Santa Maria in Trastevere

Rom und seine Kirchen. Spaziert man durch die „ewige Stadt“ scheinen an allen Ecken und Enden Gotteshäuser zu stehen. Der Schein trügt nicht. Und eine der wohl beeindruckendsten Kirchen ist die „Santa Maria in Trastevere“ im Zentrum Roms.

Trastevere

Trastevere ist ein Viertel am Südufer des Tiber (=Tevere). Ein traditioneller Stadtteil und bis vor kurzem noch das Zentrum des römischen Nachtlebens. Eine Bar reiht sich an die nächste. Selbst am Tag kann man das pulsierende Nachtleben erahnen. Doch Trastevere hat seinen Höhepunkt als Ziel der Nachtschwärmer schon längst überschritten. Trotzdem verlor das Viertel nicht seinen Charme: Enge Gassen mit altem Kopfsteinpflaster, romantisch-morbid aussehende Häuserfassaden und eine der wohl schönsten Kirchen Roms: Die Santa Maria in Trastevere.

Santa Maria in Trastevere

Schlängelt man sich per pedes durch das enge Gassengewirr in Trastevere, eröffnet sich einem plötzlich die Piazza Santa Maria in Trastevere. Kinder spielen auf der Straße, Einheimisch genießen ihren Cappuccino oder einen feschen Campari Soda, Touristen studieren in aller Ruhe auf den Stufen zum großen Brunnen ihre Stadtpläne und diskutieren, wohin wohl als nächstes? Das Leben pulsiert in Trastevere. Und hinter diesem idyllischen italienischen Bild ragen die Mauern der Santa Maria auf. 

Der byzantinische Bau macht auf den ersten Blick einen eher schlichten Eindruck, doch schaut man genauer hin, thront über den Eingang ein fantastisches, schon leicht verblichenes Mosaik, das Maria umgeben von zehn Frauen zeigt. Spätestens jetzt erkennt der ahnungslose Tourist: Hier steht ein Kleinod der klerikalen Bauwerkskunst!

Im 12. Jahrhundert von Papst Innozenz II. erbaut, ist bis heute das Fassadenmosaik ein Rätsel geblieben: Wen stellen die zehn Damen um Maria dar? Wer war der Künstler, der dieses Meisterwerk an die Santa Maria angebracht hat? Sicher sind sich die Experten nicht, aber man wähnt den römischen Künstler und Maler Pietro Cavallini als Schöpfer der Fassadenmosaike, denn auf sein Konto gehen auch einige der überaus wertvollen Mosaiken im Inneren der Kirche. So hat Cavallini zum Beispiel die Mosaiken in der unteren Apsis – aus dem Jahr 1290 – angefertigt. 

Ein Blick auf den Boden der Kirche lohnt sich allemal. Die mittelalterlichen Einlegarbeiten suchen in ganz Rom Ihresgleichen. Und die Säulen des Schiffes stammen aus den berühmten Caracalla-Thermen.

Mythen und Geschichte

Natürlich ranken sich um Bauwerke dieser Qualität diverse Mythen. Auch die Santa Maria in Trastevere blieb davon nicht verschont. So soll sie bereits im Jahre 222 gegründet worden und somit eine der ältesten Kirche Roms sein! Die erste urkundliche Erwähnung gab es im Jahre 337, als Papst Julius I. an genau dieser Stelle eine Kirche errichten ließ, weil am Tag von Christi Geburt dort auf wundersame Weise ein Ölquelle entsprungen sein soll. 

Bildergalerie

Neugierig auf ein paar Bilder geworden? Bitte sehr:  😉

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Kategorien:Archäologie, Fotostrecken, Geschichte, Italien, Reisen, Rom

  1. rom war ich leider noch nicht.
    muss wirklich toll sein.
    vor allem würde mich das vatikan museum interessieren.
    danke für deinen bericht!

  2. Die Santa Maria in Trastevere ist sicherlich eine der schönsten Kirchen, die ich je gesehen habe. Und da all diese wunderbaren Bauwerke in einer Zeit, die mich brennend interessiert, entstanden sind, habe ich schon viele Kirchen gesehen, die mich schier aus den Socken gehauen haben!

  3. Der Zauber von Rom ist immer zu entdecken!

  4. Hallo bbitalien, willkommen auf meinem Weblog!

    Ja, Rom … *seufz*
    Ich werde die Stadt der Städte sicherlich nicht zum letzten Mal bereist haben. Vielleicht steige ich bei meinem nächsten Besuch in einem der B&Bs ab, die Du auf Deiner Homepage bewirbst. (Das Hotel, in dem ich hauste, war nicht gerade berauschend … außerdem sind mir B&Bs immer lieber, weil persönlicher.) Darf ich mich dann an Dich weden, wenn es so weit ist?

    LG Kipet

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