Kitsch und Bitter: The Sound of Music

Salzburg und der Mythos um ein Filmmusical über die Salzburger Familie von Trapp.

Was dem Wiener das Kaiserpaar Franz und Sisi, ist dem Salzburger offenbar „The Sound of Music“.

Regisseur Robert Wise verfilmte im Jahr 1965 das Leben der vor allem im englischsprachigen Raum bekannten singenden Salzburger Großfamilie von Trapp, die  1938 nach einem Auftritt in Italien vor den Nazis in die USA floh. In den Hauptrollen Julie Andrews als Maria Kutschera und Christopher Plummer als Georg von Trapp. Der kitschig-bittere Film wurde ein Welterfolg sondergleichen und die „von Trapps à la Hollywood“ sind in Salzburg allgegenwärtig!

Hollywood-PR in Salzburg
Der große Clou der Geschichte: eben dieses US-Erfolgsmachwerk ist als Film in Österreich weitgehend unbekannt! Das Musical, ja, das „kennt“ man, mehr schlecht als recht. Aber kaum ein Alpenländer hat besagten Hollywood-Klassiker je gesehen.

Dieses „Nichtkennen“ wird dem Unbedarften jedoch bei einem Besuch Salzburgs gnadenlos ausgetrieben. Die „Sound of Music-PR-Maschinerie“ funktioniert bestens: ob auf Bussen, Plakaten oder Haltstellen, auf feschen bunten Kunst-Kühen oder selbst als niedliche Badeentchen kann man die „Hollywood-von Trapps“ entdecken. Es gibt Sound-of-Music-Wanderwege durch die Salzburger Bergewelt und etliche Stadttouren zu den realen und filmischen Sound-of-Music-Hotspots – man entkommt der singenden Salzburger Großfamilie weder visuell noch physisch!

Wer nicht dem Sound-of-Music-Fanwahn verfallen ist, findet diese PR-Maschinerie wenigstens amüsant, im besten Fall einfach schräg! Für Fotomotive en masse ist jedenfalls gesorgt. Und ein nettes Wandern durch die Salzbruger Bergwelt ist allemal ein Highlight, dass sich der Tourist nicht entgehen lassen sollte…

Informationen zu ihrem „Sound of Music“-Erlebnis in Salzburg:
• Film – bitte hier klicken.

• „Sound of Music-Tour“ – bitte hier oder hier klicken.
• Hotel „Villa Trapp“ – bitte hier klicken.
• Broadway-Musical – bitte hier klicken.
• Titelsong zum Film – bitte hier klicken.
• Infos zu Georg von Trapp – bitte hier klicken.
(Natürlich gibt es noch ein viel breiteres Angebot rund um die Familie von Trapp – die Anführung aller Angebote in Salzbugr würde den Rahmen dieses Blogs sprengen. Einfach googlen bis das persönliche „von Trapp-Highlight made in Salzburg“ ihren Geschmack trifft!)

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Kategorien:Film, Music, Reisen, Theater, Tipps

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  1. Nun ja, liebe Kipet, man merkt, dass du doch nicht den älteren Menschen angehörst.
    Ich selbst bin aus dem Jahr 1947 und kenne all die Filme, das Buch etc. sehr wohl und hab diese gesehen bzw. gelesen.
    Eigentlich habe ich zu der Zeit sehr wohl – ohne noch von Hollywood-Erfolgen zu wissen – eine gewisse Portion Patriotismus verspürt.

    • ja, ich weiß ’s ja eh… man soll die schönheiten seines landes nicht schmälern. nur der film ist wirklich grausig kitschig. und irgendwie beutelt’s einem, wenn man da durch salzburg geht und überall winkt einem julie andrews zu.

      dem tourismus tut’s gut. nur dem (einheimischen jungspund-)touristen weniger…

  2. Wenn schon Film, dann doch eher Liebeneiner’s Film von 1956 😉

    Egal, was man sagt, die Quietscheenten sind cool 🙂

  3. Wie kann man durch eine Stadt hetzen, wenn es nicht die eigene ist? 😉

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