Wiens erster offener Bücherschrank

Schrank auf, Buch raus, Buch rein! So einfach ist’s!

Deutschland machte es vor – jetzt hat Wien auch endlich einen offenen Bücherschrank.

Was das ist?
Frank Gassner, Alleinfinanzier und Projektleiter, ließ Ecke Westbahnstraße/Zieglergasse (7. Wiener Gemeindebezirk) einen aus Plexiglas und Beton gefertigten und von beiden Seiten begehbaren Bücherschrank fix ins Trottoir verankern. Im Idealfall stehen den Wiener Büchernarren rund 250 Bücher 24 Stunden täglich zur Verfügung. 

Weckt eines der ausgestellten Werke das Begehren einer Leseratte, kann sie einfach das Buch aus dem Schrank nehmen und mit nach Hause nehmen. Kostenlos! Klar wäre es schön wenn besagte Leseratte auch eines ihrer Bücher anstatt der Gratis-Neuerwerbung in den offenen Bücherschrank platziert.

Und genau so funktioniert das System „offener Bücherschrank“.

Leider zeitlich begrenzt!
Trotzdem Gassner satte 1.700 Euro bildungswohltätiger Weise der Öffentlichkeit damit zur Verfügung stellte, darf der Schrank dort nur bis zum 11. Juni 2010 stehen bleiben. Wenn aber ja recht viele Menscheleins den Schrank benutzen, darf er vielleicht noch länger am Straßeneck in Beton verankert bleiben!

Mehr Infos unter der Homepage: http://www.offener-buecherschrank.at/

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Kategorien:Online-Journalismus, Tipps

4 replies

  1. Das ist eine super Idee! Ich habe schon einige Bücher, die echt lesenswert sind. Viel zu schade um sie irgendwie zu „entsorgen“ (aber aus Platzmangel kann ich nicht alle selber behalten), da könnte man anderen damit eine Freude machen.
    Daumen hoch für dieses Projekt!!!!

  2. Eine tolle Idee!
    Herrlich für Leseratten!
    Und noch dazu rund um die Uhr!

    Wäre aus meiner Sicht wert, dass man das unterstützt!

  3. Finde die Idee auch toll. Leider, wie gesagt, wird laut Behörden der Schrank nur bis 11. Juni im 7. stehen. Der Organisator erzählte mir zudem illustre Geschichten über Behördenwege und Ämterwillkür, die eines modernen Staates spotten. Subventionen gab’s für diese beispiellose Aktion keine. Auch die Verankerung des Bücherregals in den Betonboden kostete genauso viel, als hätte Herr Gassner das Teil gleich vorort einbetonieren lassen.

    Der Staat/die Stadt Wien steht neuen Dingen einfach zu skeptisch gegenüber. Das rächt sich dann, wenn am Ende Menschen wie Gassner den Hut auf solche Projekte hauen und sich denken: „Leckt mir den Allerwertesten!“ (Zumal Gassner alles aus eigener Tasche bezahlen konnte!)

  4. Schlimm, so etwas zu lesen, liebe Kipet!

    Dass wir in Österreich hinterm Mond und nicht in der modernen zukunftsorientierten Welt leben, ist uns ja sattsam bekannt. Leider.
    Freunderlwirtschaft und Absicherung des eigenen Sessels und der eigenen Pension scheint das einzige Ziel auf der politischen Bühne zu sein.
    Langfristige, innovative Entscheidungen die Kosten tatsächlich reduzieren kann man von Menschen die nur darauf bedacht sind ihre Pfründe zu sichern, nicht erwarten.

    Dazu fällt mir nur das Wort – Selbstbedienungsladen Österreich – ein.
    Uns das noch dazu auf so vielen Ebenen …

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