Hogmanay

Oder: mit dem Dudelsack ins Neue Jahr!

Wenn Schotten feiern, tun sie es bekanntlich richtig. Während in Wien zu Silvester ein paar Kracher und ein minderprächtiges Feuerwerk die Menschen erfreut, tanzt in Edinburgh der Bär.

Hogmanay
Ich brauchte nicht lange zu überlegen, als man mir freundlicherweise ein paar Airmiles anbot – mein Flug nach Edinburgh war somit gesichert. Ich wollte Hogmanay, das schottische Neujahrsfest, endlich einmal erleben. Vier Tage lang stehen zu Silvester in Britanniens nördlichster Provinz sämtliche größeren Städte unter Strom. So schloss ich mich drei Freunden an und freute mich auf eine Silvesterparty der intensiveren Art. 

Bereits am 29. Dezember ging’s mit den Feierlichkeiten los. 

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Neujahrsmarkt in Edinburgh

Entlang der Princes Street wurde eine Art Silvestermarkt mit Ständen errichtet, an denen man fürs leibliche Wohl – sowohl in flüssiger als auch in lukullischer Form – sorgen konnte. Oft wurde der Mulled Wine angepriesen und probierfreudig wie wir punschverwöhnten Wiener sind, testete ich das Gebräu schon nach einem leisen Schnüffler leicht skeptisch. Und wahrlich, er war einfach nicht trinkbar, dieser Mulled Wine. Also: back to the roots – denn Guinness ist auch in Schottland good for you.

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Winter Wonderland in Edinburgh

Im Winter Wonderland in den Princes Street Gardens konnte man sich dem Eistanz hingeben – oder in manchen Fällen dem „Eislauf-Bauchfleckmarathon“. 

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Torchlight Procession in Edinburgh

Abends zelebrierten Edinburghs Bewohner mit der traditionellen und romantischen Torchlight Procession über die Royal Mile den Beginn des mystischen Jahreswechsels. Schön, wenn sich ein wahrer „Fluss aus Feuer“ durch die mittelalterlichen Gebäude und Gässchen schlängelt. Ein eindrucksvolles Spektakel.

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Edinburgh Castle – ein Platzhalter – den abendlichen Tanz am Grassmarket hat ein Freund fototechnisch festgehalten – folgt!

Am 30. Dezember ging es mit The Dancin‘ am mittelalterlichen Grassmarket zu Füßen von Edinburgh Castle weiter. Grassmarket, dereinst Schauplatz blutiger Hinrichtungen und anderen mittelalterlichen Bestrafungsspektakel, mutierte trotz klirrender Minusgrade zum brodelnden Dancefloor. Neben diversen klassischen Tänzen und Showeinlagen, wurden Einheimische und Touristen auch zum Ceilidh, dem traditionellen altschottischen Tanz, aufgefordert. Mitten darunter: vier Wiener, die kräftigst und ausgelassen das Tanzbein schwangen.

Das alles wurde am 31. Dezember von einer Reihe sensationeller Events übertroffen. Zwei Wermutstropfen: (1) für jeden Event benötigte man einen Streetpass, ohne den man die Innenstadt Edinburghs in den Abenstunden nicht mehr betreten konnte. Diese Streetpasses und Eventpasses musste man sich schon vorab besorgen, wobei man auch noch schnell handeln musste, weil diese Pässe schon Wochen im Voraus ausverkauft waren. (2) Die Streetpasses sahen aus wie Club-Med-Mitgliedsbändchen. Wie ein Gentle Member durfte man sich diese Plastikbändchen ums Handgelenk schlingen, nicht gerade meine Vorstellung von Spaß. Aber wenn’s nicht anders geht … was tut man nicht alles für Hogmanay?!

