Hello, Mr. President!

Amerika hat gewählt: Der 44. Präsident der Vereinigten Staaten wird Barack Obama heißen!

Die Welt steht Kopf: die Vereinigten Staaten von Amerika bekommen mit Barack Obama (47) den ersten farbigen Präsidenten. Obama tritt ein schweres Erbe an: Das Land steht an einem Neubeginn, denn acht Jahre Regierung Bush haben ihre Narben in der US-amerikanischen Gesellschaft hinterlassen.

George W. Bushs Erbe
Am 20. Jänner 2009 wird Barack Obama zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika angelobt werden. Als US-Präsident wird er sich mit inneramerikanischen als auch mit globalen Problemen auseinandersetzen müssen. Die Welt befindet sich in einer Rezession. Innerpolitisch muss Obama sich mit einer großen Identitätskrise und Unsicherheit der Bevölkerung auseinandersetzen. Die Arbeitslosenzahlen grassieren, das Gesundheitssystem ist ein Privileg der Reichen. Die transatlantischen Beziehungen zu Europa sind getrübt. Russland lässt seine Muskeln spielen und der Dialog zwischen Palästinenser und Israeli ist zum Erliegen gekommen. Dem nicht genug, ist der Krieg gegen den Terror ein verlorenes Konstrukt, das Obama so schnell als möglich beseitigen will.

Obamania – weltweit
Obama ist ein Charismatiker, ein Massenmagnet mit einer Eloquenz ganz im Stile eines John F. Kennedys. Nicht nur die Vereinigten Staaten, Menschen rund um den Globus feiern seinen Sieg. Vor allem in Kenia, dem Herkunftsland seines Vaters, steht die Welt Kopf. Der 6. November soll dort zum Obama-Feiertag proklamiert werden. „Wir sind sein Volk“, sagt ein Kenianer im Fernsehinterview, „da geht es um einen von uns, der ins Weiße Haus kommt!“ Ein anderer Befragter meint: „Er ist amerikanischer Bürger, aber wir sind seine Brüder.“

Die Erwartungen an Amerikas 44. Präsidenten sind groß, doch The Change – Obamas plakativer Wahlslogan – kann Wirklichkeit werden, wenn er seine Versprechen einhält.

Barack Obama – eine Kurzvita
Barack Obama wird 1961 als Sohn einer US-Amerikanerin und eines Austauschstudenten aus Kenia auf Hawaii geboren. Nach nur zwei Ehejahren geht Barack Obama sen. zurück nach Afrika. Gemeinsam mit seiner Mutter zieht Obama zu seinem neuen Stiefvater nach Indonesien. Vier Jahre besucht er in Jakarta die Schule, bis er 1971 zu seinen Großeltern nach Hawaii geschickt wird, die ihn auch großziehen. Obama studiert Jura und Politik in Los Angeles, in New York und sogar an der Eliteuniversität Haward. Er promoviert mit Auszeichnung.

Nach seinem Studium arbeitet er in einem schlecht bezahlten Job als Sozialarbeiter in Chicago, wo er auch seine Frau Michelle kennen und lieben lernt. Die beiden heiraten und bekommen zwei Töchter. Barack Obamas politische Karriere beginnt in Chicago im Lager der Demokraten. Bald wird er Senator. Acht Jahre später wählt Amerika Barack Obama zum Präsidenten. Eine kometenhafte, beispiellose Polit-Karriere.

Zum Schluß meine Fragen an Euch: Was meint Ihr, liebe Leser, wie wird es mit Barack Obama weiter gehen? Kann er seine Wahlversprechen halten? Wird Amerika mit einem farbigen Präsidenten umgehen können? Wie seht Ihr Obama?

