Anne Frank – eine Onlineausstellung

(c) Google Cultural Institute

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Das Onlineportal „Google Cultural Institute“ stellte das Leben der jüdischen Kaufmannstochter Anne Frank aus Amsterdam ins WorldWideWeb. Das Mädchen starb 1945 im Alter von nur 15 Jahren im Nazi-Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Aus Angst vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten floh die vierköpfige jüdische Kaufmannsfamilie Frank im Jahr 1934 aus Frankfurt nach Amsterdam. Doch am 10. Mai 1940 besetzte die deutsche Wehrmacht die Niederlande. Zwei Jahre später tauchten die Franks unter und lebten gemeinsam mit Familie van Pels und Fritz Pfeiffer in einer 50 Quadratmeter großen Wohnung, verborgen hinter einem Bücherregal im Hinterhaus der Pinsengracht 263.

Ganze zwei Jahre hausten die Franks in ständiger Angst vor Verrat und Entdeckung in dem kleinen Versteck. Während dieser Zeit führte die jüngste Tochter Anne Tagbuch und hinterließ damit der Welt einen intensiven und erschütternden Einblick in das Leben eines jüdischen Teenagers zur Zeit Adolf Hitlers und des Naziterrors in Europa.

1944 wurde das Versteck doch noch entdeckt. Mutter Edith starb in Auschwitz und im März 1945, nur wenige Wochen vor der Befreiung durch die Alliierten, erlagen Anne und ihre Schwester Margot im KZ Bergen-Belsen einer Typhus-Epidemie. Einzig Vater Otto überlebte und widmete sich bis zu seinem Tod der Verbreitung von Annes Tagebuch.

Onlineausstellung über Anne Frank
Über das Onlineportal „Google Cultural Institute“ kann man die Geschichte von Anne Frank auch multimedial nachvollziehen:

Fotos zeigen Angehörige. Man entdeckt Anne, die eine gute Schülerin war, in ihrer Schulklasse in Amsterdam, sieht bedrückende, bekannte Bilder vom aufkommenden Nazi-Terror in Deutschland. Texte berichten über Annes Zeit im KZ und Zeitzeugen kommen in berührenden Videoeinspielungen zu Wort. Als einer der Höhepunkte der Onlineausstellung ist das einzige existierende Filmmaterial zu sehen, auf dem man Anne Frank beobachten kann, wie sie dem bunten Treiben einer Hochzeitsgesellschaft aus dem Fenster zusieht. Dazwischen gibt es immer wieder die Möglichkeit kurz in Annes Tagebuch zu schmökern.

Die Ausstellung wurde von den Mitarbeitern des Anne Frank Hauses in Amsterdam zusammengestellt.

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Kategorien:Medienreportagen, Tipps

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2 replies

  1. Ich habe vor Jahren das Haus in dem sich das Versteck der Familie Frank befindet, besucht. Es ist ein berührender Moment, wenn man die Umstände bedenkt die diese Familie veranlassten hier Unterschlupf zu finden. Wie tapfer waren die Menschen, die dieses Versteck zur Verfügung stellten.
    Sehr berührend sind nicht nur das Tage-Buch, sondern auch die einzelnen Fassungen der Theaterinszenierungen zu diesem Buch.

  2. Vor einigen Jahren habe auch ich das Anne Frank-Haus in der Pinsengracht besucht. Allein die wenigen Quadratmeter, die der Familie und anderen Flüchtlingen zur Verfügung standen, zu betreten war beklemmend. Die steilen Stufen ins Hinterhaus werde ich mein Lebtag nicht vergessen. Die Enge. Dazu die vielen Fotos, die man im Zimmer von Anne und ihrer Schwester Margot noch heute sehen kann… Ein sehr intensiver Ort mit einer starken Geschichte, die wir hoffentlich nie wieder erfahren müssen! Ein Besuch des Anne Frank-Hauses sollte bei jedem Besuch in Amsterdam Pflichtprogramm sein.

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