Neben budgetären Drama-Events wie dem Concert in the Gardens, den Glayva Ceilidh in the Gardens, The Hoog, dem Klassikmusik-Event Candlelit Concert in der St. Giles Cathedral und dem Boogie Wonderland gab es auch die 10 GB-Pfund billige Street Party. Selbstredend hatten wir Club-Med-Bänder für letzteres Event, was sich am Ende als die beste Entscheidung überhaupt herausstellte. 

Zuvor erfreuten wir uns an des Briten liebsten Zeitvertreibs, des Schlangestehens. Wir mussten geschlagene eineinhalb Stunden und drei Warteschlangenwindungen lang für unsere Club-Med-Streetpasses anstellen. Wir Mitteleuropäer zählen ja nicht gerade zur geduldigsten Gattung Mensch, doch das Anstellen entpuppte sich letztendlich als doch recht unterhaltsam, weil wir mit den anderen Anstehenden witzige Gespräche führen konnten. Die Schotten erscheinen zwar im ersten Moment als recht mürrische Gesellen, entwickeln sich aber nach einer gewissen Anstelldauer zu herrlich zynischen Spaßvögeln. Etwa Galgenhumor? Egal, die Wartezeit haben wir uns jedenfalls mit einigen Witzchen versüßt. Zudem machten ein paar Passanten das Anstellen zum fröhlichen Event:

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Warteschlange

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Gibt es was Schöneres als Touristen mit einem Dudelsackspieler zu fotografieren?

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Dieser Tage ein häufiges Straßenbild …

Um 21.00 Uhr ging’s dann los: Die Street Party rief uns. Angetan mit unseren feschen Club-Med-Bändchen starteten wir in unser Silvestervergnügen. Hier ein Bierchen geschlürft, weiter des Weges, dort ein Stamperl Whisky terminiert, und wieder ging’s weiter. Dank der klirrenden Kälte war der Alkohol nach zwei Schritten außerhalb der Pubs ins Nirvana verpufft. Antrinken war einfach nicht möglich. Auch gut, wir waren ja zum Feiern hier. 

Die Street Party erwartete uns mit sage und schreibe drei Musikbühnen an strategisch wichtigen Stellen: An der Waverly Stage tummelten sich Fans der aktuellen Musikwelt Schottlands. Glasvegas, Complete Stone Roses, Attic Lights und Broken Records spielten für die frierenden Silvestergänger auf.

An The Mound Stage trieben GreatCalverto, Michelle McManus und Concrete Jungle Collective ihr Unwesen.

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Die Peatbog Faeries heizten uns gehörig ein!

Schottischen Musikflair boten Peatbog Faeries, Moishie’s BagelBurach und Watergaw auf der Scott Monument Stage. Ohne Frage und Zögern – dort hat es uns hin verschlagen. Kurz vor Jahreswechsel hoben Peatbog Faeries von der traumhaften Hebrideninsel Skye zum ultimativen Dudelsackumschlag an und wir wurden mit schottischen Popgesängen ins Neue Jahr geblasen. Es gab kein Halten und kein Zaudern, die Musik riss einfach jeden mit und alles um uns herum tanzte ohne Unterlass. Partypower pur, in seiner reinsten und urigsten Form. Gekrönt wurde das Spektakel mit einem Feuerwerk der Superlative – über dem Edinburgh Castle kreierten die Pyrotechniker eine Show die ihresgleichen sucht.

Wir feierten das Neue Jahr bis in die Puppen. Am 1. Jänner gab es noch etwas für die ganz unerschrockenen Schotten, das wir aufgrund unserer am Vortag eingefangenen Frostbeulen aber sein ließen: The Loony Donk – das kollektive „verkühl-dich-Schwimmen“ –  an der South Queensferry – Verrückte und solche, die es nach diesem Event sicherlich sind, springen weniger oder noch weniger bekleidet ins kühle Nass.

Was wir sonst noch in Edinburgh taten? Hier ein rascher fototechnischer Einblick:

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Vier fesche Schotten im kultigen Outfit.

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Shopping und Lustwandeln auf der Royal Mile.

