Keramikkunst der etwas anderen Art

Ein kleines Geschäft in der Burggasse präsentiert und verkauft Keramikkunst, die ins Auge sticht!

Foto & (c): Daniela Beranek

Letztes Wochenende, beim langsamen Schmöker-Schlendern durch den Siebten, fiel mir ein kleines Keramikgeschäft auf, in dessen Auslage es gülden glitzerte. Beim ersten schnellen Hinschauen dachte ich, ich hätte falsch gesehen. Eine waschechte Nachbildung eines Menschenherzens. In Gold und Keramik.

Neugierig geworden, schaute ich mir auch die restlichen Exponate im Schaufenster an und ärgerte mich schnell, dass es Samstagabend war, somit die Geschäfte leider schon zu hatten und meine Kamera daheim wenig optimal gelegen hat. Ein Besuch in Renate Hattingers Geschäft hätte sicherlich das eine und andere Aha-Erlebnis gebracht.

Außergewöhnlich toll gearbeitete Exponate
Da sah man nebst besagtem Menschenherz auch andere humanoide Innereien aus feinster Keramik gearbeitet. Ein paar Porzellanaugen starrten dem Schaufensterbummler offenen Blickes entgegen.

Besonders schräg war die glasierte Kleinserie namens „Think Tank“ – womit denkt der Mensch im Optimalfall – genau, mit dem Gehirn. Die Serie „Think Tank“ stellt also menschliche Gehirne dar. Welche zum Öffnen und etwas hinein geben. Eine Art Schmuckbox. Nicht, dass ich jetzt offen und ehrlich sagen würde, dass Hattingers Porzellangehirne offenbar in dieser zugedachten Funktion eines Schmuckkästchens mehr fassen, als so manch strapaziertes und in welcher Weise auch immer verwendetes Lebendgegenstück … Nein, der Gedanke drängt sich dem Betrachter regelrecht auf!

Welche Innereien auch in Renate Hattingers Auslage liegen, sie sind allesamt sehr detailgetreu, genau und wunderschön gearbeitet. Eine porzellanene Poesie menschlicher Organe. Schräg und schöner als die Wirklichkeit.

Vom Spiegel bis zur Keksdose
Doch nicht nur dies kann man in diesem besonderen Keramikgeschäft entdecken. Da gab’s schöne Spiegel in einem selten gelungenen unaufdringlichen und unkitschigen Asia-Look, Schmuckschatullen namens „Suleika“, wunderschöne Ketten mit oder aus Keramik-Teilen – auch ein paar Ketten mit menschlichen Keramikinnereien als Anhänger konnte ich entdecken -, Keramikblumen und etwas, das sich „Attack“ nennt: Zusammengeschmolzene Waffen in einer bestrickenden Symbolik.

Ein Besuch dieses Geschäfts, und sei’s aus Interesse wirklich einmal etwas ganz Besonderes zu sehen zu bekommen, kann ich nur wärmstens empfehlen! (Wer sich einen ersten Eindruck holen mag, klickt einfach mal schnell auf die sensationelle und von unknownpleasures gestaltete Homepage der Künstlerin.)

Adresse:
Renate Hattinger. Keramik
Burggasse 34
A-1070 Wien
URL: www.renatehattinger.com

Advertisements


Kategorien:Kunst, Reisen, Tipps

3 replies

  1. Das ist ja echt freakig aber irgendwie cool 🙂

  2. kann dir da nur beipflichten. LG kipet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: