„Gips“ und die Welt – die Welt und „Gips“

Bei meiner letzten Venedigreise wollte mich eine himmlische Rachegöttin strafen – böse, weil niemals vergessen werdend, strafen. Ich laufe seitdem mit einem Gips – gestatten, „Gips“ – durch die Welt. Fesch ist er, mein Gips. Und weil er das ist, zeige ich ihm in der uns noch verbleibenden Zeit „die Welt“. Eine spezielle Reise durch die Gastronomiewelt Wiens und Umgebung in Bildern…

978064_536759846369907_233073821_oDarf ich vorstellen: „Gips“ – made in Venice. Weiß, puristisch und leider schon nach wenigen anstrengenden Minuten mich qualvoll über eine Treppe schleppend auch schon wieder gebrochen.

954631_538215079557717_1702036173_nNach einer unpackbaren Odyssee kamen der ehemalige „Venice-Gips“ und ich in Wien an. Tags darauf besuchten wir das Lorenz-Böhler-Krankenhaus im 20. Bezirk. Nette Ärzte, immer zu einem feinen Scherzerl aufgelegt, kann ich nur empfehlen wenn die Laune im Keller ist und sich die italienischen Schmerzmittel dem Ende zuneigen. Besagte Doktorenmannschaft verpasste mir diesen schnieken „Gips en bleu“.

8488_544737195572172_1049453722_nDa ich nicht gerade zur schmerzfreien Gattung Mensch gehöre und furchtbar divasiös leiden kann, wagten „Gips“ und ich uns erst erst zwei – OK – drei Wochen später mit den Krücken in die weite Welt hinaus. Hier waren wir „on tour“. Durch Wien. Auf der Suche nach einem schattigen Platzerl, wo wir uns einen feinen Aperol-Spritzer, unser Lieblingsgetränk seit Venedig, gegönnt haben.

935206_545065712205987_284281271_nHochwasser schauen waren wir da zwar nicht, aber Toni’s Inselgrill auf der Donauinsel musste ich „Gips“ unbedingt vorstellen. Nicht, weil’s dort so super schmeckt. Oder das Bier so richtig gut kalt ist. Nein, weil’s dort keine Stiegen gibt und wir problemlos die Location be-„gipsen“ konnten!

8441_547025198676705_1402119468_nAls alte Möchtegern-Griechin musste das natürlich auch sein. Eine Kanne vom Feinsten – Restina apo to vareli! Ein Muss und ein Genuss! Danke an den klosterneuburgischen Meeresgott Poseidon! 🙂

1005701_547295638649661_1285709837_nMittelalterliche Freuden sollte „Gips“ selbstredend auch kennen lernen. Deswegen stellte ich meinem blauen Freund die Ritterburg meiner Kindheit vor. Dort haben mein Bruder und ich die spannendsten Abenteuer um Ritter, Pferde, Burgfäuleins und Geister erlebt.

1012325_549648835081008_1879442847_nAls guter „Wiener“ musste „Gips“ natürlich auch einen klassischen Wiener Gasthof kennen lernen. In Nussdorf hat’s uns daher zum Renner verschlagen – ein Genuss bei der Hitze unter schattigen, alten Bäumen ein kühles Blondes zu leeren. Eine Leberknödelsuppe gab’s auch, wobei die Menge zwei Leute problemlos satt machen konnte!

Mal sehen, vielleicht folgt noch das eine und andere Abenteur von „Gips“ und mir – immerhin sind es noch sechs Tage bis wir uns trennen müssen. I’ll keep you posted! 🙂

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Kategorien:Fotostrecken, Reisen, Schräges

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12 replies

  1. Schnell kann so etwas passieren. Leider.
    Aber bald ist auch das schon wieder Vergangenheit!

    • Ja, einfach dumm gelaufen dort in Venedig. Aber ich bin wirklich froh, dass diese Zeit mit „Gips“ fast vorbei ist. In dieser Hitze ständig damit herum laufen zu müssen ist nicht witzig…

  2. sehr lustig, Deine Abenteuer mit Gips! Aber nicht mehr lange, dann gehts ans Abschiednehmen! Doch hoffe ich sehr, dass dich die Neue Erfahrung (ohne Gips) nicht zu sehr traurig macht…..ha,ha!
    Alles Liebe, Eva

    • Nein, liebe Eva, ich denke ich werde ein kleines Freudenfest veranstalten wenn „Gips“ und ich geschiedene Leut sind! Ein bissl was mit … Aperol und so! Kommst auch?! 😉

  3. herrlich, dass Du auch über „alltägliche“ Dinge einen Bericht schreibst!!

    Ach
    das mit dem Fuß brechen (bei Die wieder) kenn ich auch,
    ich hab das 1993 geschafft. Damals noch in Halle Neustadt.
    Ich bin die Treppe zur schriftlichen Fahrerprüfung hoch, brech mir auf der Treppe den Fuß, mach meiner Prüfung, ruf meinen Mann an, Du – wir müssen zum Krankenhaus – ich hab mir den Fuß gebrochen 🙂

    Gute Besserung!

    • Gipsbeine kommen immer im ungünstigsten Moment – *lach*. Aber wann ist so was schon „günstig“?! 🙂

      Danke Dir jedenfalls, liebe Ini! In NUR 2 Tagen ist mein Gips Geschichte, da kommt er runter, in aller Herrgotsfrüh! Brrr. Ich hasse frühes Aufstehen. Und dann kommt wahrscheinlich die nächste schwere Phase: das ungeübte Bein wieder seinem Nutzen zuzuführen… 🙂

  4. … aber heut‘ kommt er ab!

  5. … und jetzt ist er ab !!!!!!!!!!!!

  6. ja, der gips ist ab. das runterschneiden war eine eigene erfahrung: durch den einsatz der gipssäge hat der gips vibriert und mächtig gekitzelt… danach war das gefühl ohne schutz durch die welt zu gehen recht gewöhnungsbedürftig. die krücken waren wieder gefragt, die ich in der letzten woche mit gips nicht mehr benutzt habe, doch einen halben tag später konnte ich die gehhilfen wieder ins eck stellen. jetzt muss ich nur noch diese lästigen thrombose-spritzen los werden – noch 5 tage, dann ist auch dieses drama geschichte! 🙂

  7. …und: ich habe gestern schon auf einer silberhochzeit getanzt! fein war’s!

  8. am ende einer Durststrecke kommt immer wieder das Licht!

  9. leider ist mein bein seit besagter silberhochzeit ziemlich stark geschwollen. die schwellung geht nur sehr langsam zurück und kaum habe ich meinen ex-gipsfuß nicht in der waagrechten, schon schwillt er wieder an. die heilung des beins scheint eine längere geschichte zu werden… 😦

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