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Spooky What – Schock für unseren Tischnachbarn!

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Ein bisschen Kultur durfte natürlich auch nicht fehlen – Edinburgh Castle …

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Holyrood Palace – Besuch bei der Queen

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… und weil’s so schön war, nochmals ein Bild von der Königin liebstes Schloss in Schottland.

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Um nach Sterling zu kommen mussten wir von der Waverly Station aus die Bahn nehmen. Hier sieht man die wunderschön gefertigte Decke des Wartesaals in Edinburghs Hauptbahnhof „Waverly Station“.

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Sterling – Straßenbild

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Sterling Castle – mit Traumblick ins Sterlingshire.

thai1
Wohl das Beste an Thai-Essen, das meinen verwöhnten Gaumen jemals erfreuen durfte:

Thai Orchid
5a Johnston Terrace
Edinburgh
UK – EH1 2PW

URL: www.thaiorchid.uk.com 

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Kategorien:Fotostrecken, Reisen

35 replies

  1. toller bericht!
    macht neugierig!

    nur kipet – du hast die heurigen feuerwerke in wien nicht erlebt.
    schrecklich, kann ich nur sagen.
    am kobenzl konnte man nur die ersten beiden feuerwerke sehen, dann war ganz wien vernebelt und gar nichts mehr zu sehen …

    muss schön gewesen sein, deine reise!

  2. Danke für den Bericht ..
    ich werde Ihn heute noch geniessen 😉

  3. Super Bericht, tolle Bilder. Da hat man echt Lust, gleich das nächste Fest vor zu buchen 🙂

    äääh… und wo versteckt sich kipet? 😉

  4. @Sonnenschein: Klingt nicht gerade berauschend, das Feuerwerk an Silvester in Wien. Da bin ich froh, dass ich war wo ich war … 😉

    @Nirak: .. und? Hast Du den Bericht gelesen? 🙂

    @Wortman: Danke, danke! Wo ich stecke? Hinter der Kamera mit Finger am Auslöseknopf! 🙂 Aber keine Angst, einer meiner Freunde hat auch Fotos geschossen, vielleicht bin ich ja da drauf mal zu sehen. Ich kann Dir Hogmanay nur empfehlen und wenn Du wirklich beim nächsten Festl dabei sein willst, würde ich Dir raten Dich spätestens im September online um Tickets zu kümmern – und ums Hotel. Edinburgh ist zu Hogmanay ausgebucht!

  5. ich würde mich freuen, dich auch mal drauf zu sehen 😉

    ich glaube nicht, dass ich es 09 schaffen werde, dort hinzufahren.

  6. Na ja, dann schaffst Du’s ja vielleicht 2010 … 🙂

  7. Ja, habe ich gelesen – aber es gibt da noch nicht erforschte Links 😉
    Das ist eine Gegend die mich total reizt !!!

    Ich war zu Silvester in Klagenfurt, LG : )

  8. Klagenfurt – auch nicht schlecht, oder?

  9. hallo, toller bericht! das hat mich nochmal extra motiviert. 🙂
    ich will dieses jahr zum hogmanay nach edinburgh. flug und hotel sind schon gebucht, aber wo kriege ich denn bloß die streetpasses/tickets her?

  10. Hi Horst, willkommen auf meinem Weblog!

    ICH BENEIDE DICH UM DEINE SILVESTERPLÄNE!!!! Und ich bin gerade am Ausknobeln, ob wir das heuer nicht wieder machen werden.

    Die Streetpasses kriegst Du auf der offiziellen HP: Edinburgh’s Hogmanay: http://www.edinburghshogmanay.com/
    Allerdings gibt’s die noch nicht zu kaufen. Wir haben im Vorjahr zirka einen Monat vor Hogmanay die Tickets gebucht. Wenn Du’s ein bisserl früher machst, so Anfang/Mitte November wäre das ganz gut, denke ich.

