21 Jahre Wiener Silvesterpfad

Von Silvesterläufen, Ballbesuchern, knallenden Korken und Partyleichen

Zum Jahreswechsel 2010/2011 mutiert die Wiener Innenstadt wieder zu einer einzigen Partyzone. Unzählige Gäste aus dem In- und Ausland werden bis 2 Uhr Früh das Neue Jahr bei einem gigantischen Open-Air-Spektakel gebührend willkommen heißen.

Zirka 200.000 bis 300.000 Menschen werden auch heuer in der Nacht zur Jahreswende am Wiener Silvesterpfad erwartet, der die großen Plätze des 1. Bezirks verbindet: Rathausplatz, Freyung, Am Hof, Stephansplatz, Hoher Markt, Neuer Markt und Kärntnerstraße.

100 Gastronomen versüßen mit Punsch, Tee, Wein, Sekt und kleinen Schmankerln die Wartezeit bis Mitternacht. Kleinere und größere Showbühnen bieten ein kunterbuntes Unterhaltungsprogramm:

Angefangen vom Okidoki Kindersilvesterpfad zwischen 14 und 18 Uhr am Rathausplatz über Walzerkurse mit Wiener Tanzschulen auf der Bühne auf der Freyung bis hin zu dne Live-Gigs auf der Ö3-Bühne am Hof und der immer wieder hippen Arabella-Karakoke-Show am Neuen Markt gibt’s partymäßig an diesem Abend wohl nichts zu Meckern. Und am Graben und auf der Kärnterstraße werden Freunde des gehobenen Walzertanzes ihre Freude haben, denn dort können sie zwar nicht auf Parkett, wohl aber auf stinknormalem Asphalt ihr Tanzbein im Dreivierteltakt schwingen.

Tradition: Der Silvesterlauf
Wirklich sportlich wird’s schon um 11 Uhr Vormittag. Da startet nämlich bei den Ringstraßengalerien der schon zur lieben Tradition gewordene Silvesterlauf. 5,4 Kilometer Distanz gilt es dabei zu überwinden. Die Teilnahmegebühren belaufen sich zwischen 12 und 22 Euro – abhängig vom Anmeldedatum. (Infos: www.lcc-wien.at)

Böllerverbot am Stephansplatz
Um Mitternacht läutet die Pummerin des Steffels das Neue Jahr ein. Aber Achtung! Das Pyrotechnikgesetzt bestraft Böllereien, bei denen Personen und Sachschäden entstehen mit Geldstrafen bis zu 2.180 Euro, beziehungsweise einem Aufenthalt hinter Schwedischen Gardinen bis zu sechs Wochen!

Ebenfalls am Stephansplatz findet heuer zum ersten Mal „Ein Feuerwerk an Melodien“ statt. Wiener Tradition gepaart mit einem Feuerwerk von internationalen, prominenten Künstlern, gespickt mit den bekanntesten Musical-Hits aller Zeiten! – Und das vor der Kulisse des Wiener Steffels! Organisiert wird der Event von der „singenden Botschafterin Österreichs“, der Operettendiva Birgit Sarata.

Tanzveranstaltungen
Selbstredend wird in Wien auch in noblem Ambiente gefeiert. Mit Walzer, Sekt und ohne ohrenbetäubendem Böllerlärm feiert man gediegen z.B. in der Wiener Hofburg (1., Heldenplatz) den Kaiserball.

Die Preise dieses exquisiten Silvestergetümmels können sich neben dem Prunk der Location absolut sehen lassen: eine Ballkarte ohne Tisch kostet 140 Euro, Stundenten zahlen nur 60 Euro. Mit Tisch wird das Ballvergnügen schon teurer: zwischen 190 und 320 Euro muss man hierfür berappen. Sollte ein Gala-Festgelage hinzu kommen, muss man mit 430 bis 570 Euro rechnen.

Für alle die weniger gediegen das Tanzbein schwingen wollen haben sich die meisten Wiener Discotheken spezielle Programme und Shows einfallen lassen.

Wie auch immer man das Neue Jahr begeht, an Möglichkeiten sollte es in Wien für keinen Geschmack fehlen!

Advertisements


Kategorien:Events, Reisen, Tipps

4 replies

  1. wenn da nicht immer sooooooooooooo viele Menschen wären …
    und meist zu viel ins Gläschen geschaut, rücksichtslos, kein Stück Besinnlichkeit – aus meiner Sicht jedenfalls.

  2. na ja, am silvesterpfad brauch ich auch keine besinnlichkeit mehr, da soll ja gefeiert werden, lieber sonnenschein! und sooo schlimm ist das mit der böllerei auch nicht. man sollte halt den stephansplatz meiden. ich weiß nicht, ob die behörden dort die böllernarrischen wirklich in den griff kriegen werden. der platz am hof ist auch immer schlimm überlaufen. aber sonst geht’s. (bin jetzt auch kein fan von menschenansammlungen.)

    LG kipet

  3. der pfad is pretty nice um einfach in stimmung zu kommen. um 12 tät ich aber auch nicht dort sein wollen… da wirds nur laut *buffbammbumm* und schwefel-stinkig (wenn mans so bezeichnen kann). ansonsten ist die mukke voll fein, die preise in einem ordentlichen rahmen, die leutz ok und und und 🙂 have a look

  4. Hallo ThiaSophia – und willkommen auf meinem Blog!

    So wie Du Dich auskennst, machst Du unseren Punschpfad im 1. auch ab und zu. 🙂 Mir wird’s, ehrlich gesagt, gegen Mitternacht dann auch zu laut und zu hektisch. Wo’s aber immer wieder nett war, war um Mitternacht vor dem Volkstheater/Rathaus. Der Ring ist gesperrt, und alles tummelt sich auf der Straße. Man sieht von dort aus auch prima das Feuerwerk. Also – wirklich ein netter Tipp. (Lokale sind auch drumherum en masse, sollte es zu kalt werden… 😉 )

    LG Kipet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: