rosarot

Persepolis

November 20, 2007 · 3 Kommentare

Eindringlicher Animationsfilm über ein Mädchenleben im postrevolutionären Iran.

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„Punk is not Ded“ … Teenager Marji fordert die Tugendwächter des Mullah-Regimes offen heraus

Die Story:
Teheran, 1978: Die neunjährige Marji wächst in einem gutbürgerlichen Zuhause auf, liebt Popcorn, Jeans und Bruce Lee. Doch die islamische Revolution und das von den Mullahs errichtete Regime bringt nicht die erhoffte Freiheit: Angst, brutale Verfolgungen und die zunehmende Verhüllung der Frauen erschweren Marjis Leben. Teenager Marji rebelliert: sie besorgt sich Heavy Metal Musik am Schwarzmarkt und stellt das System keck und offen in Frage. Marjis Eltern schicken ihre aufmüpfige Tochter ins Exil nach Wien …

Comic des Jahres:
Persepolis, benannt nach der altpersischen Hauptstadt im heutigen Iran, erzählt die wahre Lebensgeschichte von Marjane „Marji“ Satrapi. Der eindringliche und humoristische Animationsfilm basiert auf den vierteiligen, äußerst erfolgreichen Comicbüchern Satrapis. Gemeinsam mit dem Zeichner Vincent Paronnaud lässt sie die Kinobesucher in die schwarz-weiß-Welt der vorlauten Marji eintauchen.

Standing Ovations in Cannes 2007:
Bei der Vorführung von Persepolis im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes 2007 gab es Standing Ovations und den Spezialpreis der Jury für die Filmemacher Satrapi und Paronnaud. In Frankreich haben mittlerweile über 1 Million Kinobesucher die stets mit einem kleinen Augenzwinkern versehene Lebensgeschichte von Marji gesehen.

Läuft wann und wo:
Der bereits bei der Viennale 2007 gelaufene Animationsfilm Persepolis ist ab dem 30. November 2007 in den österreichischen Kinos zu sehen.

Auszeichnungen:
Comic des Jahres 2004

Filmvestival von Cannes 2007: Jury-Preis
Nominiert für die Goldene Palme 2007

Cinemanila International Film Festival 2007 in Manila, Philippinen: Spezal Jury-Preis

Vancouver International Film Festival 2007: Most Popular Film

Infos zum Film:
http://german.imdb.com/title/tt0808417/ 

Interview Marjane Satrapi mit dieStandard:
http://diestandard.at/?url=/?id=1196091116118

Kategorien: Medienreportagen

3 Antworten bis hierher ↓

  • abzig // November 21, 2007 um 8:31 | Antworten

    Die kulturelle Entwicklung eines Landes / einer Bevölkerung und ihrer Bedürfnisse auf eine solche Art und Weise vermittelt zu bekommen ist sicher hoch interessant. Zeigt es doch einerseits, welchen Widerständen und Problemen die Menschen dieses Kulturkreises begegnen wenn sie Anschluss am sogenannten Fortschritt des Restes der Welt suchen. Fraglich jedoch, ob der vermeintliche, begehrte Fortschritt auch wirklich ein solcher ist.

  • kipet // November 21, 2007 um 3:48 | Antworten

    ich möchte allen, die politisch interessiert sind und einen außergewöhnlichen kinoabend erleben wollen, diesen film wärmstens ans herz legen!

  • Sonnenschein // Dezember 2, 2007 um 8:59 | Antworten

    Gestern habe ich den von Dir empfohlenen Film gesehen!

    Bemerkenswert, wie durch die brilliante Comic-Darstellung die Aussage auf das Wesentliche reduziert, klar und deutlich präsent, durch keinerlei SchnickSchnack vom Unwesentlichen abgelenkt wird, die einzelnen Charaktere in all ihrer emotionalen Vielfalt wunderbar gezeigt werden.
    Genau dadurch berührt der Film. Zeigt eindringlich, wie sehr Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen / wollen, sich grosser Unsicherheit aussetzen, selbst im vermeintlichen Paradies einem Anpassungsprozess nicht entkommen und schlussendlich schmerzhaft erkennen, nirgendwo mehr wirklich Wurzeln zu haben.

    Absolut empfehlenswert!

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