    Allerdings weiß ich nicht, ab wann man auf dieser HP die Streetpasses buchen kann. Da musst Du leider ab und zu einfach mal hinklicken …

    Wünsche Dir jedenfalls WAHNSINNIG VIEL SPASS (den Du sicher haben wirst)!

    Alles Liebe,
    Kipet

  11. hey, danke für die antwort, das ging ja rasend schnell! auf der homepage war ich sogar schon, ich war nur irritiert, weil da noch überhaupt nichts aktuelles stand, aber da war ich wohl einfach zu ungeduldig 🙂
    ich bin sowas von gespannt!

  12. Gern geschehen! 😉

    Wie gesagt, nicht irritieren lassen, die stellen die Streetpasses relativ kurzfristig online. Und Du kannst beruhigt sein, Du kriegst ziemlich sicher was Du willst. Ist auch gut so, denn ich glaub nicht, dass sie jetzt schon das Line-up für die diversen Stages haben. Wenn wieder die „Peatbog Faeries“ dabei sind kann ich Dir nur eins raten: GEH HIN! Die sind sensationell! Hier ein YouTube-Clip eines Songs der Band – und stell Dir das nun mit dem Hintergrund „Edinburgh Castle und Feuerwerk“ vor – eine Wahnsinnsstimmung!!!! http://www.youtube.com/watch?v=Z_TdfGa8ALQ

  13. Hallo!
    Toller Bericht, tolle Fotos!
    Danke dafür.
    Wir werden dieses Jahr mit Freunden fahren.
    Die Streetpasses hat unsere Ferienwohnungsvermieterin schon gekauft.
    Dank Eures Berichts kann ich es jetzt kaum noch erwarten, endlich loszufahren…Nur noch 31 Tage warten..dann…
    Liebe Grüße
    Martina

  14. Hallo Martina, willkommen auf meinem Blog!

    Wow, wunderbar – Dich/Euch erwartet ein wirklich gigantisches Silvesterfest! Leider geht es sich mir heuer nicht aus – aber es gibt ja im nächsten Jahr wieder Hogmanay in Edinburgh …

    Freut mich auch, dass mein Beitrag Euch die Entscheidung leichter gemacht hat. 🙂

    Viel Spaß in Edinburgh – feiert bitte doch gleich für mich mit – in Gedanken bin ich eh dort … 😉
    Kipet

  15. Hallo kipet!

    Klar, wir werden an Dich denken, und auch für Dich ein ehrliches Drum mittrinken.
    Ich hatte mir dieses besondere Fest für irgendwann mal in meinem Leben vorgemerkt…so zusagen als „thing to do“ , aber dass wir dieses Jahr sogar schon dort feiern, hätte ich nie gedacht! Bin jetzt durch Deinen Erlebnisbericht so richtig in Aufregung geraten!
    Und zu Deinen Fotos nochmal: Sag´mal, was war das für ein Kaiserwetter in Stirling? Sonne?
    Blauer Himmel? Können die Wettergötter das für uns dieses Jah nochmal machen,bitte? ??

    Grüße
    Martina

  16. Freut mich sehr, dass Dir mein Bericht noch mal ein bisserl mehr Vorfreude auf Schottland bereitet hat!

    Jaaaa, Kaiserwetter in Sterling. Ein Traum. Wir konnten bis weit nach Nordschottland rein sehen, als wir auf Sterling Castle auf der Burgmauer einen Rundgang machten. Ich sag’s Dir, der Blick war einfach ein unvergesslicher Wahnsinn, die Luft total klar und rein. Ich habe mich spätestens da in Sterling auf Knall und Fall verliebt! Auf Sterling Castle wurde ein Silvester-Special gefeiert – mit Leuten in Ritterkostümen u.s.w. Wenn Ihr also Zeit habt und das Wetter passt, ist ein Ausflug nach Sterling wirklich sehr empfehlenswert!