Werbeanzeigen


Kategorien:Online-Journalismus, Politik

  1. nun.
    auch ich bin sehr froh, dass diese starke wende in amerika möglich war.
    auch ich habe sie mir gewunschen.
    wie sehr sich die amerikaner das gewunschen haben sieht man an der enormen wahlbeteiligung.
    zeigt auch die enorme unzufriedenheit mit den entscheidungen in der ära bush.

    es ist sicher absolut nicht einfach, egal ob jemand mehr oder weniger politische erfahrung nachweisen kann, ein volk, ein land mit diesen problemstellungen, mit diesem „erbe“ aus dem desaster zu führen.

    aber gerade im fall barack obamas knüpft sich für mich – aus meiner sicht – berechtigte hoffnung.

    charisma kann man nicht kaufen oder anlernen.
    man hat es, oder man hat es nicht.

    charisma besitzt – aus meiner sicht und erfahrung – nur ein mensch, wo auch wirklich etwas dahinter steht. und dieses dahinter ist gelebte menschlichkeit.

    barack obama strahlt für mich ganz einfach korrektness, gelebte achtung und respekt vor dem nächsten, kraft und bedürfnis gutes tun zu wollen und auch umzusetzen, wärme und liebe, ruhe, eleganc und sicherheit aus.
    wie sagt man so schön?
    voll und ganz ein „emotional intelligenter mensch“.

    wenn jetzt ein mann wie obama, der diesen grossen pot an menschlichkeit in sich trägt, mit auszeichnung promoviert ist das ein ungeheures potential an fähigkeiten, nicht nur auf der menschlichen ebene.

    ich glaube ganz einfach daran, dass er in der lage ist seine rationale ebene mit der menschlichen zu vereinen.
    dass er in der lage ist eine gute wahl der wichtigsten menschen im direkten umfeld zu treffen.
    dadurch, so denke ich, kann er vieles bewirken und verändern.
    er braucht gute „helfer“ die sein gedankengut weiter tragen.
    alleine kann er es nicht schaffen.

    ist es nicht schön, in zeiten wie diesen erleben zu dürfen, dass hirn und herz vereint so einen erdrutsch bewirkt, weltweit so viel freude, so viel hoffnung weckt?

    darf auch ein kleiner hoffnungsschimmer am horizont aufgehen?
    hoffnung, auf eine änderung der geisteshaltung auf jeder ebene.
    politisch, beruflich, menschlich und privat.

    barack obama, ich wünsche dir viel, viel erfolg und ein langes leben.

  2. Barack Obama wird es sehr schwer haben, ganz wie Du sagst, Kipet. Man setzt sehr große Hoffnungen auf diesen politisch gesehen jungen Mann.

    Zudem werden gewisse amerikanische rassistische Gruppierungen (ich denke Ihr wisst, wen ich da im Besonderen meine) sich einen farbigen Präsidenten nicht gefallen lassen. Angeblich soll es während der Wahlkampfzeit bis zu 500 Morddrohungen an Obama gegeben haben. Ein Komplott wurde in letzter Minute aufgedeckt.

    Mit diesem Wissen im Rücken beneide ich diesen Mann nicht um sein Amt!

  3. Danke für Eure Beiträge Sonnenschein, Karotte und Wortman. Vielleicht kommen noch ein paar Kommentare rund um Obama hinzu – würde mich freuen!

  4. Da kommen bestimmt noch welche dazu.
    Ich müsste mich auch mal an die „Beantwortung“ der ganzen Kommentare bei mir machen…

  5. Jaja, ich tu das aber immer gern, Kommentare kommentieren! 🙂

  6. Obamania weltweit:

    Karibikinsel benennt Berg in Mount Obama um – zum pressetext-Text bitte hier klicken!

  7. naja, also übertreiben kann man es auch 🙂

  8. Ich habe diese pressetext-Meldung auch eher zum Schmunzeln empfunden. Man bedenke welche Erwartungen in diesen Mann gesetzt werden. Es scheint, als sieht ihn die ganze Welt als Polit-Messias. Charmisma hat er, unbestritten, doch von einem Menschen so viel zu erhoffen, wo er doch vordringlichst die Probleme in den USA selbst lösen muss, ist zuviel des Guten!

Trackbacks

  1. Barack Obama - Der Mann, der schon Geschichte schreibt « Wortman’s Weblog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: