DVD-Tipp: Willkommen in der Bretagne

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(c) Alamode Film

Grandioses Kino rund um eine wahre Begebenheit – made in Frankreich!

Es geht ums Leben, ums Bowlen, um Babys und um Freundschaft. Und um die typische bretonische Starrköpfigkeit. Schauplatz der quirligen Story „Willkommen in der Bretagne“ (Originaltitel: „Bowling“ | F, 2012) ist die malerische Kleinstadt Carhaix, im Herzen der Bretagne.

Der Plot
Die Freundinnen Mathilde (Mathilde Seigner), Firmine (Firmine Richard) und Louise (Laurence Arné) bereiten sich gerade auf die regionalen Bowlingmeisterschaften vor, als die Pariserin Catherine (Catherine Frot) ins Dorf kommt. Sie soll die Rentabilität des örtlichen Krankenhauses prüfen, in dem Mathilde als Hebamme und Firmine als Kinderschwester arbeiten. Die drei Bowling-Ladies nehmen Catherine in ihre Mannschaft auf und schon bald stehen die vier Damen in den Finalrunden der Regionalliga. Die noch so junge Freundschaft droht zu zerbrechen als die Krankenhausleitung, aufgrund von Catherines Ergebnissen, die Geburtenstation schließen will. Mathilde, Firmine und Louise gehen auf die Barrikaden und mobilisieren die gesamte Dorfgemeinschaft…

Mathilde Seigner und eine unwiderstehliche, warmherzige Firmine Richard entführen die Zuschauer auf einen Kurzbesuch in ein bretonisches Dorf mit all seinen stolzen, mürrischen, scharfzüngigen und irgendwie doch liebenswerten Bewohnern. Ebenfalls grandios: Catherine Frot, die in der Rolle der Catherine von einer unscheinbaren, vieles (er)duldenden Frau eines sie als selbstverständlich nehmenden Ehegesponses zu einer Kämpferin mit Herz mutiert.

Wenn eine lebenslustige Geschichte um vier Frauen, gespickt mit bretonischem Wortwitz, angesiedelt in einer traumhaften Landschaft die Klischees eines typischen Frauenkinos bedient, so mag dem so sein.
Ist „Willkommen in der Bretagne“ hochgeistig anspruchsvoll? Nein, nicht unbedingt.
Eine Sozialdramödie? Trotz und Dank des herzhaften Wortwitzes, ein eindeutiges Ja!
Ein Film mit Herz: Unbedingt!
Kurzurteil: Unterhaltung pur, vom Allerfeinsten!

Film basiert auf wahrer Geschichte
Eine TV-Reportage mit dem Titel „Franzosen im Widerstand“, die einen Bericht aus Carhaix enthielt, wo sich im Jahr 2004 vier Monate lang sämtliche Einwohner gegen die Schließung der örtlichen Entbindungsstation wehrten, inspirierte Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar zu ihrer Komödie. Mention-Schaar, deren Wurzeln in der Bretagne liegen, drehte an den Originalschauplätzen – auf der Entbindungsstation von Carhaix und im örtlichen Bowlingcenter.

„Vor allem ging es mir darum, eine schöne und wahre Geschichte zu erzählen und dem Publikum einen vergnüglichen Kinoabend zu bescheren“, so die Regisseurin in einem Interview. (Zum kompletten Interview bitte hier klicken.) „Ich würde mir wünschen, dass man nach der Vorführung gut gelaunt und mit einem Lächeln im Gesicht den Kinosaal verlässt. Man redet ja immer so gerne über all das, was im Argen liegt, dabei gibt es auch Menschen, die (…) Bewundernswertes vollbringen. (…) Geschichten wie die ihre (Anm.: die der Bewohner von Carhaix) müssen (…) auch erzählt werden!“

„Willkommen in der Bretagne“-Trailer:

Film-Facts:
Titel: Willkommen in der Bretagne (Originaltitel: „Bowling“ | Frankreich, 2012)
Regie: Marie-Castille Mention-Schaar
Darsteller: Catherine Frot, Mathilde Seigner, Firmine Richard, Laurence Arné, François Bureloup, Mathias Mlekuz, Geneviève Mnich, Frédéric Noaille, Julien Crampon, Eric Naggar
Länge: 1 Stunde 30 Minuten
DVD über Amazon oder Bol.de.

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Kategorien:Film, Film-Tipp, Medienreportagen, Tipps

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2 replies

  1. Diesen Film habe ich gesehen – ich kann ihn nur wärmstens empfehlen!
    Viel Herz, viel Spaß, viel Engagement – ich BIN mit einem Lächeln aus dem Kino gegangen!

  2. „Willkommen in der Bretagne“ ist ein schöner, gelungener Film. Leider werden Filme wie dieser ganz gern als „Frauenfilme“ regelrecht verunglimpft. Bei mir waren auch ein paar Herren im Kino, die herzlichst gelacht haben und sich scheinbar auch in Frauenfilmen glänzend amüsieren können.

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