Besuch im Essl Museum

Erstmaliger Gast-Beitrag auf „rosarot“! Sonnenschein hat uns einen tollen Bericht über die derzeit im Essl Museum laufende Ausstellung „Chalo! India“ geschrieben. Danke, Sonnenschein!
Sonnenschein schreibt:
Nun also mein Bericht. Leider ohne Fotos. 
Gestern und heute war der Eintritt kostenlos.
 
Das gibt es alles bei „Chalo! India“ zu sehen:
  • Fotostudio „Bollywood“ – wo Inderinnen zeigen, wie ein Sari traditionell gebunden wird. Wer will, kann sich dann vor einer bunten Kulisse fotografieren lassen. Diese Fotos werden dann auf der Website zum Downloaden veröffentlicht – „Atelier Halbstock“
  • Stündlich Führungen
  • Kinder-Führungen „mit dem Riesenelefant durchs Museumsland“
  • India Lounge  mit indischen Reiseimpressionen, Erfrischungen und  Ruhekissen
  • Im bemerkenswerten „Innenhof“ des Essl Museums: der „Garden of India“ –  indische Klänge, indische Köstslichkeiten und indische Accessoires
  • Tanzworkshops
  • India-Atelier für Krative egal ob Kinder oder Erwachsene
Empfang und fast in der ganzen Ausstellung begleitend:
Sphärische, indische, melodische Klänge bereiten ein angenehmes Wohlgefühl.
 
Skulptur in Weiß:
Ein Gartenteich-Plastik-Gefäß an dem links und rechts Ruder montiert sind, Teile eines typischen indischen Mauerreliefs. Dann eine Plattform einen Tisch darstellend auf dem wiederum unterschiedliche indische Mauerreliefs aufgetürmt sind. Dazwischen angeordnete Teile eines Lusters und – alles in strahlendem Weiß. Auf dem Tisch sitzt ein großes Insekt.
 
Tuc-Tuc / aus Knochen und ganz in Weiß:
Wer schon mal in Asien war weiß, dass dort die kleineren „Beförderungsmittel“ – bzw. Taxis „Tuc-Tuc“ heissen. Nun- dieses Tuc-Tuc ist in absolut realer Grösse und komplett aus Knochen gearbeitet. Skuril – aber wirklich gut. Ich weiss auch nicht, ob das alles echte Knochen oder Nachbauteile sind …
 
Goldenes Motorrad:
An diesem alten, gold bemalten Motorrad hängen links und rechts des Sattels – und auch wo sonst noch möglich – jede Menge typische Flüssigkeitsbehälter aus Asien in Metall.
 
Wandrelief einer Stadt  – ganz einfach irr …:
Das Modell einer Stadt ist an einer grossen Wand überdimensional angebracht. Das Bemerkenswerte daran ist, dass dieses ganze Modell an der Wand „hängt“ und nicht „steht“. Ersichtlich sind Häuser, Moscheen, Fabriken, Hochhäuser, kleine Blechhütten, teilender Fluss. Und das alles sieht man eigentlich „von oben“. Geht man ein klein wenig seitlich, kann man alle einzelnen Gebäude im Detail auch von der Seite betrachten.
 
Auseinandersetzen mit der Veränderung in der Grosstadt:
Immer wieder erwecken in den nächsten Räumen die Darbietungen den Eindruck der Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen und auch schon früher vorhanden Problematik – dem Müll. Da Müll zum Kunstobjekt avanciert, wird die Tristess und Unausweichlichkeit deutlich – Müll wird zum Kunstobjekt.
 
Meschen und Tiere auf Grillstangen:
Eben Menschen und Tiere unterschiedlichster Art, auch als Marionetten und klein dargestellt, finden sich gemeinsam auf einer Grillstange wieder. Von diesen Grillstangen gibt es aber viele – erinnert an Grillhendelnstation beim Hornbach …
 
Schattendarstellungen:
Betritt man einen Raum weiss man nicht, dass man dadurch selbst zur „Schattenfigur“ wird.
 
Stempelbilder:
Interessant und bemerkenswert ist die Darstellung von Portraits in Lebensgröße mittels kleiner Stempel – wie anno dazumal. In unterschiedlichen Farbnuancen abgstimmt ergibt das tatsächlich eine wunderschöne Wiedergabe eines Menschen.
 
MIF  –  My Indian Family: Spende montalich € 15,– für eine persönlich ausgesuchte Familie.
MIC  –  My Indian Child: Spende monatlich € 30,– für ein spezielles persönlich ausgesuchtes Kind.
SAMHATHI Österreich – Hilfe für Indien:
Samhathi ist ein Sanskritwort und bedeutet “ein Ort, wo Menschen guten Willens zusammenkommen”. Diese Organisation – früher in Deutschland seit 10 Jahren auch in Österreich – wurde von Frau Gerda Madl (hab ich persönlich gesprochen) ins Leben gerufen.
 
Diese Organisation betreut Menschen aus Kerala. Meist Fischer.
 
So, das wär’s! Wirklich sehr bemerkenswert, diese Ausstellung. Vor allem auch – für mich – weil die „Kapelle“ im Essl-Museum auch mit Indien ausgestattet ist und nicht wie sonst mit „Nitsch“ – den ich nicht mag. Und noch etwas, alle Bilder der üblichen Ausstellung waren weg und somit sehr viel Platz für diese interessanten und für mich neuen Darstellungen.
 
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Kategorien:GastautorIn, Tipps

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