Liebesschlösser

Schlüssige Symbole der ewigen Liebe

Fast könnte man meinen man müsse den Salzburger Makartsteg, der über die Salzach führt, fest ketten. Doch was hier tatsächlich „fest gekettet“ wird ist Romantik pur, denn mit dem Anbringen jener Schlösser symbolisieren Jungverliebte ihre ewige Zweisamkeit!

Herkunft der Liebesschlösser
Woher die Idee vom Liebesschloss stammt ist unklar. Vermutlich geht diese romantische Geste jedoch auf den Brauch zurück bei dem Absolventen der Sanitätsakademie San Giorgio in Florenz am Ende ihrer Ausbildungszeit die Vorhängeschlösser ihrer Spinde an der Milvischen Brücke in Rom befestigten. Diese Geste wurde von den römischen Romantikern übernommen – der Siegeszug der Liebesschlösser rund um den Globus nahm seinen Lauf.

Heute schreiben verliebte Paare ihre Namen, eventuell auch ein Datum auf die Schlösser, befestigen diese auf den Brücken, Laternen etc. und schmeißen den dazugehörigen Schlüssel in den Fluss in der Hoffnung ihre Liebe werde so niemals enden.

Achtung: empfindliche Strafen!
Doch die romantische Geste wird nicht überall gustiert. So verbot der römische Bürgermeister Walter Veltroni 2007 den Brauch, nachdem eine Laterne unter der Last der Schlösser in die Horizontale geknickt war. Teilweise können Romantikfans, die in Venedig  beim Anbringen der Schlösser gefasst werden mit bis zu 3.000 EURO Strafe rechnen!

Und im Mai 2011 veranlasste Baustadträtin Claudia Schmidt den Makartsteg teilweise von seinen Liebesschlössern zu befreien, eine Maßnahme, die die Politikerin alsbald schon wieder bereute und das Anbringen der schlüssigen Liebesbeweise ist heute in Salzburg wieder bis zu einem gewissen Grad erlaubt.

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Kategorien:Reisen, Tipps

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19 replies

  1. Verliebte und die, die es bleiben wollen, finden diese Idee Spitze! 🙂
    Schade, dass es in Wien noch keinen solchen Platz gibt….

  2. ein lieber, netter brauch, der da entsteht.
    hoffen darf man ja immer.

  3. Das gibt es ja schon in vielen Städten. Also ran ihr Wiener 😀

  4. @goofy: ja, das könnt man tun. da telefonieren wir uns zusammen und ich mach ein anonymos-pic von eurem liebesschloss. ich würde ja eine brücke am franz-josefs-kai vorschlagen. dann können wir schön in die city zum feiern gehen! 🙂

  5. @wortman: hmmm… ob man fürs anstiften einer (möglichen?) straftat auch schon verdonnert werden kann? grenzen überschreitendes europastrafrecht? *gg*

  6. deswegen, lieber wortman, hamma ja die smileys dazu gepostet, weil das ist alles natürlich nur ein schmäh und wird sicherlich nicht passieren, wir wollen duch unser schönes wien ned … verschandeln … :-/

  7. ja über unsere hohen alpen tun sich „abrgründige derbereien“ wie „liebesschlösser“ ein bisserl schwer. das dauert. immer … ein bisserl länger … *gg*

  8. ein schelm der so denkt! *fingervordeinernasewackel* 🙂

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