rosarot

1. Wiener Amateur Kunstmesse

Juni 15, 2009 · 6 Kommentare

Amateurkünstler stellten mehr als 1000 Werke im Wiener Rathaus aus

volkshalleMalereien, Radierungen, Zeichnungen, Drucke, Scherenschnitte, Kunstfotografien und Skulpturen – mehr als 1000 Werke harrten am 14. und 15. Juni einer interessierten Menge im Wiener Rathaus. In der wunderschönen Volkshalle präsentierten äußerst begabte und ambitionierte Hobbykünstler ihr Schaffen.

Zur Vernissage am 14. Juni kamen etliche Gäste und bestaunten die Kreativität der einzelnen Künstler. Es gab Scherenschnitte, Aquarellmalereien, Skulpturen, eine große Computerprojektion, Bilder in Öl und verfremdete Fotos. Drei Künstler sind mir dabei besonders ins Auge gestochen:

kleinowitz1Die autodidakte Künstlerin und Schmuckdesignerin Dagmar Kleinowitz präsentierte eine kleine aber feine Auswahl ihrer Kaffeesudbilder, die mich besonders beeindruckten. Dagmar Kleinowitz erzählte mir, dass sie für den Kaffeesud auch schon mal in ein Wiener Kaffeehaus geht um nach „Überresten“ zu fragen. Daneben zeigte Frau Kleinowitz auch einige ihrer Acrylmalereien, die eindeutig im gesamten Ausstellungsraum ihresgleichen suchten. Dagmar Kleinowitz konnte sich mit ihrer Kunst schon eine recht beachtliche Fangemeinde ermalen

maresovsky2Weiter hinten im Saal konnte man den Stand von Andreas Maresovsky entdecken. Herr Maresovsky schafft „das Außergewöhnliche … für Außergewöhnliche“. Und besser kann man seine Kunst auch nicht ausdrücken. Im Zentrum seines Standes war die Skulptur „Kopflos“ platziert, ein Ast mit zwei beinahe strichmännchenhaft designten Kokosnüssen. Weiters konnte man auf seinem Stand  das Objekt „Wurm“ entdecken, das aus Konservendosen zusammengestückelt war. Andreas Maresovsky hat sich vor allem im italienischen Ausland schon einen Namen gemacht und seine Werke sprühen nur so von Witz und Fantasie. Sie sind wahrlich … außergewöhnlich!

ymo2In einem abgeschotteten Raum der Volkshalle beamte Yvan Moallic seine computeranimierte Videoprojektion auf eine Leinwand. Farben, Formen und Bewegung animierten die Sinne des Betrachters. Moallic sagt selbst: „Die Farbe ist der Grundstein des Denkens, das Ur-Alphabet des menschlichen Geistes. Das wichtigste ist der Schein – die Außenform: Das Leben ist nackt, braucht immer eine Hülle. Die Natur der Dinge besteht in einem ständigen Verschleierungsprozess.“ Yvan Moallic ist Einzelkünstler, Maler, spielt mit den Neuen Medien und perfektioniert das Digital Imaging und Soundtreatment. Eine sehr beeindruckende Animation!

Beachtlich, was Österreichs Amateurkünstler schaffen und die altehrwürdige Volkshalle des Wiener Rathauses gab den passenden Rahmen für die 1. Wiener Amateur Kunstmesse!

Kategorien: Events

6 Antworten bis hierher ↓

  • Wortman // Juni 15, 2009 um 9:23 | Antworten

    Mit solchen Videoproduktionen als Kunstinstallation kann ich nichts anfangen.
    Mich hätten da besonders die Scherenschnitte interessiert. Eine Kunst, die leider in der „Öffentlichkeit“ doch ziemlich vergessen wurde.
    Früher gab es sogar richtige Scherenschnittfilme.

  • kipet // Juni 15, 2009 um 10:40 | Antworten

    Normalerweise bin ich auch eher Fan „traditioneller“ Kunst. Aber diese Videoprojektion war einfach toll. Wirklich sehr faszinierend.

    An die Scherenschnittfilme kann ich mich auch noch erinnern. Die gabs immer im Sonntagnachmittagsprogramm im Fernsehen. Meistens handelte es sich dabei um Märchen. Wenn Du willst, kann ich Dir die zwei Scherenschnitt-Piccis mailen?

    LG Kipet

  • Sonnenschein // Juni 16, 2009 um 2:24 | Antworten

    ich war auch da.
    wirklich bemerkenswert, was man da zu sehen bekommt!

    die produzentin der scherenschnitt-kunstwerke ist „Traude Kuritko“ und wirklich ein seltenes kunsthandwerk. wunderschöne diese exponate!

    dann wäre aus meiner sicht noch herr Gach Hans (www.gach.at/meilensteine) zu erwähnen, der miniausschnitt von edelsteinen fotografiert und zum bild vergrössert. unwahrcheinlich, welche zeichnungen und unterschiedliche farbkompositionen, kompositionen der natur, da ersichtlich werden !!!

    auch nicht unerwähnt möchte ich frau Hastik Sylvia (www.tiffany-lampe.com/tiffany-kuenstler.php) lassen, die aus meiner sicht die künstlerische fähigkeit besitzt, tiffany-arbeit in das normale leben einzubinden ohne dass Klimt und die markante tiffany-kunst als vorlage genommen wird.

  • Ymo // Juli 23, 2009 um 2:33 | Antworten

    Jedes Bild aus dieser Video kann grossformatig gedruckt und gekauft werden.
    Es waren insgesamt mehr als 150 Bilder die ich sonst in einem einzigen Raum nicht ausstellen hätte können und ich will es nicht mehr. In der tat gehe ich den selben Weg wie die Musiker : 1 CD 100 € and that’s it. Die Zeit der teuren investments in Rahmen und Fotodrucke und dergleichen ist für mich vergangenheit. Ich verkaufe meine Kunst welweit übers Internet und es ist viel einfacher so.
    Ymo Yvan Moallic FRANCE

  • kipet // Juli 23, 2009 um 4:45 | Antworten

    Danke für Ihren Beitrag, YMO! Ich war von Ihrer Videoproduktion begeistert, mich hat es immer wieder in diesen Raum, wo Sie ausgestellt haben, hingezogen.

    Die Idee ein Video anstatt vieler Fotos plus Bilderrahmen (von wegen „Geldersparnis“) leuchtet mir absolut ein und finde ich eigentlich klasse!

    Herzlichen Gruß, Kipet

  • Wortman // Juli 23, 2009 um 5:35 | Antworten

    Die kannst du mir gerne mailen kipet. Ich bin begeisteter Scherenschnitt-Fan ;)

    @Sonnenschein: Danke für die Tipps :)

Kommentar schreiben