Verlassene Spuren

Neue Ausstellung in der Startgalerie im MUSA: Katharina Stiglitz „Zum Vergessen“

„Katharina Stiglitz‘ Arbeiten sind nie auf den ersten Blick lesbar“, eröffnete gestern die Kunsthistorikerin Franziska Leeb die Ausstellung „Zum Vergessen“ in der Startgalerie des MUSA (1., Felderstraße 6-8). „Wer sich jedoch darauf einlässt, dem eröffnet sich ein sehr breiter Interpretations- und Assoziationsspielraum. Ihre Bilder verstrahlen eine enorme Poesie!“

Stiglitz zeigt Spuren an der Wand, Staubschatten einstmals vorhandener Bilder, von denen lediglich Haken zurück geblieben sind und auf die unterschiedlichen Gewichte der Werke hinweisen. „Es sind Hinweise auf eine fiktive Ausstellung“, so Leeb weiter. „Es sind verlassene Spuren – ein Phänomen der Staubschatten, das zu Spekulationen einlädt.“

Katharina Stiglitz‘ Ausstellung „Zum Vergessen“ ist noch bis zum 9. Juni im MUSA (www.musa.at) zu sehen.

Fazit: Schräg. Fast noch schräger als der berühmte „rote Punkt auf weißer Leinwand“. Tatsächlich ist der Schauraum leer – man sieht die Schmutzränder, wie sie übrig bleiben, wenn Bilder abgehängt wurden. Und die Nägel, auf denen die imaginären Bilder gehangen haben. 

Katharina Stiglitz brachte ihre Werke an die Wände des MUSA, indem sie zuerst die „Bildfläche“ weiß ausmalte, danach die Bildränder abklebte und mit einem Hochdruckstrahler die „Schmutzränder“ sprayte. Nägel rein und fertig!

Sicherlich eine Geschmacksfrage.

Informationen zur Künstlerin: www.katharinastiglitz.com

Bilder von der Vernissage: 

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Kategorien:Fotostrecken, Galerien, Reisen, Tipps, Wien

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