Archäologisches Update

Wieder sind ein paar Wochen ins Land gezogen und haben so einiges an Entdeckungen in der Welt der Archäologie gebracht – hier ein kurzes Update:

  • Grabungsstopp für deutsche Archäologen in Hatussa?
  • Trassen-Archäologie in Poysdorf
  • Neues Grab in Pergamon entdeckt

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Grabungsstopp für deutsche Archäologen in Hatussa?

Löwentor in Hatussa. (c) Wikimedia

Dem deutschen Archäologenteam im zentralanatolischen Hatussa droht der Grabungsstopp, sollte Berlin eine aus früheren Grabungen stammende Sphinx aus der antiken Hethiter-Hauptstadt nicht an die Türkei retournieren.

Dieser Streit ist kein neuer: Im 1. Weltkrieg verschifften deutsche Archäologen zwei Sphingen aus Hatussa zu Restaurierungszwecken nach Berlin. Eine der steinernen Wächter wurde der Türkei zurückgegeben, der zweite ist heute noch in der deutschen Hauptstadt zu Hause. Seit dreieinhalb Jahren versuchen die türkischen Behörden die zweite Sphinx aus Deutschland zurück zu bekommen.

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Trassen-Archäologie in Poysdorf

Langhäuser-Reste, Funde in Vorrats- und Abfallgruben, Keramiken, Fibeln, Bronzeringe und Werkzeuge legen Zeugnis von der bronze- und eisenzeitlichen Besiedlung des Gebiets südlich von Wien ab.

Die bei Bauarbeiten an der A5 entdeckten Schätze kann man in der Ausstellung „Trassen-Archäologie“ bis 20. Juni 2010 im Weinstadt-Museum Poysdorf besichtigen.

Adresse: Weinstadt-Museum
Brünner Straße 9, A-2170 Poysdorf
Öffnungszeiten:
SA, SO und Feiertag zwischen 9:00-12:00 und 13:00-18:00 Uhr
MI von 13:00-18:00 Uhr

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Neues Grab in Pergamon entdeckt

Trajan-Tempel/Pergamon. (c) Wikimedia

Bei Grabungsarbeiten in Pergamon an der Westküste der Türkei wurde unter einem Grabhügel eine hellenistische Grabkammer aus dem 3. bis 2. Jahrhundert vor Christus, aus der Zeit der Attaliden entdeckt.

Grabräuber hatten die Anlage schon vor Ewigkeiten zerstört. Zur großen Überraschung verbarg der meterhohe Grabungsschutt den Sarkopharg in seiner originalen Position. Der Deckel war zwar aufgebrochen, doch fand man das Skelett eines zirka 40-jährigen Mannes und ein Tongefäß (wahrscheinlich) aus dem 3. Jahrhundert vor Christus als Grabbeigabe.

Qualität und Lage des Grabhügels – das Grab wurde auf einem Hügel nordöstlich des Stadtberges von Pergamon errichtet – lassen vermuten, dass es sich bei dem Toten um eine bedeutende Persönlichkeit handeln könnte. Grabungsleiter Prof. Felix Pirson vermutet, dass der Verstorbene zum engsten Kreis der Königsfamilie gehört haben könnte.

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Kategorien:Archäologie, Geschichte, Museen, Reisen, Tipps

  1. es ist immer wieder schön für mich, deine info-splitter über archäologie zu lesen. danke!

  2. gern geschehen, lieber sonnenschein. das thema interessiert mich halt auch sehr und deswegen gibt’s immer wieder „achäologische splitter“ auf rosarot!

    LG kipet

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