlich, dann wäre ich sehr gespannt. (lacht). Auch das sind für uns neue Sachen. Wir kennen unseren Turnierablauf normalweise, aber in dieser Form ist es auch für uns neu.
Campisi: Es ist nicht so, dass man vielleicht glaubt, dass hinter Dancing Stars wenig Arbeit steckt. Jetzt kann ich als Insider sagen, es steckt schon sehr viel Arbeit dahinter! Heute war unser 3. Trainigstag für viele und man spürt schon die Muskeln, die ersten Schmerzen. Der Motivationsschub vom Montag war heute schon ein bisschen weniger zu spüren. Aber es ist ganz normal. Wenn eine Person im Leben was ganz anderes macht und plötzlich 3 Stunden am Tag mit einem erfahrenen Profitänzer trainiert. Deswegen ist für mich der Unterschied zwischen Tanzsport und dem Hobbytanzsport ganz wichtig. Man sagt ja wir sind Tänzer. Wir sind Athleten. Wir sind Tanzsportler. Es ist eine 50:50-Kombination zwischen Sport und Kunst. Genau diese Mischung fanziniert mich am Tanzsport.

Kipet: Ein Tanzdoppel gibt’s auch… ist ja auch nicht so ohne…
Burghardt: Auch das ist, soweit ich weiß, eine neue Idee. Die idee dahinter ist eben zwei Paare zu vereinen, die gemeinsam zu einem Musikstück eine Choreografie entwickeln. Das würde ich auch unheimlich interessant finden und im Team zu arbeiten ist schon was ganz Tolles – schon mal zu zweit, erst recht zu viert.
Campisi: Ich möchte versuchen mindestens so weit zu kommen. Mit diesem Teamgefühl, das sich bildet, kann man auch interessante und andere Choreografien zeigen, die bislang in keiner der Sendungen gezeigt wurden. Zu viert kann man andere Figuren probieren, es werden sehr viele neue Sachen dabei raus kommen.

Kipet: Schauen sich Profis Dancing Stars auch an?
Burghardt: Schon!
Campisi: Wenn man Zeit hat. Ich muss ehrlich zugeben, ich habe vielleicht pro Staffel 1-2 Sendungen gesehen. Freitagabend wird unterrichtet oder trainiert.
Burghardt: Ich habe es schon immer gern gesehen. Auch weil man die Profis kennt – man kennt sich untereinander, weil so riesig ist das Profitänzerfeld in Österreich auch nicht. Und auch da zu sehen wie sie das Handhaben und wie sie im Fernsehen rüber kommen. Ich fand das immer interessant. Und eben auch was man unter diesen Bedingungen alles machen kann. Für mich, das muss ich ganz ehrlich sagen, ich war immer fasziniert, was letztlich in den späteren Folgen und vor allem im Finale gezeigt wurde! Ich finde das war wirklich teilweise schon fast turnierreif. Wäre schön, wenn wir das auch so hinbekommen.

Kipet: Gibt es noch etwas, was sie meinen Lesern gern sagen würden?
Burghardt & Campisi: Ja: voten, voten, voten! (lachen)

Beginn der 9. Staffel Dancing Stars:
Freitag, 7. März 2014, 20:15 Uhr auf ORF 1!

(*) Zu  den Erfolgen der jugen Profitänzer zählen unter anderem:

  • 4-facher Österreichischer Meister in Standard und Latein
  • Finalisten beim Europacup
  • WM-Semifinalisten.

 

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Kategorien:Interview, Medienreportagen, TV-Tipp

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2 replies

  1. Mich fasziniert tanzen schon immer!
    Diese eleganten Bewegungen, die Disziplin, die schöne Musik, die tollen Kleider!
    Schade, dass ich selbst in jüngeren Jahren nie die Gelegenheit hatte, diese Sportart mit einem geeigneten Partner ausüben zu können!
    Und – ich werde voten ….

  2. Ich bin bekennende Autodidakt-Tänzerin – wie’s kommt, so kommt’s. Leider wissen daher meine Tanzpartner nicht immer, was ich vorhabe also übernehme ich zu deren Leidwesen auch stets gern die Führung… 🙂

    Das Gespräch mit den beiden Tänzern Danilo und Julia war sehr fein, sehr informativ und wir hatten viel Spaß dabei. Ich hoffe, ich bekomme nochmals die Chance sie zu interviewen!

    Und: jetzt werde auch ich mir „Dancing Stars“ anschauen, etwas, das ich bislang eher vermieden habe.

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