Engländer findet Goldschatz

Der Traum eines Hobby-Schatzsuchers: Einmal in seinem Leben einen Goldschatz zu heben. Dem arbeitslosen Engländer Terry Herbert ist genau das gelungen: Am Acker eines Freundes barg er einen Sensationsfund, der aus dem 7. Jahrhundert stammen soll!

Vor 18 Jahren legte sich der arbeitslose Brite Terry Herbert seinen ersten Metalldetektor zu. Im Juni diesen Jahres zog es den 55-Jährigen auf die Felder eines Freundes in der Grafschaft Staffordshire und buddelte dort in nur 5 Tagen einen sagenhaften Goldschatz aus der Zeit der Angelsachsen aus. 1500 Stücke umfasst der archäologische Sensationsfund, der von Experten als noch bedeutender angesehen wird, als der Schatz von Sutton Hoo in Ostengland.

Was passiert mit dem Schatz?
„Stell dir vor, du bist zu Hause und jemand hört nicht auf, Geld durch deinen Briefschlitz zu stecken“, freut sich Herbert gegenüber der Presse. Ein Richter in Staffordshire deklarierte seinen Fund offiziell als Schatz, der damit dem Empire gehört und von Museen erworben werden kann. Es wird noch einige Zeit dauern, bis der endgültige Wert des Fundes feststeht, aber am Ende geht das Geld an Terry Herbert und jenen Bauern, dem das Grabungsfeld gehört.

Der Sensationsfund:
Derzeit liegt der Fund im Birmingham Museum and Art Gallery. Er umfasst 5 Kilo Gold und 1,3 Kilo Silber. Dazu aufwendig dekorierte Schwertgriffe und Helm-Teile, einen Goldband mit Bibeltexten und drei Kreuze. Die Archäologen siedeln die Schätze im einstigen angelsächsischen Königreich Mercia an. Sie sollen aus dem 7. Jahrhundert stammen.

„Die Leute lachen über Sondengänger […] aber wir sind da, um solche Sachen zu finden – und sie liegen da draußen!“, meint Herbert.

Zusatzinformation – Der Schatz von Sutton Hoo:
Vor rund 70 Jahren wurde in Sutton Hoo, Ostengland, eine Grabstätte mit 1,6 Kilogramm Gold entdeckt.

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Kategorien:Archäologie, Forschung, Geschichte

4 replies

  1. Wenn er dann auch wirklich das Geld erhält, ist es ja auch ok. Oftmals werden die „Finder“ ja auch übers Ohr gehauen…

    • In diesem Fall läuft alles sehr korrekt ab, in meinen Augen. Der gute Mann kann sich also in Zukunft über eine große Menge Geld freuen – Thema Arbeitslosigkeit ist mit einem Spatenstich vom Tisch! Ein Traum! Und stimmt, meistens kriegt der Finder außer einem feuchten Händedruck nichts.

      Generell ist dieses Thema ein großer Streitpunkt. Ein archäologischer Schatz gehört nun mal ins Land, in dem er gefunden wird – das ist zumindest meine Meinung.

      Wenn der Fund vom Finder selbst verscherbelt werden kann, weil er sein Eigentum ist, landet er beim Meistbietenden – was logisch ist – und somit verlassen archäologische Funde in den meisten Fällen „ihr“ Heimatland und werden so bald nicht wieder gesehen.

      Das war schon so zu der Zeit, als das alte Ägypten in der westlichen Welt modern war – als König Tut & Co die Presse bewegten. Selbst heute noch werden archäologische Grabungsfelder geplündert und die Funde an die Meistbietenden verkauft – das Land verliert ein Stückchen Identität, enorme Gelder und der Wissenschaft wird ein Auswerten des Fundes unmöglich gemacht, womit auch ein Teil des menschlichen Kulturerbes ins Nirvana eines reichen Sammlers verschwindet …

      So gesehen hat das „Klauen“ der Fundstücke vom Entdecker von Seiten des Staates schon eine gewisse Berechtigung – denn: wer haut am Ende wen übers Ohr?

  2. die freude muss riesig und für mich unvorstellbar sein !
    danke für die immer wieder so interessanten nachrichten!

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