Sind unsere Manager überbezahlt?
Laut Arbeiterkammer verdient ein österreichischer Manager das 26fache eines durchschnittlichen Arbeitnehmers. Berechtigt? Die Öffentlichkeit verlangt jedenfalls immer häufiger nach mehr Transparenz bei der Entlohnung von Österreichs Top-Managern, denn mittlerweile wird kritisch beobachtet, wer wofür bezahlt wird.
Österreich – Gehälter höher, Aufmerksamkeit größer:
Die Gehälter von Österreichs Top-Manger sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,7 Prozent gestiegen. In den Betrieben wird internationale Performance groß geschrieben. Variable Vergütungen (Aktienanteile, betriebliche Pensionspläne, Dienstwägen) und der nicht zu unterschätzende Ausbildungs- und Weiterbildungsfaktor rücken immer mehr in den Vordergrund.
Deutschlands Manager:
In Deutschland passt sich das Niveau eines Managergehalts allmählich dem internationalen Standard an. Einzig das Bonuszahlungssystem hinkt noch ein wenig hinterher. Trotzdem kann sich ein Manager in Deutschland im Durchschnitt über mehr als 200.000 Euro Jahressalär - ein Zuwachs von über 20 Prozent - freuen.
US-Manager mit Glaubwürdigkeitsproblemen:
Vier von fünf befragten US-Managern empfinden ihre Bezahlung im Vergleich zu ihrer Performance als zu hoch angesiedelt. Nur 2,2 Prozent bezeichnen sich als unterbezahlt. Fast die Hälfte der Befragten kritisiert die übliche Praxis, die Manager statt einer verbesserten Unternehmensstruktur für steigende Punkte auf den Aktienmärkten zu entlohnen.
Trendüberwachung am Vergütungssektor:
Wer wieviel womit verdient wird bei dem Beratungsunternehmen MERCER mittels Total Remuneration Survey (TRS) genau registriert. Der TRS vergleicht weltweit die Verdiensthöhen und -parameter in den Top-Etagen. In den USA übernimmt die National Association of Corporate Directors (NACD) diese Aufgabe. “Angesichts der auseinander driftenden Gehaltsschere könnten die Ergebnisse der NACD die Debatte um zu hohe Managergehälter neu befeuern”, warnt die Financial Times.


2 Antworten bis hierher ↓
Sonnenschein // November 4, 2007 um 9:04 |
auch ich bin für transparenz
der führungsgehälter eines unternehmens,
der regierungsbeamten,
der spitzenpolitiker!
aber wirklich ALLE zuwendungen, auch jene aus zusätzliche funktionen, die sie ausschliesslich aufgrund ihrer position inne haben und dafür geld kassieren. man vergisst so leicht und hört es so selten, dass der eine oder andere politiker in mehreren aufsichtsratpositionen zu finden ist. und das in so vielen, sodass er – aus meiner sicht – nicht wirklich vernünftige arbeit leisten kann, nimmt er seine sache ernst. abgesehen davon frage ich mich immer wieder
– sind diese leute nun politiker?
– sind sie “erfahrene” wirtschaftsleute?
– sind sie wirklich kompetent?
auch habe ich erlebt, dass sogenannte “führungskräfte” aufgrund ihrer unfähigkeit die erfolgsleiter “hinaufpurzeln”. man kann es sich nicht leisten, eine/n zuerst hochgepriesene/n mann/frau dann doch als unfähig hinzustellen….
und was diese leute verdienen – die ohren wackeln mir. was sie dann auch noch als good will erhalten wenn sie doch das unternehmen verlassen, unbeschreiblich.
und wo bleibt die verantwortlichkeit gegenüber dem gesetz UND dem unternehmen, den mitarbeitern, wenn sie falsche entscheidungen getroffen und das unternehmen gefährden oder aber in den sand gesetzt haben? dann sind monatelange gerichtsverhandlungen notwendig die den staat – und somit dem STEUERZAHLER – wieder jede menge geld kosten. und einer putzt sich auf den anderen ab, wenn sie nicht ohnehin unter einer decke stekcen und sich gegenseitig decken. einfach fies und untragbar!!
ein mensch, der sein leben lang korrekte, gute arbeitet geleistet hat wird aber ganz einfach frühzeitig in pension geschickt und muss …. eh schon mal erwähnt…
kipet // November 5, 2007 um 12:02 |
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