Der Übermacht der Hollywood-Blockbuster genug, setzt sich jetzt eine Gruppe von europäischen Independent-Filmproduzenten rund um die irische Regisseurin Mary McGuckian zur Wehr und wird fortan neu produzierte und noch nie im Kino gezeigte Streifen direkt ins Web stellen.
Haben die knatternden-ratternden Filmprojektoren der Kinos bald ausgedient?
Einem Bericht des Guardian folgend, soll ab Ende des Sommers auf der neuen Online-Plattform MoviePol jungfräuliches Filmmaterial diverser europäischer Independent-Filmproduzenten zu sehen sein. Ziel dieses Novums ist es, gegen die Übermacht der Hollywood-Blockbuster und deren Vorzugsstellung in den US-Kinos anzugehen.
Independent-Movies für die breite Masse:
Laut McGuckian haben sie und ihre Independent-Kollegen es schwer, einen Film auf die Leinwände zu bringen. Durch die direkte Online-Vermarktung über MoviePol können vor allem Independent-Filme schnell einem großen Publikum zugänglich gemacht werden. McGuckian hofft, dass sich mit der Zeit MoviePol weltweit zu einem lokalen Online-Arthouse-Kino entwickelt.
Vorstellung des Projekts MoviePol in Cannes:
MoviePol wurde heuer bei den Filmfestspielen in Cannes vorgestellt und durchwegs positiv aufgenommen. Viele Independent-Filmschaffende stehen der Monopolisierung der Filmvermarktung sehr kritisch gegenüber und meinen, dass nur noch der kommerzielle Aspekt in der Branche dominiert. Die Macher von MoviePol hoffen künftig - Dank des sich immer mehr verbreitenden Breitband-Internets – auf das Medium Kino komplett verzichten zu können.
Medium Kino schlägt einen Mehrfrontenkrieg:
Heute kommen immer öfter Filme gar nicht mehr ins Kino, sondern werden sofort via DVDs unters die Film-Fangemeinde gebracht. Ein weiteres Manko der Kinos ist, dass sie wegen ihrer Exklusivitätsansprüche für Unmut bei den Produzenten sorgen.

2 Antworten bis hierher ↓
Sonnenschein // August 20, 2007 um 2:11 |
Interessant …..
Find ich bequem, diese Zukunftsperpektive!
Wieder mal ein Flopp für die Kinowelt!
Überall wohl die gleiche Mafia zu Hause …
kipet // August 20, 2007 um 3:41 |
„moviepol“ ist in meinen augen ein richtiger und interessanter schritt und bietet vielen indie-regisseuren, die vielleicht in hollywood nie ein bein auf die erde bekommen hätten, die möglichkeit ihre machwerke einem breiten (kritischen) filmpublikum zugänglich zu machen.