    Drück Euch die Daumen, dass das Wetter passt! – Und danke fürs Drum – ehrlich noch dazu! 😉

    LG und VIEL SPASS in Edinburgh,
    Kipet

  17. Ja gute Idee!
    Ich soll auch im Namen unserer Freunde schön grüßen! Ich habe denen den Link zu Deinem Blogg gesendet! Tanja schreibt, dass sie Gänsehaut beim lesen bekommen hat.
    Das mit dem Ritterfest ist am 1.1. gewesen? Ist das jedes Jahr?
    Fragt
    Martina

    • Danke fürs Grüßen lassen – und für die Blumen! 😉

      Das Ritterfest war im letzten Jahr bis zum 3.1. – oder so. Damals meinte eine der Souvenirshop-Damen, dass das jedes Jahr gefeiert wird. Vielleicht erkundigt Ihr Euch einfach mal in Edinburgh (eine große TI ist gleich bei der Waverly Station), was und ob heuer in Sterling Castle geplant ist.

      Ehrlich, wenn ich das so lese … am liebsten würd ich gleich den nächsten Flieger buchen! 😉

      Ich wünsch Euch viel Spaß in meinem heißgeliebten Schottland!
      Kipet

  18. Noch ne Frage! Sorry!
    Wie ging das mit dem Zug nach Stirling? Wie oft fahren die? Mußtet Ihr umsteigen, wart Ihr lange unterwegs? Wir waren schon 2 Mal in Stirling. Mit ner öden Reisegesellschaft, aber dann im letzten Juni mit einem Leihwagen. Das war dann richtig toll. Leider ist der Pallas immernoch in Rekonstruktion, sodass man den noch nicht besichtigen konnte.
    Dieses Mal fahren wir mit unserem eigenen Auto. Wir nehmen die Fähre(16 Std. Abenteuer!) Dann erwartet uns der Linksverkehr mit unserem europäischen Left-Hand-Wagen!
    HIHI! Aber mal sehen..Wir landen im Hafen von Newcastle, und dann geht´s nordwärts. Eine Abbey, oder auch zwei liegen da auch schon am Weg. Das Haus von Sir Walter Scott auch! Ich muß mich beherrschen da nicht gleich alles sehen zu wollen. Es soll auch nicht gleich nach der Ankunft zu viel werden.
    Es sind heute nur noch 30 Tage bis zur Abfahrt!

    Grüße aus dem Ruhrgebiet
    sendet Martina

    • Also alle 30 Minuten geht ein Zug von der Waverly Station nach Sterling. Man sollte sich nur wegen der Rückfahrt erkundigen (wann der letzte Zug geht, nur zur Sicherheit, denn wir sind zu lange in einem Pub hängen geblieben … *gg*). Man muss nicht umsteigen und man fährt auch nicht lang. Die Landschaft ist recht kurzweilig.

      WOW – Ihr macht ja gleich eine tolle Schottlandrundreise! Fantastisch! Wie lange plant Ihr zu bleiben? Wie weit in den Norden wollt Ihr denn fahren?

      Guter Link: http://www.visitscottishheartlands.com/

      Übrigens gibt’s in Sterling ein wirklich tolles Hostel – gleich neben dem Gefängnis und dem Friedhof: Stirling Youth Hostel (SYHA).

  19. Nein, so lang bleiben wir leider nicht! Die Tour, und die vielen Besichtigungen heben wir uns für den Sommer mal auf! Heuer fahren wir am 27.12.09-03.01.2010. Das sind nur ein bisschen.
    Hogmanay plus etwas besonderes, vielleicht Ritterfest in Stirling. Oder etwas anderes je nach Wetter…Egal, hauptsache wir erleben Hogmanay und Scotland! Ist auch unser Lieblingsziel… Jetzt sogar in einer tollen Gruppe.
    Gruß
    Martina

