rosarot

Historisches Rheinschiff ausgegraben

Juli 11, 2009 · 7 Kommentare

Ein seltener archäologischer Fund kam bei Deichbauarbeiten bei Düsseldorf ans Tageslicht …

Bei dem Sensationsfund an den Ufern des Rheins handelt es sich um ein großes verwracktes Plattbodenschiff, das möglicherweise aus der Zeit des Spanischen Erbfolgekrieges (1701-1714) stammen und nach letzten Erkenntnissen nach der Zerstörung der Festung Kaiserswerth 1702 gesunken sein könnte.

Die Archäologen freuen sich über das recht gut erhaltene Schiff und hoffen es vollständig bergen zu können. Das Wrack, das in sieben Metern Tiefe gefunden wurde, ist rund fünfzehn Meter lang und drei Meter breit. Wann genau es den Rhein heruntergefahren ist, kann man erst nach der kompletten Freilegung sagen. 

Der Schiffsbau im Mittelalter und in der Frühneuzeit ist nur aus wenigen Abbildungen bekannt. Einblicke über das tatsächliche Aussehen dieser Schiffe erhofft man sich nun nach genauen Analysen des Deichfundes.

(Anm.: habe nach korrektem Einwand von „nömix“ den Titel dieses Beitrages geändert!)

Kategorien: Archäologie · Forschung · Geschichte

7 Antworten bis hierher ↓

  • nömix // Juli 11, 2009 um 2:23 | Antworten

    Wenn es aus der Zeit um 17oo stammt,
    wars aber kein Schiff aus dem Mittelalter.

    • kipet // Juli 12, 2009 um 10:25 | Antworten

      Hallo nömix, willkommen auf meinem Weblog!

      Das stimmt, wenn es aus einer Zeit um 1700 stammt, kann es kein mittelalterliches Schiffswrack sein (Anm.: das Mittelalter legt man nach heutigem Wissen in die Zeit zwischen 500 und 1500 n.Chr.). Da habe ich mich leider falsch ausgedrückt. Die Archäologen können natürlich erst nach entsprechenden Untersuchungen über das tatsächliche Alter der Schiffsreste Auskunft geben. Sie hoffen, lt. Focus, dass es sich bei diesem Fund um ein mittelalterliches Wrack handelt. Wenn ich mehr darüber erfahre, werde ich Euch natürlich informieren.

      Danke für Deine Korrektur!
      LG Kipet

  • bonafilia // Juli 12, 2009 um 8:21 | Antworten

    Davon hab ich noch gar nix gelesen ihr in der örtlichen Presse. Interessant so ein Fund….bist du beruflich mit der Archäologie beschäftigt?
    Ich finde das sehr spannend, obwohl ich einst eine Klasse wegen einer 5 in Geschichte wiederholen durfte…hihi…eben das ist auch Geschichte!

    • kipet // Juli 12, 2009 um 10:34 | Antworten

      Ich habe vor laaaanger Zeit einmal Archäologie studiert, ja. Leider ist aus dieser noch immer vorhandenen Passion kein Beruf geworden. Bin aber dabei daran zu werkeln;-)

      Archäologie ist in meinen Augen eines der spannendsten Fachgebiete und es gibt noch unendlich viel zu entdecken. Irgendwie eines der „letzten Abenteuer“ auf Erden.

      Und – btw. – Schulnoten sagen nicht viel darüber aus was man im Erwachsenenleben machen wird, bzw. was einen interessiert. Ich kenne da ein Mädel, das hat mit Ach und Krach das Abitur im 2. Anlauf geschafft. Das Medizinstudium hat sie dann vor der Mindeststudienzeit mit ausgezeichneten Noten absolviert. Heute ist sie eine weltweit äußerst gefragte und sehr erfolgreiche Jungchirurgin. Soviel zu Schulnoten!

      LG Kipet

  • Wortman // Juli 12, 2009 um 8:28 | Antworten

    Es wird (vorerst) datiert auf den Anfang des 17.Jahrhunderts und unten wird vom Mittelalter geredet – da hat man gleich das Gefühl, diese Archäologen haben keine Ahnung ;)

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