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Tell Brak

August 31, 2007 · Kommentar schreiben

US-Archäologen fanden bei Grabungen in Tell Brak (Nordost Syrien) heraus, dass dort in antiker Zeit mehrere Streusiedlungen zu einer Großstadt zusammenwuchsen. Damit stellen sie eine gänzlich neue Theorie zur antiken Metropolenbildung in den Raum.

Landkarte von Mesopotamien; Bild: http://www.aquarius.geomar.de/

Landkarte von Mesopotamien

Die neue Metropolenbildungs-Theorie:
Funde bei den Grabungen in Tell Brak, im früheren Mesopotamien und dem heutigen nordöstlichen Syrien gelegen, lassen ein Team von US-Archäologen eine neue Theorie zur antiken Metropolenbildung aufstellen: Danach musste in der Antike die Besiedlung eines Ortes nicht von einer zentralen politischen Macht gesteuert werden, sondern konnte auch ganz zufällig entstehen.

Tell Brak; Bild: Jason Ur (Harvard-University)

Tonscherben geben Forscher Hinweise auf die Stadtentwicklung Tell Braks

Städtewachstum in Tell Brak:
Den Funden nach haben vor rund 4000 Jahren auf dem vierzig Meter hohen und einem Kilometer langen Hügel von Tell Brak Siedler aus sechs unterschiedlichen Kulturkreisen zunächst von einander unabhängige Dorfstrukturen gegründet. Dazwischen lagen große, unbesiedelte Landstriche. Mit der Zeit wurden auf jenen Freiflächen immer mehr Menschen sesshaft und füllten alle unbesiedelten Regionen zwischen den sechs Gründersiedlungen.

„Die Theorie lässt sich aber nicht auf sämtliche antike Metropolen anwenden“, so die US-Archäologen und fordern ihre Kollegenschaft dazu auf, weitere Modelle zur Entstehung antiker Großstädte zu entwickeln.

Die bis dato allgemein gültige Metropolenbildungs-Theorie:
Die ersten Metropolen der Menschheit entstanden in Mesopotamien. Das gängige Metropolenbildungsmodell besagt, dass es einer zentralen, übergeordneten Macht (in Form eines Herrschers) bedurfte, die das Zusammenleben der Menschen in einer Region und damit auch die Bildung von Großstädten steuerte.

Quelle:
Jason Ur (Havard-University), Sience, Band 317, Seite 118

Kategorien: Archäologie

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