Burg Kreuzenstein

Ein Kurzbesuch im Möchtegernmittelalter

(c) kipet

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Unweit von Wien, nahe der kleinen Ortschaft Leobendorf bei Korneuburg, liegt die beschauliche Burg Kreuzenstein. Schon von Weiten kann man das pseudo-alte Gemäuer über das ganze Korneuburger Becken thronen sehen. Majestätisch mutet sie an, doch tatsächlich ist die Burganlage ein Nachbau aus dem 19. Jahrhundert!

Burggeschichte
An der Stelle, an der sich heute Kreuzenstein malerisch über das Korneuburger Becken erhebt, stand im 12. Jahrhundert eine Wallburg. Erbaut von den Formbachern (ein Adelsgeschlecht aus dem Traungau), kam es durch Heirat an das Grafengeschlecht Wasserburg. Über König Ottokar II. von Böhmen gelangte Kreuzenstein 1278 in den Besitz der Habsburger.

Bis zum 30jährigen Krieg galt die Burg Kreuzenstein als uneinnehmbar. Doch die Schweden machten der Burg den Garaus, indem sie bei ihrem Abzug 1645 die Anlage sprengten.

Im 18. Jahrhundert gelangte die Ruine in den Besitz an Graf von Wilczek. 1874 begann der Polarforscher Johann Nepomuk Graf Wilczek mit dem Wiederaufbau, der erst im Jahr 1906 finalisiert wurde. Hierfür sammelte Wilczek vom Türgriff bis zur Dachzinne sämtliche Burgteile aus ganz Europa zusammen.

Die heutige Schauburg sieht der Anlage aus dem 12. Jahrhundert zwar kein bisschen ähnlich, trotzdem wurden Reste der Ruine in die heute existierende Burganlage mit eingebaut. Unter anderem blieb der alte, noch vorhandene Ringwall der Anlage aus dem Mittelalter in den Mauern Kreuzensteins erhalten.

Adlerwarte
Die Burg Kreuzenstein kann mit einem ganz besonderen Zuckerl aufwarten – mit einer Adlerwarte. Hier werden wochentags zweimal und an Sonn- und Feiertagen dreimal täglich fantastische Flugvorführungen der diversen Greifvögel der Adlerwarte gezeigt. Wer vor Raubvögel keine Angst hat, kann sich sogar an einem Falkner-Workshop erfreuen. Man erhält neben einem Zertifikat, eine einstündige Einführung in die Arbeit eines Falkners und darf einige Vögel fliegen lassen. Angehörige des Workshop-Teilnehmers können im Anschluss die Flugshow gratis besuchen!

Informationen zum Falkner-Workshop bei Christine Derler, Tel.: +43 (0)664 8998 325
URL: www.adlerwarte-kreuzenstein.at
E-Mail: office (at)adlerwarte-kreuzenstein.at

Informationen (Anfahrt, Eintrittspreise, Öffnungszeiten) zur Burg Kreuzenstein:
URL: www.kreuzenstein.com

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Kategorien:Geschichte, Reisen, Tipps

3 replies

  1. Mehr Fotos kommen noch nach, wenn mein Photoshop-Programm wieder werkelt!

    LG Kipet

  2. das klingt aber super!
    auch dein fotobearbeitungsprogramm streikt zur zeit?

  3. Das klingt sehr interessant und auf die anderen Bilder bin ich schon gespannt 🙂

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