TV-Tipp: Die vergessene Pyramide von Gizeh

Pflichttermin für alle Archäologiefans! Heute Abend um 20:00 Uhr lüftet „The History Channel“ das Geheimnis um die „vergessene Pyramide von Gizeh“

Ein Kamerateam des „History Channels“ war live dabei, als ein amerikanisch- britisches Archäologenteam die längst in Vergessenheit geratene vierte und größte Pyramide des Gizeh-Plateaus dem Sand des ewigen Vergessens entriss.

Die Entdeckung
Am Rande des Gizeh-Plateaus  entdeckten Archäologen eine gigantische Pyramide. Nach den ersten tiefen Grabungen in die Pyramiden-Kammern war den Wissenschaftlern klar, dass sie die verloren geglaubte vierte Pyramide von Gizeh entdeckt haben!

Flotter Bau einer Pyramide
Vor 5000 Jahren war der alternde Pharao Radjedef davon besessen, seinen Vater, den großen Pharao Khufu (=Cheops), beim Bau dessen Grabstätte zu überbieten. In nur sieben Jahren demonstrierte Radjedef der Welt seine Überlegenheit und ließ seine Pyramide um 18 Meter höher in den Himmel ragen, als jene seines verhassten Vaters.

Die Pyramide geriet nach dem Tod des Pharaos in Vergessenheit. Heute fehlt dem Grabmal die Spitze, da mit den Steinen teilweise Ägyptens Hauptstadt Kairo aufgebaut wurde. Auch der Wüstensand tat das Seinige dazu die unteren Teile der Radjedef-Pyramide zu minimieren.

Mittels modernster Technik konnte das britisch-amerikanische Archäologenteam rund um Michel Valloggia (Uni Genf), Joanne Rowlands (Oxford) und Zahi Hawass (Generalsekretär der Ägyptischen Altertümerverwaltung) die Struktur der Pyramide nachvollziehen. Zudem fand man den großen erhöhten Fußweg, der zum Transport der gigantischen Steine verwendet wurde, sowie überdimensionale Kanäle, auf denen die über 14 Meter hohen Boote fuhren, die die Mumien transportieren. Ebenso wurde ein unterirdisches Labyrinth wiederentdeckt, das die letzten Ruhestätten der Pharaonen miteinander verband.

Die Sendung läuft wann und wo?
„Die vergessene Pyramide von Gizeh“
Heute, 21. August 2010, 20:00 Uhr auf „The History Channel“
(Wh: 2:00 Uhr Nacht)

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Kategorien:Archäologie, Forschung, Geschichte, TV-Tipp

6 replies

  1. Danke, Kipet. War schon am Verzweifel wegen des heutigen Fernsehabends! You made my TV-night! 🙂

  2. Da haben wir wohl das gleiche Problem – auch ich hab heute nichts im TV-Programm entdecken können, das mich gereizt hätte. Gott sei Dank kann ich den „History Channel“ empfangen. Damit hat sich schon so manche drohende TV-Fadesse in ein absolutes Highlight verwandelt! (Klar, man könnte auch mal den Fernseher aus lassen und ein gutes Buch lesen oder sich mit Freunden treffen … *gg*)

  3. Also – ich schau mir gerade im „servus TV“ de Film „… Gerechtigkeit für alle“ an.
    Ein herrlicher Al Pacino möcht ich nur vermerken …
    Al Pacino und die Drehbuchautoren wurden im Jahr 1980 für den Oscar nominiert…

  4. Nachgeschenkt: Diese Grabung konnte Radjedef (=Djedefre) seinen Platz in der Geschichte der Pharaonen wiedergeben. Der von Archäologen und Historikern aus Bequemlichkeit, weil es besser ins Bild der damals bekannten Geschichte passte, als Brudermörder und Vaterhasser gebrandmarkte Pharao gilt heute als einer der größten Pyramidenbauer der Antike. Die Djedefre-Pyramide ist Dank des plünderischen Abbaus durch Römer, Ägypter und Grabräuber kaum noch als solche erkennbar, doch setzte deren Vollendung zur „perfekten Pyramide“ neue Maßstäbe in der Baukunst der alten Pharaonen.

    Auch Djedefres übler Ruf als Vaterhasser wurde durch diese Grabung widerlegt: So konnte er als der Erbauer der Sphinx identifiziert werden, der dem Weltwunder das Gesicht seines Vaters Khufu (=Cheops) gab und ihn damit über seinen Tod hinaus aufs Höchste ehrte. Djedefre nannte sich als erster Pharao „Sohn des Sonnengottes“ und wurde noch lange Zeit nach seinem Tod kultisch verehrt, das beste Zeichen eines guten Herrschers.

    Ebenfalls erwähnenswert: Die 4 großen Pyramiden am Gizah-Plateau entstammten ausnahmslos aus der Familie Djedefres – der 4. Dynastie (2639–2504 v. Chr.)!

  5. Der Steinhaufen von Abu Rawash wurde schon laengst als Pyramidenstumpf erkannt. Bisher wissenschaftlich um die 65 m Pyramiden Höhe von Leuten geschaetzt, die noch von der Gültigkeit des Pythagoras ueberzeugt waren.
    Sind die gestohlenen rosa schimmernden Granitblöcke der Verkleidung irgendwo in Rom und in Kairo durch Analysen identifiziert und gezaehlt worden?
    Der bei youtube von Tuganol eingestellte Beitrag zeigt einen einzigen waagrecht verlegten Granitblock zwischen den Kalksteinen verbaut, der ueberhaupt nicht die Lage aufweist, wie sie fuer die hypothetische Granitverkleidung erforderlich gewesen waere. Erich von Däniken laesst gruessen.
    Wo sind die Beweise, Papyrie, die Inschriften usw., dass diese Baute vollendet und irgendjemand dort beigesetzt wurde?
    Eben auch in der mühsam mit Grossgeraet freigelegten, aber fruehesten Bauabschnitt, die Grabkammer, scheint alles ziemlich trist und unfertig geblieben zu sein.
    b.s.

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