Magersucht schadet Knochen

Schon leichte Magersucht beeinträchtigt Knochenaufbau in Pubertät

Anorexie – oder Magersucht – betrifft etwa ein Prozent aller weiblichen Teenager. Eie Studie der Bostoner Harvard Medical School hat nun ergeben, dass schon in der Anfangsphase dieses Krankheitsbildes ernste Knochen- und Folgeschäden bei den Betroffenen entstehen. Orthopäden warnen vor erhöhtem Risiko von Brüchen und Osteoporose im Erwachsenenalter.

Unterernährung verursacht Kalziummangel und das Fehlen von Proteinen und anderen Nährstoffen. „Gerade in der Pubertät befinden sich die Knochen im Endspurt ihres Aufbaus. Magersucht bremst diese Entwicklung erheblich und es kommt zu einer Rückbildung des Knochengewebes“, sagt Helmut Radpspieler vom Münchner Osteoporose-Zentrum im Interview mit pressetext.

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Kategorien:Forschung, Medizin

7 replies

  1. bin ich froh, dass ICH davon nicht betroffen bin …

    spass beiseite.
    ausgewogene und richtige ernährung, bewegung an der frischen luft und alles ist paletti.
    man sollte halt nichts übertreiben.
    in der einen, als auch in der anderen richtung.

  2. dummerweise lassen sich diese mode- und hungergeilen mädchen davon nicht abhalten. die feieren ja teilweise ihre klappergestell-erfolge wie andere menschen 6 richtige 😦
    bei myblog sind berge von diesen hungerblogs zu finden 😦

  3. Das Problem ist, dass die Modewelt „thin is beautiful“ vermittelt. Vollkommen daneben auch der Hollywood-Tred, wo die Topstars (Angelina Jolie zB.) mittlerweile aussehen wie wandelnde Skelette.

    Der Druck der Clique ist im Teenageralter enorm. Entspricht man nicht dem Idealbild oder der Norm, ist man beinahe automatisch Außenseiter und Loser. An die Spätfolgen, bzw. die Möglichkeit, dass Anorexie auch eine Einbahnstraße in den Tod bedeuten kann, denken die Kids in dieser Phase einfach nicht.

    @Wortman: Ich finde ja, dass man Blogs, die so einen Mist verbreiten, sofort sperren sollte!

  4. Liebe bisherigen Kommentatoren,
    Magersucht wird oft in den Medien als „Teenieverücktheit“ oder Model-Nachahmungsfanatismus propagiert. Ihr vergesst, dass dies eine psychische Krankheit ist! Einfach so, mir nichts dir nichts aussteigen funktioniert nicht. Auch wenn es tragisch ist, dass viele Kinder betroffen sind, es gibt auch Erwachsene die damit leben. Man weiß, dass man sich selbst schadet, ebenso wie andere Rauchen, oder eben andere Trinken. Dennoch wird gerade diese Krankheit sehr dämonisiert. Kindern sollte man generell helfe, weil sie sich ihrer Tragweite oft nicht bewusst sind – im Gegesatz zu Erwachsenen. Auch nicht jeder Blog ist schlecht, so manch einer versucht den Lesern einen Einblick in die persönliche Psychose zum tieferen Verständnis zu geben…Nicht um sie zum Nachmachen zu motivieren, sondern viel eher, damit man oft nicht im Vorfeld verurteilt wird.
    Alles Liebe (ich bin auch Mutter!)

  5. Hallo, liebe Mina, willkommen auf meinem Blog – und danke für Deinen interessanten Beitrag!

    Mir ist schon klar, dass Menschen (und bei Leibe nicht nur Teenies), die unter den diversen Essstörungen leiden nicht „verrückt“ sind, sondern sich mit schweren psychologischen Problemen herumschlagen, die tief unter der Oberfläche brodeln. Was (vor allem) ich ankreide ist die Tatsache, dass gewisse Modeströmungen und Role Models (Schauspieler, Musiker etc) durch ihre Vorbildwirkung diese psychischen Tiefphasen in eine unerwünschte Richtung treiben und diesen „way of hard return“ auch noch unterstützen. Diese Blogs und Beiträge wollte ich still legen.

    Ein (Blog)Erfahrungsaustausch im Sinne von „ich hab’s überwunden“ oder aber auch abschreckende Berichte wie jenen der Österreicherin, die sich zu Tode gehungert hat, sind WICHTIG. Extrem wichtig, denn sie bringen Betroffene vielleicht zum Nachdenken.

    Leider sind Menschen in psychischen Ausnahmesituationen nicht wirklich bereit über ihr Problem zu sprechen. Das Sprechen ist (bekanntlich) ja schon der erste Schritt in Richtung Heilung.

    Essstörungen in jede Richtung sind lebensgefährlich.
    Man muss/sollte darüber sprechen, sie dürfen NICHT zum Tabuthema werden.
    Und man sollte darauf achten auf welchen Sites sich die Kids herum tummeln und auf jeden Fall mit ihnen über deren Inhalt sprechen.

    Ich bewundere jede Familie, die eine Essstörungsphase eines Familienmitglieds gemeinsam bewältigt. Das ist harte Arbeit und bei Leibe kein Teenagerschmäh, sondern Todernst. Im wahrsten Sinne des Wortes.

  6. hallo,
    schön dass du das so siehst, hat zuerst nicht ganz so geklungen… was ich noch anmerken wollte: nicht jeder muss gesund werden, auch das ist ein propagandistischer zug der medien – leben damit ist möglich, nicht immer gut, aber es geht. manchmal ist die abnormalität gar nicht so schlecht, nicht dass ich das jetzt als gut verkaufen will oder jemanden dazu veranlassen will das auszuprobieren. jeder hat seine psychose, ich sehe das so… in den medien werden alle dinge ins extremum gezogen, kaum einer der „stars“ der mit ms eingeliefert wird ist ernsthaft so „weit“ wie viele private ms, schon nach monaten sind sie „geheilt“; das mutet als betroffene oft sehr merkwürdig an… auch mme caro finde hat ihre wirkung verfehlt – ist sie doch erst durch ihre krankheit berühmt und ekannt geworden, für sie war es das beste was ihr passieren konnte – natürlich sprach sie in den medien davon, sie möchte zunehemen, hat sie aber nicht… die folgen kennen wir alle…
    wenn du mal einen blog lesen möchtest der das ganze kritisch aus der sicht einer betroffenen spiegelt, dann rate ich dir zum „hungry blog“; die schreiberin legt das leben dort oft sehr zynisch und kritisch dar, manchmal auch von der lustigen seite… ich hab sie verlinkt auf meiner seite… eben einer dieser blogs die das thema nicht tabuisieren, so wie du es beschreibst. ich persönlich möchte nicht „normal“ leben, ich bin mir der tragweite bewusst, ich lebe mal mehr mal weniger gut damit. ich hab auch nicht vor zu sterben 😉
    ich habe auch nicht vor mich therapieren zu lassen, aber ich schreibe mir ab und an auch etwas von der seele, nichts besonderes, finde ich… aber es geht mir besser danach, vielleicht eine persönliche form von therapie 😉
    so long 😉
    alles liebe, mina

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