Dank spezialisierter Nervenzellen im hinteren Teil des Riechsystems können Mäuse schon geringe Mengen an Kohlendioxid riechen.
Für den Menschen ein geruchsloses Gas, macht Kohlendioxid Mäusen das Leben schwer. Im Gegensatz zu diversen Insektenarten, die Kohlendioxid ebenso in kleinen Mengen detektieren können, scheint aber den kleinen Nagern das Treibhausgas regelrecht zu stinken.
Wie funktioniert’s:
Amerikanische und chinesische Forscher haben mithilfe eines grün leuchtenden Markerproteins bewiesen, dass einige Nervenzellen im hinteren Bereich des Riechepithels der Tiere aktiviert wurden, als sie mit dem Treibhausgas in Kontakt kamen. Jene Nervenzellen sind mit einem für die Kohlendioxidwahrnehmung zuständigen Enzym ausgestattet. Dank dieses Systems können Mäuse Kohlendioxidmengen von etwa 0,6 Promille wahrnehmen.
Reaktion der Mäuse auf Kohlendioxid:
Den Geruch des Gases fanden die kleinen Nager alles andere als anregend. Laut Forscher versuchten die Tiere es zu meiden. Interessant sei nun die Frage, ob sich Mäuse im Laufe der Zeit an dem prognostizierten ansteigenden Gehalt des Treibhausgases in der Luft anpassen können. Der belgisch-amerikanische Molekularbiologe Peter Mombaerts von der Rockefeller-Universität meint: „Alternativ könnte der Kohlendioxidanstieg bei den Mäusen zu Verhaltensänderungen führen, wie einer Zunahme von Reizbarkeit und Aggression oder einer Abnahme der Fruchtbarkeit.“
Quelle: Ji Hu (Chinesische Akademie der Wissenschaften, Peking) – Science, Bd. 317, S. 953

3 Antworten bis hierher ↓
lorale // September 6, 2007 um 2:41 |
einmal mehr sind tiere klüger als der mensch!
Sonnenschein // September 7, 2007 um 9:49 |
fragt sich nur – ist die steigende reizbarkeit der menschen auf noch höhere sensibilität auf kohlendioxid-vermehrung zurückzuführen?
kipet // September 7, 2007 um 10:04 |
eine interessante frage, die sicherlich teil jener studien ist.