rosarot

Make-up für den Nandertaler

März 29, 2008 · 2 Kommentare

Funde von Schminkutensilien in Siedlungsgebieten der Neandertaler lassen gewagte Theorie über die Sprachfähigkeit der Frühmenschen aufkeimen 

Die Wissenschaftler Francesco d’Errico (Universität Bordeaux) und Marie Soressi (französisches Archäologieinstitut Inrap in Armiens) haben in Siedlugsbereichen von Neandertalern Manganpigmentstücke entdeckt. Die Fundstücke sind rund fünf Zentimeter lang und einen Zentimeter breit. d’Errico und Soressi stellen die These auf, dass die Neandertaler sich mit diesen Utensilien ihre helle Haut mit Linien verzierten - sprich, sich schminkten.

d’Erricos Theorie
d’Errico geht einen Schritt weiter und behauptet, dass die Frühmenschen über eine rudimentäre Sprachform verfügen mussten. Denn um ihre Körperbemalung an andere Neandertaler weitergeben zu können, mussten sie Technik und Bedeutung erklären können.

Soressi schränkt diese These jedoch ein: “Wir wissen nicht, was die Neandertaler gemalt haben.” Rein genetisch gesehen, verfügte der Frühmensch jedoch über alle Voraussetzungen um sprechen zu können …

Quelle: bdw.de, 28.3.2008

Kategorien: Archäologie · Forschung

2 Antworten bis hierher ↓

  • Registra // März 31, 2008 um 4:04 | Antworten

    Schon recht mutig von Schminke auf Sprache rückzuschließen. Ich kann ja auch einfach am Strand hocken und in den Sand meine Muster zeichnen. Der nächste sieht sie (vielleicht) und zeichnet seine Muster hinzu, oder kopiert sie auf einem anderen Stück Sandstrand. Dafür braucht man nicht gerade Sprachfertigkeiten, oder?

  • kipet // März 31, 2008 um 4:14 | Antworten

    Hallo Registra, willkommen auf meinem Weblog!

    Marie Soressi hat d’Erricos Enthusiasmus so und so gleich gebremst. Interessant ist allerdings der Punkt, dass laut genetischen Untersuchungsergebnissen der Neandertaler sehr wohl dazu fähig gewesen sein könnte rudimentäre Dialoge führen zu können. Bin gespannt, was aus dieser Forschungsrichtung noch so alles kommen mag!

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