Protest – Eleganz – Maskara

Der gebürtige Mühlviertler Musiker Willi Landl im Interview mit „rosarot“

Anlässlich der Sommerfestivalsreihe „Wir sind Wien“ gaben Willi Landl und Band, die mit ihre unkonventionellen, frechen und spritzigen Songs schon eine beachtliche Fangemeinde um sich scharen konnten, auf der Festivalsbühne am Naschmarkt ein grandioses Konzert. Willi Landl, der auch der „David Lynch des Jazz“ gehandelt wird gab „rosarot“ ein kurzes Interview:

Kipet: Wie lange gibt es die Band in dieser Formation?
Willi Landl: In der Besetzung mit Michael Hornek (piano), Stefan Thaler (bass) und Clemens Adlassnigg (drum) seit zirka zweieinhalb Jahren.

Kipet:  Sie kommen aus dem Mühlviertel – leben Sie jetzt in Wien? Wenn ja, was hat Sie hier her verschlagen und in welchem Bezirk leben Sie heute?
Landl:
Ja, ich komme aus dem Mühlviertel, habe in Linz Musik studiert, anschließend 5 Jahre in Hamburg verbracht. 2003 war es Zeit für Neues und so hat es mich nach Wien verschlagen und lebe seither im 6. Bezirk.

Kipet: Was mir aufgefallen ist: Sie singen deutsches Deutsch, wieso nicht Mühlviertlerisch?
Landl:
Dialektgesang ist mir zu besetzt und klingt außerdem nicht gut bei mir. Hamburg hat doch Spuren hinterlassen.

Kipet: War Jazz bei Ihnen zu Hause schon immer Thema, oder ist Ihre Liebe zur Musik erst später gekommen?
Landl:
Die Liebe zur Musik war immer schon da. Jazz habe ich mit „a kind of blue“ von Miles Davis für mich entdeckt. Da war ich zirka 20 Jahre alt. Aber meine Einflüsse sind mannigfaltig.

Kipet: Ihre Texte sind sehr direkt, unkonventionell. Wie hat Ihre Verwandtschaft auf den Song „Onkel und Tanten“ reagiert?
Landl:
Wenn ich schon mit Texten arbeite, dann sollen die doch hierzulande auch verstanden werden! Ich brauche sehr viel Zeit, bis ich mit meinen eigenen Texten einigermaßen zufrieden bin. Am liebsten sind mir Texte, wenn sie keine Message haben.
Meine Verwandten haben durch die Bank glaube ich gelacht bei dem Song, was völlig für sie spricht.

Kipet: Sind Ihre Texte teilweise autobiografisch oder reine Fiktion?
Landl: Selten sind meine Texte auch autobiografisch wie zB. das Lied über die Stahlarbeiter.

Kipet: Bei Ihrem Auftritt am Naschmarkt sind die Leute total mitgegangen. Wie hat Ihnen diese Location gefallen?
Landl:
Kurz bin ich erschrocken, weil eine Bühne zwischen rechter und linker Wienzeile schon viel Autolärm ausgesetzt ist. Auf der Bühne hab ich aber nichts mehr davon gemerkt, insofern wars schon ganz cool und das Publikum super.

Kipet: Wo treten Sie als nächstes auf?
Landl:
In Wien fix erst wieder am 1. Oktober im MQ. Aktuelle Termine stehen immer auf der homepage www.willilandl.at

Kipet: Ich danke jedenfalls für den super Gig gestern!
Landl:
Danke!

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Kategorien:Interview, Music

  1. bemerkenswert!

  2. landls musik hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen. ich kannte ihn vor diesem auftritt am naschmarkt noch nicht, bin aber jetzt erklärter fan!

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