rosarot

Und die Bibel hat doch recht …

Juli 22, 2009 · 4 Kommentare

… zumindest wenn es nach dem Vatikan geht!

vatikanIn Zeiten wie diesen, in denen fiktionale Forscher wie Indiana Jones und Robert Langdon in den Köpfen ihrer Fans das Bild der Bibelarchäologie umkrempeln, beschließt der Vatikan die Christliche Archäologie zu stärken und ernennt den international anerkannten Archäologen Fabrizio Visconti zum Superintendenten der Katakomben. Als dessen Sekretär kommt jedoch mit Giovanni Carru ein Theologe und Erziehungswissenschaftler zum Zug.

Das Deutsche Evangelische Institut kooperiert seit 1904 mit dem Deutschen Archäologischen Institut mit dem Ziel nicht mehr die Bibel zu beweisen, sondern ihre Welt zu erforschen.

Die Entscheidung der obersten Kirchengremien ist also leicht verwunderlich. Will die Kirche mit der Benennung Carrus nicht doch wieder dem Volksglauben und nicht der Archäologie dienen?

Kategorien: Archäologie · Forschung · Geschichte

4 Antworten bis hierher ↓

  • kassandra // Juli 24, 2009 um 10:56 | Antworten

    Leider nimmt der Vatikan die Bibel zu wortwörtlich. Ich selber sehe darin eher eine Geschichte, die vielleicht ab und zu auch archäologische Hinweise gibt. Doch das alles wortwörtlich zu nehmen und in einer Philosophie aufzugehen ohne Rücksicht auf archäologische Tatsachen halte ich für falsch!

    Und genau deswegen setzt der Vatikan wieder einen „Hausgelehrten“ in den Sekretärssessel!

  • kipet // Juli 24, 2009 um 11:08 | Antworten

    Ich denke es ist sehr heikel eine Jahrtausende alte Lehre durch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse teilweise widerlegt zu sehen. Zumal sich auch die Wissenschaft gerne und oft irrt.

    Schlimm ist nur, dass der Klerus von seinem Standpunkt einfach nicht weichen will. Es geht ja nicht darum die Kirche zu widerlegen, sondern genau wie es das DEI macht, die Historie hinter der Geschichte namens Bibel zu finden.

    Dabei wäre es aber wichtig nicht die Augen vor neuen Ergkenntnissen zu schließen, sondern sie zu akzeptieren und nicht sie zu verdammen und wegzuschließen bis kein Hahn mehr danach kräht (Stichwort Qumran-Rollen).

    Vertuschen ist schlimmer als offen damit umzugehen und zu leben.

  • Sonnenschein // Juli 24, 2009 um 7:54 | Antworten

    so viel ich weiss, ist die bibel sehr wohl für jeden altertumsforscher geradezu ein muss an lektüre.
    gibt sie doch oft hinweise auf orte wo etwas zu finden ist oder auch gedankenanstösse um eine sache ins rollen zu bringen.

  • kipet // Juli 24, 2009 um 8:09 | Antworten

    Viele archäologische Funde basieren auf Bibelgeschichten. Keine Frage. Genauso basieren aber auch einige Funde auf Homers Erzählungen. Und je nach Fachgebiet das sich ein Altertumsforscher gewählt hat, sind Bibel, Koran und wie sie da alle heißen sicherlich Pflichtlektüren.

    Was nur der Vatikan am Ende damit macht ist nicht immer im Sinne der Wissenschaft, sondern oft im Sinne des Katholizismus, weil die Funde vielleicht ein anderes, neues Bild von Jesus und der ganzen Apostelgeschichte zeichnen und das Gebäude „Christentum“ in seinen Grundfesten erschüttern könnten.

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