Wöckherl-Orgel spielt wieder

Nach jahrzehntelangem Schweigen wurde Wiens älteste Orgel, die Wöckherl-Orgel in der Franziskanerkirche, binnen fünf Jahren restauriert und erklingt heute wieder in ihrem alten Glanz.

Mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648), errichtete der Orgelbauer Johannes Wöckherl (um 1594 bis 1660) im Chor der Franziskanerkirche die heute älteste Orgel Wiens, die Wöckherl-Orgel.

Das Projekt wurde damals von Maximilan Pichler, Direktor der Kaiserlichen Post, und von Johann Wünsauer, Kapellmeister des Stephansdomes, errichtet. Ab dem Jahr 1642 erklang das Instrument als Zeichen der Hoffnung in einer sehr kriegerischen Zeit.

Die Jahrhunderte zogen ins Land und die Wöckherl-Orgel verstummte aufgrund nicht aufzubringender Gelder für die Restaurierungsarbeiten.

Startschuss zur Restaurierung der Wöckherl-Orgel
Vor fünf Jahren jedoch entschlossen sich die Franziskanermönche dazu das sakrale Instrument einem Rundum-Face-Lift unterziehen zu lassen: Die ehemaligen Renaissance-Fresken im Chor und die Sanierung der Leinwand des Altares standen neben der Generalsanierung der Orgel am Programm.

Ingesamt 1,3 Millionen Euro kosteten die Arbeiten. Zu einem Großteil wurde dies aus Eigenmittel der Franziskaner, Gelder der Erzdiözese Wien und Spenden ermöglicht. Die Stadt Wien und das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur steuerten die öffentlichen Gelder bei.

Jetzt wird die Wöckherl-Orgel regelmäßig in Gottesdiensten und Konzerten wieder zu hören sein.

Adresse – wo finde ich die Wöckherl-Orgel:
Franziskanerkirche
Franziskanerplatz 4
A-1010 Wien

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Kategorien:Geschichte, Kunst, Reisen, Wien

3 replies

  1. toll, dass wir in Wien so ein Rarität vorzeigen können!
    Denke, dass sich eine Besichtigung absolut lohnt!

  2. Das ist bestimmt ein Hinhörer, wenn sie das erste Mal wieder „öffentlich“ spielt.

  3. Die Weihmesse war auch sehr schön – mit viel Klimbim und so. Alle Beteiligten (Mönche, Priester, Restauratoren und Honoren) waren bei der Weihmesse mit Feuereifer bei der Sache, dass man fast angesteckt wurde von der Stimmung.

    Kenn mich da ja nicht so aus wie sich ein interessierter Mensch (wenn man schon nicht gläubig ist) sollte…

    Und die Orgel klingt wunderbar. Hat einen ganz eigenen Ton – weicher, wärmer und nicht immer so schrill wie manche ihrer „Schwestern“. Natürlich kann sie’s auch gut in den hohen Tönen.

    Übrigens geht die Wöckherl-Orgel auch konzertant in Einsatz. Wer sich dafür interessiert, eine CD gibt’s zu bestellen und kaufen unter: http://www.franziskaner.at/orgel

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