  20. Nun ja, ist ja fast eine Woche, damit lässt sich schon einiges anfangen …

    Wäre fein, wenn Du nach Eurer Reise kurz berichten könntest wie’s war! So ein bisserl Fernweh schüren … 😉

  21. Klar, wird gemacht!
    Sehr gerne sogar.
    Wie oft warst Du schon in holy scotland?
    Wo warst Du überall?

    Fragt
    Martina

    • Schon einige Male. Ich habe Edinburgh, Sterling, Glasgow rauf in den Norden über Inverness und Loch Ness bis nach Thurso, rüber nach Ullapool, Skye, Eilean Donan, Fort Williams (hat mir gut gefallen, wir haben da toll gegessen und in einem alten Schulhaus gewohnt – spooky), Glencoe, Loch Lommond, Oban (hier habe wir auch total schräg gewohnt – ein einem Herrenhaus oben nahe beim Folly, unser Host hatte ein bisserl was von Norman Bates … „Norman“ hatte auch einen alten Vater, mit dem er immer in der Küche gewispert hat und den wir NIE zu Gesicht bekamen *gg*). Mir haben aber alles in allem Skye (auch hier haben wir eine schräge Behausung gefunden, fern abseits vom Tourismus, in der Talisker Bay), natürlich die unvergleichbaren Highlands und der Norden, Thruso, gefallen. Ich liebe es entrisch … 😉

      Was mir noch fehlt sind: Mull, Islay, Jura, Süd- und Ostschottland (Gegend Aberdeen & Co), die Äußeren Hebriden, die Orkeys und die Shetlands. Ich fürchte nur, dass ich mich unsterblich in die nordischen Inselchens verlieben werde und nimmer von dort weg mag. *seufz*

    • Ja – und ich vertrat immer die Meinung, dass die Schotten sich in dieser Frage mit den Nordiren zusammen schließen sollten! *gg*

      Nein, im ernst, das war schon immer der Wunsch der Schotten. Und von der historischen Seite her sicherlich auch noch immer ein Pulverfass. Ein Parlament hat Schottland ja schon … Bin gespannt, wie weit Lodon das gedeihen lässt.

  22. Ja, ja die Politik! Die Schotten wollen die EU und den Euro. London ehr nicht. Scotland hat Erdöl und uns als Touris. Aber was noch? Ich frage mich, ob das reicht? Klein sind sie, aber abgelegen…Was soll dann werden, nach dem Erdöl? Hab´im vorletzten Oktober mit unserem Reiseleiter darüber gesprochen. Er sagte, dass es knapp wird. 51% sind für den Verbleib, aber auch 49% für die Unabhängigkeit. Das war die angebliche Volksseele im Oktober 2008. Wie das jetzt wohl aussieht?
    Fragt
    Martina

  23. Stimmt, Erdöl (das auch irgendwann einmal in diesem Theater erschöpft sein wird) und Touris machen noch nicht viel aus.

    Aber mal ehrlich – wir in Ö haben nicht mal nennenswerte Erdölvorkommen und leben großteils von unseren Touris, aber wir haben gewisse Industrien hier recht gut und international am Laufen. Wirtschaftlich gesehen ist Schottland eher ein Entwicklungsland.

    Und da kommt das Hauptproblem der Schotten ins Spiel: Die Abwanderung der Jungen in die Städte (in den Süden oder gar Auswanderung), weil sie daheim keine Jobs kriegen. Abwanderung, Arbeitslosigkeit und ihre Folgen, damit schlagen sich die Verantwortlichen in Schottland herum. Wenn sie das nicht in den Griff kriegen, sprich die Überalterung stoppen können, sieht’s logisch gesehen nicht grad gut aus mit den Unabhängigkeitsbestrebungen (die in meinen Augen eh illusorisch sind, weil die Brits die Scots niemals werden ziehen lassen und selbst die Scots nicht einheitlich dahinter stehen). Bzw. wer kann schon abschätzen, wohin die Unabhängigkeit Schottlands Schottland selber führt? Da sind zu viele wirtschaftliche Parameter, die einer dringenden Lösung bedürfen.

