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Das Schweigen der Robbenbabys

März 29, 2008 · 5 Kommentare

Kanada genehmigt Jagd auf 275.000 Robben

Robbenbabys sehen aus wie niedliche, flauschige, ein bisschen groß geratene Schneebälle. Sie haben schwarze, große Knopfaugen und weinen fürchterlich nach ihren Müttern, wenn diese einmal nicht in ihrer Nähe sind.

Doch so ein Robbenleben ist gefährlich: Die Existenz ihres Lebensraumes, die Arktis, steht Dank des fortschreitenden Klimawandels der Erde auf dem Spiel. Auch stehen sie am Speiseplan der Eisbären an erster Stelle. Doch der zweite große Robbenschlächter, der Mensch, tötet, um sich ein Einkommen in der Pelzindustrie zu ermöglichen. Der Bär tötet präzise. Schnell. Der Mensch benutzt Prügel und Schlachthaken und zieht danach den Tierkindern, oft noch bei lebendigem Leib, das Fell ab.

Kanada bläst zum Halalli
Gestern wurde in Kanada die traditionelle Robbenjagd auf 275.000 Tiere, 5000 mehr als im Vorjahr, eröffnet. Heuer soll erstmals per Gesetz sichergestellt sein, dass den halbtot geprügelten Robbenbabys die Halsschlagadern durchtrennt werden, bevor es ans Häuten geht.

Der Grund des Schlachtens
Offiziell begründet man die Robbenjagd mit den schwindenden Fischbeständen. Ebenso beschert sie den Menschen in entfernteren Küstenregionen ein Einkommen: im Jahr 2006 soll das Töten von rund 335.000 Tieren 25 Millionen Kanadische Dollar (ca. 15 Millionen Euro) eingebracht haben. Hauptmotivator ist jedoch die Modeindustrie, die die Pelze der Robbenbabys zur Verarbeitung von Mänteln, Hüten, Accessoires etc. benötigt.

Vorreiterrolle USA
Seit 1972 herrscht in den Vereinigten Staaten von Amerika Einfuhrverbot auf alle Robbenprodukte. Die EU kritisiert und verurteilt, aber echte Maßnahmen bleiben aus. Einzig Belgien und die Niederlande zogen mit den USA gleich.

Links:

Deutscher Tierschutzbund

Umweltkids.de

Greenpeace.at

Robbenbaby.de

Kategorien: Online-Journalismus

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