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Geschichte eines Dinokillers

September 6, 2007 · Kommentar schreiben

Die Entstehungsgeschichte des Meteoriten, der am Ende der Kreidezeit das große Dinosauriersterben auf der Erde auslöste, wurde von Forschern des Southwest Research Institute in Boulder, Colorado/USA, per Computersimulation errechnet.

Zwei Felsbrocken kollidieren im All; Bild: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/17/17881/17881_2.jpg 

Mega-Crash im All:
Mittels Computersimulation berechnete das Forscherteam rund um William Bottke vom Southwest Research Institute in Boulder, Colorado/USA, das tödliche Vorspiel zum großen Dinosterben vor 65 Millionen Jahren auf Erden:

Anhand der Flugbahnen von 800 Fragmenten errechneten die Wissenschaftler eine fatale Kollision zweier gigantischer Felsbrocken im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, geschehen vor 160 Millionen Jahren.  Dabei bildeten sich 300 Bruchstücke. Sie gehören zur so genannten Baptistina-Familie, benannt nach ihrem größten, 40 km langen Mitglied. Die kleineren Asteroiden gelangten, abgelenkt durch die Sonneneinstrahlung, in die Anzugskraft von Jupiter und Mars, die sie in Richtung inneres Sonnensystem katapultierten.

Meteorit schlägt auf Erde ein; Bild: http://www.scinexx.de/redaktion/aws/bild/a_dino2m.jpg

Irrläufer steuerten Erde an:
Von jenen Irrläufern kollidierten zwei Prozent mit der Erde. Ein kleinerer Anteil schlugen auf dem Mond, der Venus oder dem Mars ein. Die Forscher behaupten, dass gute 40 Millionen Jahre nach der Megakollision die Meteoriten-Einschlagrate auf der Erde am höchsten war und danach langsam abflaute.

Der Dinokiller kollidiert mit der Erde:
Auch jener Meteorit, der am Ende der Kreidezeit im Golf von Mexiko einschlug und wahrscheinlich das große Dinosterben auslöste, ist ein Mitglied jener Baptistina-Familie. Die Theorie wird durch Analysen der Einschlagschicht im Vergleich mit einigen Meteoriten-Bruchstücken von Baptistina unterlegt.

Quelle: William Bottke (SwRI, Boulder, Colorado) – Nature, Bd. 499, S. 31


Kategorien: Forschung

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