Geheimnisvolles Sakkara

Archäologen vermuten unter dem Wüstensand rund um die weltberühmte Stufenpyramide des Djoser das größte Gräberfeld Altägyptens. Ein neuer Sensationsfund unterstützt diese These.

(c) pixelio.de/Ingrid Ruthe

Stufenpyramide des Djoser in Sakkara

Bereits seit 150 Jahren wird im ewigen Wüstensand in der Nekropole Sakkara nach verborgenen Gräbern geforscht. Alles überragend thront die Stufenpyramide des Djoser über die rund 20 Kilometer südlich von Kairo gelegene Begräbnisstätte. Seit der Zeit des Alten Reiches bis in die Spätzeit diente Sakkara als Totenstadt der alten Ägypter.

Sensationelle Grabkammern entdeckt
Diese Woche machte Sakkara einmal mehr auf sich aufmerksam: Archäologen entdeckten im nahen Umfeld der Stufenpyramide prachtvoll bemalte Gräber. Chef-Ägyptologe Zahi Hawass schwärmt, es handle sich um die bedeutendsten jemals gefundenen Grabstätten aus dem Alten Reich.

Zwei Grabkammern lassen die Weltpresse neidisch nach Ägypten schielen. Die Kammern wurden vor rund 4300 Jahren ins Gestein gemeißelt und aufwändig verziert und lassen sich dank der Inschriften Schendwas und Chonsu – Vater und Sohn – zuweisen. Chonsu war oberster Schriftgelehrter am Hofe des Pharaos.

Leider setzten über die Zeit Feuchtigkeit und Grabräuber den beiden Begräbnisstätten stark zu. Trotzdem ist der Fund für die Ägyptologie von unschätzbarem Wert, sind die Wandbemalungen doch in auffällig gut erhaltenem Zustand und gewähren uns Einblick in eine längst vergangene Zeit.

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Kategorien:Archäologie, Forschung, Geschichte

9 replies

  1. Wie gerne erinnere ich mich an die Nil-Kreuzfahrt und die damit verbundenen herrlichen Landausflüge!
    Für mich ist es immer ein Verbundensein mit der alten Zeit.
    Kairo jedoch habe noch nicht gesehen. Ich denke, es ist an der Zeit und vielleicht damit verbunden ein Ausflug nach Sakkara, liegt es doch lediglich 20 km ausserhalb von Kairo.
    Danke für den Hinweis!

    • Nilkreuzfahrt … das fehlt mir noch. Dank einer lieben Freundin von mir geht’s im Herbst ins Land am Nil. Leider ist mein Hotel (zwar spitzenklasse aber) zu weit von allen Sehenswürdigkeiten weg. Sprich, es wird ein reiner Relaxerurlaub, aber den hab ich auch bitter notwendig!

      LG Kipet

  2. Als alter Hobbyarchäologe und vor allem großer Fan der Ägyptologie war ich schon oft in Ägypten bei den diversen Ausgrabungen. Im Spätherbst fliege ich wieder nach Kairo und hoffe, zu den Gräbern, die Du hier beschreibst, Zugang zu haben. Ich fürchte aber, dass wir Hobbyarchäologen noch ein paar Jahre warten müssen bis alle Geheimnisse dieser beiden Grabkammern ausgewertet wurden.

    Danke für Deinen Artikel!

    • Hallo Snofru, willkommen auf meinem Blog!

      Snofru – wie passend für einen Hobby-Ägyptologen! Seit wann hat Dich denn das Archäologiefieber gepackt? Ich finde es immer wieder spannend, wie die Menschen auf dieses Thema kommen:

      Damals, als ich noch brav Archäologie studiert habe, traf ich in einer meiner ersten Vorlesungen einen Burschen, der immer ein Indiana Jones-Buch dabei hatte. Also den musste man nicht fragen, wie er zur Archäologie kam … 😉

      Ich freue mich, wenn Du weiter in meinem Blog stöberst!

      Alles Liebe aus Wien,
      Kipet

      • Wow, das ging ja flott mit der Antwort! 😉

        Snofru ist einer der Pharaonen, der mich am meisten fasziniert. Ich bin ja der Meinung, ganz wie Wortman und auch Du, dass da noch einiges im Wüstensand vor sich hinschlummert.

        Was mich zur Archäologie gebracht hat? Mein Onkel. Er war Archäologe und hat mich immer zu Ausgrabungen mitgenommen, als er realisiert hat, dass mich das Thema interessiert.

        Studiert hab ich dann ganz was anderes … 🙂
        Deswegen „nur“ Hobby.

        LG Snofru

  3. Just read this now. Must be a delightening adventure to find such beautiful witnesses of the past! I am very interested in Archaeology, too, and will definitly visit your Blog more often.

    Greetings from OneWomanShow

    • Archaeology is one of our last secrets on earth and it’s waiting to be discovered! Would be delighted to read more from you on my blog!

      Cheers, Kipet

  4. Dort wird ja andauernd etwas neues entdeckt. Somit halte ich es auch für wahrscheinlich, dass sich im Wüstensand noch Berge von Entdeckungen verstecken.

    Man braucht ja nur mal überlegen, wie viel Sand in den letzten 200 Jahren dort vorbei gepustet wurde *g*

    • So ein Archäologe hat lange Durststrecken bevor er/sie wirklich Funde macht. Nur wenn – und sei’s nur eine kleine Tonscherbe, versetzt das Berge!

      Bin gespannt was die Wüste noch so alles an Schätzen freigeben wird.

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