Tripple Feature

Nimm 4 zahl 3 DVDs – ein unwiderstehliches Angebot! Drei davon will ich Euch heute vorstellen: „Die Herzogin“, „Unter der Sonne der Toskana“ und „Der seltsame Fall des Benjamin Button“. 

Ja, ich hör Euch schon murren: Girlie-Filme. Und ja, wenigstens einer davon ist ein erklärter Frauenfilm. Einer davon hat mich überrascht und der dritte war einfach nur gut. 

Fangen wir mit dem sicherlich einzigen echten Mädelsfilm an: „Unter der Sonne der Toskana“ (Originaltitel: „Under The Tuscan Sun„, USA 2003). Regie: Audrey Wells. Darsteller: Diane Lane, Sandra Oh, Raoul Bova, Lindsay Duncan. 

Die Story
Um sie von ihrer traumatischen Scheidung abzulenken, schenkt Patti (Sandra Oh) ihrer Freundin, der Schriftstellerin Frances (Diane Lane), eine Reise in die Toskana. Und dort passiert das Unerwartete: Spontan kauft Frances eine hochherrschaftliche aber stark heruntergekommene Villa. Ein Entschluss, der ihr Leben total auf den Kopf stellen wird.

Ein lieber, netter Nachmittagsfilm, wunderschöne Landschaftsaufnahmen, liebenswerte und ein bisschen durchgeknallte Charaktere mit einer Spur vom alten Italien, in dem eine Blondine und Fellini-Muse in einem idyllischen toskanischen Dorfbrunnen ein Bad nimmt. Und nein, es handelt sich bei der Badenixe nicht um Diane Lane! Ein echter Mädelsfilm, mit einer Geschichte, die trotz ihrer traurigen Momente immer noch Platz zum Träumen lässt. Der Film war u.a. für einen Golden Globe und den Oscar nominiert. KURZURTEIL: HARMLOS-LIEB.

Kommen wir zu Film zwei. „Die Herzoging“ (Originaltitel: „The Duchess„, UK 2008). Regie: Saul Dibb. Darsteller: Keira Knightley, Ralph Fiennes, Charlotte Rampling, Hayley Atwell

Die Story
England, 18. Jahrhundert: Die blutjunge, romantisch veranlagte Georgiana Spencer (Keira Knightley) heiratet auf Bereiben ihrer Mutter (Charlotte Rampling) den einflussreichen Herzog von Devonshire (Ralph Fiennes). Wider den herrschenden Konventionen interessiert sie sich für Politik und wird zur umjubelten Stil-Ikone. Ihre Ehe verläuft kalt und herzlos. Einziges Ziel des steifen Gatten ist die Zeugung eines Erben, sonst interessiert sich der Herzog nur für seine Hunde und für seine Geliebte, Lady Bess (Hayley Atwell). Georgiana engagiert sich immer mehr für politische Fragen und begegnet Jungepolitiker Charles Grey. Das Drama nimmt seinen Lauf … 

Da ich mich selber nicht gerade als Keira Knightley-Fan bezeichnen kann, hat sie mich in diesem Film jedoch kalt überrascht. Sehr überzeugend und eindringlich gibt Knightley die „Herzogin„, die tatsächlich im 18. Jahrhundert zu einer der mächtigsten Frauen ihrer Zeit avancierte. Ralph Fiennes macht als kaltherziger Herzog eine mehr als überzeugende Figur. Für mich, trotzdem mir bekannt war, dass „The Duchess“ zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen (u.a. Golden Globe, Oscar) einheimsen konnte, eine große, positive Überraschung. KURZURTEIL: ÜBERRASCHEND GUT.

Und nun zu Film numero tre: „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ (Originaltitel: „The Curious Case of Benjamin Button„, USA 2008). Regie: David Fincher. Darsteller: Cate Blanchett, Brad Pitt, Julia Ormond.

Die Story
New Orleans, 1918: Am Tage, an dem die Welt das Ende des Krieges feiert, kommt ein Baby als Greis auf die Welt. Die Mutter stirbt bei der Geburt, der Vater setzt seinen Sohn auf den Stufen eines Altenheims aus, das von der Afroamerikanerin Queenie geführt wird. Queenie nimmt das Baby zu sich und zieht es als Benjamin (Brad Bitt) auf. Benjamin wird von Jahr zu Jahr jünger. Sein Leben ist außergewöhnlich und trotzdem genauso alltäglich wie das aller Menschen. Er geht zur See, erlebt die Bombardierung Pearl Harbors, verliebt sich in die schöne Balletttänzerin Daisy (Cate Blanchett), bekommt eine Tochter (Julia Ormond), und verlässt die kleine Familie aufgrund seiner Ängste um sein Jüngerwerden. Am Ende kreuzen sich die Wege der ergreisten Daisy und das des Kindes Benjamin wieder …

Ein Film mit echtem WOW-Effekt. Ja, auch wieder ein Girlie-Film. Trotzdem: eine feine, durchdachte, fantasiereiche Story, die auf einer Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerlad aus den 1920er-Jahren basiert. Blanchett-Pitt, ein ewig niemals ermüdendes Dream-Team, brillieren als seelenverwandte Zeitreisende. Nicht umsonst wurde „The Curious Case of Benjamin Button“ weltweit mit Preisen und Nominierungen überhäuft. Ein besonders schönes Stückchen Hollywood-Drama, das ich nur jedem ans Herz legen kann – auch Euch Männern! 🙂 KURZURTEIL: SPITZE.

