Was bleibt …

Charlton Heston ist tot.

Einer der letzten Granden des glamourösen Hollywoods starb 84jährig am Samstag (5. Mai 08) in seiner Villa in Beverly Hills (Los Angeles/USA). Charlton Heston soll über sich selbst gesagt haben: „Ich hatte ein so wundervolles Leben. Ich habe für zwei gelebt.“ Doch was wird in den Köpfen der Nachwelt über diesen herausragenden Schauspieler in Erinnerung bleiben?

Charlton „Chuck“ Heston wurde am 4. Oktober 1924 als John Charles Carter in Evanston, Illinois geboren. Sein Filmdebüt gab er in David Bradleys Meisterwerk Peer Gynt (1941). Bradley verpflichtete den Schauspieler mit der markant-tiefen Stimme auch für die Rolle des Marc Anton in Julius Caesar (1950). 1952 folgte ein nächster Meilenstein in Hestons Biografie: die Rolle des Zirkusdirektors Brad Braden im Film Die größte Schau der Welt von Cecil B. DeMille, der ihn ebenfalls für Die zehn Gebote (1956) als Moses gewinnen konnte. 1959 brillierte Heston als jüdischer Prinz Ben Hur in William Wylers gleichnamigen Filmepos, wofür er den Oscar erhielt. Es folgten mehrere Glanzrollen u. a. die des Rodrigo Diaz de Vivar in El Cid (1961), Regie: Anthony Mann. Im tierisch-erschreckenden Sci-Fi-Drama Planet der Affen (1968) von Franklin J. Schaffner gab Heston den Astronauten George Taylor. Weitere herausragende Arbeiten des Hollywoodstars waren Soylent Green (1973) und Airport 1975 (1974). Seine letzte Rolle gab Charlton Heston als alternder Nazi-Arzt Dr. Josef Mengele in Egidio Eronicos Drama My Father, Rua Alguem 5555 (2003).

Ob Science-Fiction, Western, Drama oder Historienepos – Heston hatte stets die Rolle des Helden gepachtet. In den 60er Jahren geriet der Schauspieler auch politisch ins Blickfeld der Medien und bekundete ein überzeugter Linker zu sein. Unter anderem begleitete Heston 1963 Martin Luther King bei seinem Marsch durch Washington. Leider geriet sein Ruf in Schräglage, als Michael Moore in der Doku Bowling For Columbine (2002) Heston in seiner Funktion als Vorsitzender der US-Waffenlobby (NRA – National Rifle Association) vor die Kamera holte. 2003 gab der an Alzheimer erkrankte Hollywoodstar seine Funktion bei der NRA auf.

Hollywood hat mit Charlton Heston einen seiner letzten Großen verloren. Dank seiner Filme wird er uns stets in bester Erinnerung bleiben.

Charlton Hestons komplettes Filmschaffen entnehmen Sie bitte folgendem Link: http://german.imdb.com/name/nm0000032/

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Kategorien:Medienreportagen

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