    Andererseits: von der Geschichte her haben sich die Schotten nie wirklich den Engländern, bzw. den Brits, zugehörig gefühlt.

    Ist eine weitere Frage: wieso es in einem angeblich geeinten Europa überhaupt noch Grenzen und historisch bedingte Zoffereien gibt? Wie weit ist Europa denn wirklich?

  24. Hallo kipet!
    Wir sind Vorgestern aus Scotland zurückgekommen. Das Land war ein Wintermärchen….
    Kaiserwetter hatten wir auch. Aber auch alles andere: Schneesturm und Blitzeis, mit Verkehrschaos rund um Edinburgh, sogar eine Reifenpanne …
    Der Torchwalk am 29.12 war traumhaft. Sehr viele Menschen haben daran teilgenommen. Das Familyparty-event ebenfalls traumhft schöööön! 1000 Kerzen brannten.
    Nur die von uns so sehnsüchtig erwartete Hogmanaysteetparty—ein Reinfall!
    Es lag unserer Meinung nach daran, dass von den Veranstaltern viel zuviele Eintrittskarten verkauft wurden. Die Princessroad war ab 23.00 packed full. Nichts ging mehr. Niemand konnte noch vor oder zurück. Die Schotten waren extrem betrunken und rempelten rücksichtslos durch die Massen. In der Zeitung The Scottsman wurde berichtet, dass die Hogmanayfeier letztes Jahr 600.000 GBP Verlust gemacht hat…sodass wir uns die vielen verkauften Eintrittskarten erklären konnten. Nein, kurz vor einer Panik sind wir rausgeflüchtet, und konnten dann Gott sei Dank das Feuerwerk noch von der Northbridge bestaunen. Da war die Welt dann wieder in Ordnung.
    Alle anderen Tage haben wir kleine Touren unternommen. North Berwick mit dem Tantallon Castle haben wir besichtigt. Ein paar Schritte sind wir auch später am Loch Lomond auf dem West Highland Way gelaufen. Es war die unglaublich schöne Natur, die uns die überfüllte Silvestersause mit Leichtigkeit hat vergessen lassen. Bilder über Bilder wurden gemacht. So unglaubliche Motive im Schnee….
    Alles in Allem trotzdem eine tolle, supertolle Reise!
    Liebe Grüße
    Martina

  25. Hallo Martina,

    Ui, schade. Tut mir leid, dass Euer Hogmanay eher ein Reinfall war. Menschen waren im Vorjahr auch da, nur wirklich nicht so dolle, als dass man keinen Schritt mehr hätte machen können. Irgendwie erklärt das die 600.000 GBP Verlust im Vorjahr. Betrunkene, grölende Schotten (und Spaßvögel aller Nationalitäten) gab’s auch, aber das hat sich alles in Grenzen gehalten, war eher lustig als unangenehm.

    Was Du geschildert hast, wäre auch nicht das Richtige für mich gewesen, bin leicht klaustrophob veranlagt. Grölende Menschenmassen machen mich narrisch! 😉

    Ich bin aber froh, dass Eure Trips ins Umland (Loch Lomond ist wirklich ein Traum – zu jeder Jahreszeit!) Euren Aufenthalt in Schottland versüßt haben. Wäre schade gewesen, wenn der einzige Eindruck, den ihr mitgenommen hättet, ein unangenehmer gewesen wäre! Schottland – covered in ice and snow – muss ein echtes Winterwonderland sein! *seufz*

    Danke für Deinen tollen, ausführlichen Bericht!
    Alles Liebe – und noch ein schönes Neues 2010 für Dich,
    Kipet

  26. Wünsche Dir auch ein tolles 2010!
    Liebe Grüße

    Martina

  27. Danke, Martina! 😉

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