rosarot

Mumien im römischen Griechenland

August 8, 2008 · 5 Kommentare

Sensationeller Mumienfund in Nordgriechenland

Dem schweizerisch-griechisches Forscherteam rund um Frank Rühli (Universität Zürich) gelang ein Sensationsfund: Bei Grabungen in Nordgriechenland entdeckten die Wissenschaftler die um 300 nach Christus einbalsamierte Leiche einer zirka 55-jährigen Frau.

Ein Ausnahmefund?
Bis rund 120 nach Christus wurden die Verstorbenen im römischen Griechenland noch verbrannt, erst danach bettete man die Toten in Erdgräbern oder Gruften zur letzten Ruhe. Die mumifizierte Leiche aus Nordgriechenland war selbst für das Forscherteam eine Überraschung. „Bisher haben zwar einige historische Quellen davon gesprochen, dass ausgewählte Personen einbalsamiert worden sind, doch fehlte noch der Beweis“, so Rühli im Gespräch mit pressetext. 

Die Mumie aus Nordgriechenland
An der Leiche entdeckte man zahlreiche Einbalsamierungssubstanzen, wie Myrrhe, Fette und Harze. Im Gegensatz zur altägyptischen Mumifizierung wurden bei der griechischen Mumie jedoch die Gedärme im Körper belassen. Leider waren die Sarkopharge nicht luftdicht verschlossen, sodass bis auf einige Weichteile nur noch Haare und Teile eines goldbestickten Seidengewandes übrig waren.  

(Quelle: pressetext)

Kategorien: Archäologie · Forschung · Geschichte

5 Antworten bis hierher ↓

  • Jan // August 9, 2008 um 12:12 | Antworten

    interessante Info…

  • wortman // August 9, 2008 um 1:20 | Antworten

    wie ärgerlich… mal eine sensation und dann ist nicht mal genug übrig…

  • kipet // August 9, 2008 um 12:52 | Antworten

    da war mehr übrig als man je gehofft hat. die mumifizierungen im antiken griechenland waren lediglich schriftlich belegt, nur der endgültige beweis fehlte noch. dieser fund war also ein griff in die archäologische schatzkiste – in vielerlei hinsicht.

  • wortman // August 9, 2008 um 12:59 | Antworten

    unter dem gesichtspunkt muss ich dir natürlich zustimmen :)

  • Sonnenschein // August 25, 2008 um 9:16 | Antworten

    wenn ich diese zeilen lese erinner ich mich an meine peru-reise.
    da hat man ja, durch das ewige eis der 8.000-er wunderbar konservierte kinderopfer an die götter gefunden.
    eines, juanita, konnte ich selbst – von den heutigen forschern bestens konserviert, in einer speziellen ausstellung in arekipa bewundern.
    ein irres gefühl jedes mal für mich, direkt vor so einer entdeckung zu stehen.

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