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Kategorien:DVD-Tipp

10 replies

  1. Den Girlie-Film lasse ich aus, Button ging so und Die Herzogin war schon recht gut gemacht. Wie wäre es noch mit „Die Gräfin“?

  2. Hi Worti, da warst aber schnell! 🙂

    Nun ja, der Toskana-Film ist wirklich nur was für romantische Girlies, obwohl er wirklich nicht so ein wahnsinniges Happy-End hat, dass einem die Zehennägel vor lauter Kitsch aufrollen. Ich würd auch, hätte ich die Wahl, diesen Film nicht noch einmal kaufen.

    Die Herzogin war wirklich gut gemacht. Wie gesagt, hat mich überrascht.

    Was hat Dir aber bei Benjamin Button nicht gefallen? Würde mich wirklich interessieren, Worti!

    Und beim Film „Die Gräfin“ steh ich grad ein Momenterl an … Kannst Du mir dabei bitte auf die Sprünge helfen?

    LG Petra

  3. Ah – ja, die Blutgräfin. Wie ist der Film? Meine Traumbesetzung für diese Roll war immer die Belucci … 🙂

    Nun ja, ab und an bin ich schon für Schmalzfilme zu haben, nur dürfen die nicht zu sehr auf die Tränendrüse drücken und sollen auch ein bisserl an Esprit versprühen – Wortwitz, Charme … muss aber auch dafür aufgelegt sein. OK – Bollywood, daran komm ich auch nicht vorbei – aber darüber haben wir ja schon mal korrespondiert!

    Sonst steh ich schon sehr viel mehr auf cineastische Streifen von Fellini bis zu den Splatter-Slashern von Tarantino & Co. Gestern wollt mich meine Frau Mama zu dem neuen Meryl-Streep-Film einladen. Sagte ich ab. Mama meinte nur: „Ja, ich weiß, da gehen keine Aliens drauf …“ 😉

    • Monica gefiel mir bei Pakt der Wölfe sehr gut 🙂

      Cool deine Mama. Das gefällt mir 🙂 Das soll aber eine super Komödie sein. Hab davon im Kino die Vorschau gesehen. Verpasst hatte ich leider den Film über Hildegard von Bingen 😦
      Dafür war „Die Päpstin“ wirklich klasse gemacht. Streckenweise sehr hart realistisch…

      • ja, meine frau mama ist schon recht cool! 🙂

        hildegard von bingen hab ich auch nicht gesehen, dafür aber „die päpstin“ – ich war absolut begeistert von dem film. hab ihn 2x im kino gesehen. das mach ich nur bei (für mich) ganz besonderen filmen.

        ad „monica“: die frau hat was … 😉

  4. Wer herzlich lachen will, sollte sich Meryl Streep und Alec Baldwin in „Wenn Liebe so einfach wär“ anschauen.
    Umwerfend die beiden, wie sie die unzähligen Situationskomik-Szenen mit Bravour rüberbringen!
    Wirklich einzigartig! Dass so ein Film so gut werden kann ist zum Großteil von den tollen Schauspielern abhängig! Diese glaubwürdige Leichtigkeit, kein Leerlauf – einfach herrlich!

    Und – wie man sich vorstellen kann, bin ich nicht mehr das jüngste Semester und finde es als Balsam für die alternde Seele, dass auch Top-Hollywood-Größen älter werden …
    Das noch als kleinen Nebeneffekt.

  5. Monica hat sogar zwei – und schauspielern kann sie auch sehr gut 🙂

    Ja, die Päpstin hab ich auch zweimal geguckt. War schon sehr beeindruckend gemacht. Vor allen Dingen sehr nahe an der Buchvorlage. Ihren Vater hätte ich nach 5 min schon am Liebsten durch die Leinwand geholt und verhauen *g*

    Von Bingen habe ich ja auch nicht gesehen 😦 Das will ich noch nachholen, wenn ich en Film irgendwie zu Greifen bekomme.

    • ad monicas „zwei“: na bin ich froh, dass sie AUCH schauspielern kann! *gg*

      mir ist es ähnlich mit ralph fiennes in „die herzoging“ so gegangen …

      wenn ich so nachdenke, eine DVD des von bingen-films hab ich auch noch nicht entdeckt. werd mal recherchieren und sag dir dann bescheid.

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