TV-Tipp: Die Rätsel der Toten

Heute, 23:00 Uhr zeigt der History Channel die Folge „Invisible People – Die Korubo-Indianer“ aus der Dokureihe „Die Rätsel der Toten“

(c) rbb

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Mitten in den geheimnisvollen Tiefen des Amazonas lebt ein immer noch unerforschte Naturstamm, die Korubo. Ihr Name bedeutet nichts Geringeres als Schädelzertrümmerer.

Der berühmte brasilianische Forscher Sidney Possuelo führt in dieser Doku eine Expedition zu den Gebieten der Korubo. Der Wissenschaftler und Abenteurer leitet eine trotz des good wills nicht ganz umumstrittene Initiative, die den Naturvölkern des Amazonas ein Überleben sichern will.

Die Korubo gelten als gefährlich, weil sie ihre Heimat vor Eindringlingen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen. Sie wurden über Jahrzehnte von ihrem angestammten Gebiet verjagt, massakriert und in weit entfernte Regionen zwangsumgesiedelt.

Heute leben sie in einem Areal von der Größe Portugals. Wo genau sich ihr Gebiet befindet soll ein Geheimnis bleiben, denn die Korubo brauchen zum Überleben nicht mehr als den Amazonasurwald…

Sendezeit:
Heute, 14. August 2010
The History Channel, 23:00 Uhr
Die Rätsel der Toten: Invisible People – die Korubo-Indianer

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Kategorien:Forschung, TV-Tipp

6 replies

  1. Das klingt recht interessant.

  2. Uh ja, vor allem ist diese Sendung trotz zig-Sender heute absolut konkurrenzlos! Bin schon sehr gespannt darauf! The History Channel hat immer wieder ganz tolle Dokus. Kann ich nur empfehlen!

    LG Kipet

  3. Habe mich in der Doku schlau gemacht: Die Korubo scheinen wirklich ein sehr aggressiver Stamm zu sein. Vor einigen Jahren gab es im Amazonas noch eine Kolonie von rund 500 Korubos. Nach einem Streit verließen 18 Korubo die Kolonie und wurden „unsichtbar“, das heißt, die gründeten mitten im Urwald eine neue Siedlung. Diese 18 Menschen stritten sich um eine Frau und trennten sich in noch kleinere Gruppen.

    Übrig blieb eine Familie von sechs Korubo, die in einem so kleinen Verband nicht überlebensfähig sind, denn bei den Korubo gibt es ein Tabu: Ehen zwischen nahen Verwandten sind verboten.

    Es kommt auch immer wieder zu Zwischenfällen auch mit weißen Siedlern im Amazonasgebiet. Die Korubo klauen den Neuankömmlingen Töpfe, Pfannen u.s.w. Sidney Possuelo muss immer wieder vermitteln. Um den Frieden zwischen den Amazonasbewohnern zu erhalten, versorgt er die Korubo mit eben diesen Dingen. Dinge, die sie eigentlich im Urwald und zum Überleben nicht brauchen. Außerdem ist jeder Kontakt mit der Zivilisation für die Korubo lebensgefährlich – sie haben keine Abwehrkräfte gegen unsere Krankheiten und sterben. Possuelo sagte in der Doku: „Bei einer Begegnung der Korubo mit der Zivilisation können sie viel verlieren und nichts gewinnen.“ Hauptsächlich deswegen sucht Possuelo den Kontakt nur in äußersten Notfällen.

    Schwierig ist die rechtliche Situation: Indogene Völker haben den Status eines Jugendlichen, sind also für ihre tödlichen Attacken nicht zu belangen. Possuelo fürchtet einen Krieg, den die Korubo nicht gewinnen werden. Sie werden sterben und die wenigen Überlebenden werden ein trostloses Dasein im Schatten der Zivilisation führen – mit Drogen, Alkohol und Krankheiten. Possuelo meinte abschließend: „Im Augenblick besteht ihre einzige Überlebenschance darin unsichtbar zu bleiben…“

  4. Da sieht man wieder den Nachteil neugieriger Wissenschaftler… hätten sie den Dschungel in Ruhe gelassen und nicht versucht mit Gewalt unbedingt irgendwas im Amazonas zu finden – den Korubas würde es heute weiterhin gut gehen…

  5. Doch selbst wenn es die Neugier der Wissenschaftler nicht gäbe, wäre man irgendwann auf die Korubo gestoßen: Der Mensch ist gierig und der größte Schatz des Amazonas ist sein Wald – im ökonomischen Sinn. Man ist erst im Zuge der massiven Rodungen auf bis dato unbekannte Indio-Stämme gestoßen. Diese Stämme leben in einer perfekten Symbiose mit und vom Urwald. So lange, bis die Zivilisation sie erreicht. Einmal Kontakt mit der Zivilisation und aus ist’s mit der Unschuld. (So gesehen hat der Film „Virus“ im Tenor viel Wahres verpackt – der Mensch in seiner Gier ist das Virus, das die Erde zerstört.)

    Konflikte sind die logische Folge – Geld und Gier gegen das nackte Überleben der indogenen Stämme. Was tut man also?

    Ich denke, diese Entscheidung fällt verantwortlichen und verantwortungsvollen Wissenschaftlern nicht leicht.

    Leider hat der Mensch durch seinen Egoismus und seine Gier sehr viel zerstört, was vielleicht sogar für das Überleben der Menschheit an sich wichtig gewesen wäre. Wie viel Wissen verloren gegangen ist, nur weil sich ein paar „zivilisierte“ Menschen gegenüber „ein paar Wilde“ nicht zurückhalten konnten werden wir – logischer Weise – nicht so schnell erfahren.

  6. Klinke mich jetzt ein und sage: Money makes the world go around! So lange alles nur nach mehr und mehr und mehr strebt wird sich so schnell nichts ändern.

    Was ich bei der Doku nicht so prickeld fand war, dass ein Mensch, der sich im Amazonasgebiet auskennt, dank der in die Kamera gehaltenen Landkarten sehr wohl herausfinden hätte können wo genau die Krobubo leben. Von wegen „man möchte ihr Territorium geheim halten“!

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